Windows 11 KB5094126: Low-Latency-Modus macht System 70% schneller

Microsofts Juni-Update bringt einen Low-Latency-Modus für schnellere Reaktionen, aber auch BitLocker-Fehler auf Business-Hardware.

Im Zentrum steht ein neuer Low-Latency-Modus, der Systemreaktionen drastisch beschleunigen soll – doch auf professioneller Hardware gibt es teils massive Probleme.

Neuer Turbo-Modus für den Start

Das Herzstück des Updates ist das sogenannte Low-Latency-Profil. Bei hochpriorisierten Aktionen – etwa dem Öffnen des Startmenüs oder dem Starten von Programmen – pusht der Mechanismus den Prozessor für ein bis drei Sekunden auf Höchstgeschwindigkeit. Die Folge: Systeminteraktionen sollen sich um bis zu 70 Prozent flotter anfühlen, App-Starts immerhin um bis zu 40 Prozent.

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Doch Microsoft hat noch weitere Verbesserungen eingebaut. Der Taskmanager zeigt nun eigene Spalten für die Neural Processing Unit (NPU) – ein wichtiges Feature für KI-fähige PCs. Die Windows-Suche reagiert bereits auf zwei Zeichen Eingabe, und eine neue „Shared Audio“-Funktion erlaubt die gleichzeitige Wiedergabe über zwei Bluetooth-Kopfhörer.

Ärger auf Business-Hardware

So vielversprechend die Neuerungen klingen – die Installation des Updates bereitet auf bestimmten Geräten erhebliche Schwierigkeiten. Betroffen sind vor allem professionelle Modelle wie der HP EliteBook 840 G10, der Dell Precision 7530 sowie diverse HP ProBook- und ZBook-Reihen. Nutzer berichten von Boot-Fehlern und BitLocker-Wiederherstellungsschleifen.

Die Ursache: Die EFI-Partition bietet offenbar nicht genug Platz für neue Secure-Boot-Zertifikate. Als Workaround empfiehlt sich, Secure Boot im BIOS temporär zu deaktivieren, das Update zu installieren und die Sicherheitsfunktion danach wieder zu aktivieren. Auch mit Cloud-Speicher-Integrationen und bestimmter Drittanbieter-Software für Word gibt es Berichten zufolge Kompatibilitätsprobleme.

Effizienz-Modus für schwachbrüstige Rechner

Microsoft reagiert damit auf die Realität vieler Arbeitsplätze: Noch immer sind unzählige Systeme mit nur 8 Gigabyte RAM im Einsatz. Der neue Efficiency Mode für Teams, der bis Ende Juni weltweit ausgerollt wird, schaltet sich auf solchen Geräten automatisch aktiv.

Im Effizienz-Modus senkt Teams dynamisch die Videoauflösung und lädt für ausgewählte Chats statische Bilder statt vollständiger Nachrichtenverläufe – das schont den Arbeitsspeicher. Abschalten lässt sich der Modus in den Einstellungen. Hintergrund des Vorstoßes: Die Speicherpreise sind zuletzt wegen der hohen Nachfrage nach KI-Hardware deutlich gestiegen.

Blick in die Zukunft: K2-Initiative und schnellere Dateisuche

In den aktuellen Insider-Builds testet Microsoft weitere Optimierungen unter dem Codenamen K2. Geplant ist ein „sanftes Landen“ von Updates: Das System lernt die Nutzungsgewohnheiten, plant automatisch Ruhezeiten ein und bündelt Sicherheits-Patches, Treiber und Firmware in einem einzigen monatlichen Neustart.

Auch der Datei-Explorer wird überarbeitet. Auf herkömmlichen Festplatten (HDDs) sollen Ordnerlisten künftig bis zu 50 Prozent schneller laden. Das Kontextmenü wurde auf asynchrone Verarbeitung umgestellt – kein Einfrieren der Benutzeroberfläche mehr. Und die Suche lernt Tippfehler zu erkennen: Selbst bei falscher Eingabe findet Windows die gewünschte Anwendung.

KDE Plasma 6.7: Linux-Konkurrenz zieht nach

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Am 16. Juni 2026 veröffentlichte die KDE-Community die Version 6.7 ihrer Desktop-Umgebung Plasma. Die Neuerungen zielen vor allem auf Intel-GPUs und CPU-basierte Rendering-Anwendungen ab. Hinzu kommen schnellere virtuelle Desktop-Wechsel und ein überarbeitetes Software-Center.

Xbox-Modus: Weniger RAM, aber keine Mehrleistung

Der im Frühjahr eingeführte Xbox-Modus von Windows 11 verbraucht zwar weniger Arbeitsspeicher als die Standard-Konfiguration – einen messbaren Leistungsschub in Spielen liefert er jedoch nicht. Standardisierte Tests zeigten bei anspruchsvollen Titeln in verschiedenen Auflösungen identische durchschnittliche Bildraten in beiden Modi.