Microsoft adressiert damit gleich mehrere Dauerbrenner der Nutzerkritik.
Sieben native Apps erhalten neue Funktionen
Microsoft hat eine Reihe von Updates für die vorinstallierten Windows-11-Anwendungen veröffentlicht. Betroffen sind Rechner, Kamera, Uhr, Media Player, Paint, Fotos und Sound Recorder. Die Änderungen gehen weit über reine Bugfixes hinaus.
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Die Fotos-App erhält eine neue Funktion für KI-generierte Inhalte: Nutzer können künftig selbst entscheiden, ob Wasserzeichen automatisch gesetzt werden sollen, nie oder nur auf Nachfrage. Standardmäßig ist die Funktion deaktiviert. Paint unterstützt jetzt transparente Radierer und behebt lästige Probleme mit JPEG-Drehungen und Dateibeschädigungen.
Die Kamera-App zoomt jetzt besser und kann QR-Code-Links direkt in die Zwischenablage kopieren. Zudem wurden zusätzliche Videoauflösungen integriert. Die Uhr erlaubt nun bis zu drei gleichzeitige Countdowns – und der Timer läuft nach Ablauf ins Negative weiter, praktisch für Stoppuhr-Zwecke.
Kleinere, aber feine Verbesserungen: Der Rechner rechnet jetzt mit höherer Präzision bei Quadratwurzeln, der Media Player unterstützt benutzerdefinierte Untertitel, und der Sound Recorder zeigt Live-Wellenformen via Bluetooth an.
Juni-Update macht das System spürbar flotter
Mit dem Patch-Day-Update vom Juni 2026 (KB5094126) führt Microsoft ein sogenanntes „Low Latency Profile“ ein. Die Idee: Beim Starten von Anwendungen erhält die CPU einen kurzen, aber kräftigen Leistungsschub von ein bis drei Sekunden. Besonders deutlich wird das beim Öffnen des Datei-Explorers und der Einstellungen – zwei Bereiche, die Windows-Nutzern seit Jahren als zu träge gelten.
Weitere Neuerungen des Updates:
- Shared Audio: Zwei Bluetooth-Kopfhörer gleichzeitig verbinden und Audio teilen
- Multi-App-Webcam: Mehrere Anwendungen können parallel auf die Kamera zugreifen
- Task-Manager: Neue Anzeige für die Auslastung neuronaler Prozessoreinheiten (NPU) sowie Dark Mode für den Dialog „Neue Aufgabe ausführen“
- Schnellere Suche: Die Windows-Suche liefert bereits nach zwei eingegebenen Zeichen Ergebnisse – und verzeiht Tippfehler großzügiger
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Weniger Neustarts durch gebündelte Updates
Ein langjähriger Frustpunkt vieler Windows-Nutzer sind die häufigen Neustarts nach Updates. Microsoft testet in experimentellen Builds (etwa Build 26300.8687) eine Lösung: Treiber-, Firmware- und .NET-Updates sollen künftig in einem einzigen monatlichen Qualitätsupdate gebündelt werden. Das würde die Zahl erzwungener Neustarts deutlich reduzieren.
Im selben Test-Build gibt es auch eine praktische Neuerung für den Datei-Explorer: Ein Mittelklick auf die Adressleiste öffnet jetzt einen neuen Tab. Und das Emoji-Panel nutzt künftig Giphy als Standard-Anbieter für animierte Bilder.
Die Änderungen passen in Microsofts Strategie für 2026: mehr Zuverlässigkeit, bessere Performance und geringerer Ressourcenverbrauch – auch auf ARM-basierten Geräten. Ob die gebündelten Updates tatsächlich den Weg in die stabile Version finden, bleibt abzuwarten. Der Test zeigt aber: Microsoft hat den Frust der Nutzer verstanden.

