Windows 11 KB5094126: Menüs öffnen sich 70 Prozent schneller

Microsofts Juni-Patch KB5094126 beschleunigt Menüs um 70 Prozent und schließt 206 Sicherheitslücken, darunter drei aktive Zero-Day-Exploits.

Der neue Patch KB5094126 für Windows 11 bringt eine entscheidende Neuerung: Ein Low Latency Profile soll die Bedienung des Betriebssystems deutlich flüssiger machen. Seit dem 9. Juni rollt Microsoft das Update für die Versionen 24H2 und 25H2 aus.

Turbo-Modus für Startmenü und Co.

Das Herzstück des Juni-Updates ist ein intelligenter Leistungsmodus. Immer wenn der Nutzer das Startmenü, die Suche oder das Action Center öffnet, schaltet das System kurzzeitig auf Hochtouren. Für ein bis drei Sekunden werden die Prozessorkerne auf maximale Taktraten gebracht – gezielt nur dann, wenn es wirklich nötig ist.

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Die ersten Messungen sind vielversprechend: System-Menüs sollen sich nach dem Update bis zu 70 Prozent schneller öffnen. Auch alltägliche Programme starten spürbar fixer – hier verspricht Microsoft eine Leistungssteigerung von bis zu 40 Prozent. Der Clou: Der Turbo-Modus läuft im Hintergrund und benötigt keinen manuellen Eingriff. Wer trotzdem experimentieren möchte, kann die Funktion über spezielle Konfigurations-Tools von Drittanbietern aktivieren.

Praktische Neuerungen im Alltag

Neben der Performance-Optimierung hat Microsoft einige alltägliche Funktionen überarbeitet. Die Windows-Suche zeigt Ergebnisse jetzt bereits nach der Eingabe von nur zwei Zeichen an – ein echter Zeitgewinn für Vieltipper.

Für Hardware-Enthusiasten gibt es eine willkommene Erweiterung: Der Task-Manager zeigt ab sofort eigene Spalten für Neural Processing Units (NPUs) an. Damit haben Nutzer endlich im Blick, wie stark die spezialisierten KI-Chips ausgelastet sind.

Auch beim Thema Konnektivität legt Microsoft nach. Die neue Funktion „Shared Audio“ erlaubt die gleichzeitige Nutzung von zwei Bluetooth-Low-Energy-Geräten – etwa Kopfhörer und Lautsprecher parallel. Ebenfalls neu: Mehrere Anwendungen können jetzt gleichzeitig auf eine Kamera zugreifen. Bei Neuinstallationen von Windows 11 können Anwender zudem erstmals benutzerdefinierte Ordnernamen für ihre Benutzerprofile vergeben.

Rekordverdächtiges Sicherheitspaket

Mit 206 geschlossenen Sicherheitslücken stellt KB5094126 einen neuen Rekord auf. Besonders brisant: Drei der Schwachstellen waren als Zero-Day-Exploits bereits in freier Wildbahn aktiv. Darunter ein Angriff, der unter bestimmten Umständen die BitLocker-Verschlüsselung umgehen konnte.

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Kritisch einzustufen ist auch die als CVE-2026-45657 gelistete Lücke. Dabei handelt es sich um eine Sicherheitsanfälligkeit im Windows-Kernel, die eine Remotecodeausführung ermöglicht. Mit einem Schweregrad von 9,8 von 10 gehört sie zu den gefährlichsten Schwachstellen der letzten Monate.

Altbekannter Fehler endlich behoben

Microsoft hat mit dem Update zudem einen hartnäckigen Installationsfehler ausgemerzt. Der Fehlercode 0x800f0922 sorgte bei vielen Nutzern für Frust, da er Updates scheitern ließ. Wer Windows 11 neu aufsetzen möchte, profitiert ebenfalls: Das Media Creation Tool wurde auf den aktuellen Stand gebracht, sodass frische Installationen sofort alle Performance- und Sicherheitsverbesserungen enthalten.