Die Version KB5095093 bringt eine neue Funktion zur Systemwiederherstellung sowie zahlreiche Verbesserungen im Alltag. Der Rollout begann am 24. Juni 2026 – fast fünf Jahre nach dem ursprünglichen Start des Betriebssystems im Oktober 2021.
Neuer Rettungsanker: Point-in-Time Restore
Das Herzstück des Updates ist die Point-in-Time Restore-Funktion. Sie erstellt automatisch alle 24 Stunden vollständige Systemschnappschüsse, die für 72 Stunden vorgehalten werden. Mit diesen Snapshots lassen sich das Betriebssystem, installierte Anwendungen, Einstellungen und persönliche Dateien auf einen früheren Zustand zurücksetzen. Der gesamte Vorgang dauert etwa 40 Minuten.
Allerdings gibt es eine Hürde: Das System benötigt mindestens 200 Gigabyte freien Speicherplatz. Die Sicherungskopien belegen rund zwei Prozent der gesamten Festplattenkapazität.
Mehr Kontrolle über Updates
Microsoft hat auch das Update-Verhalten entschärft. Eine neue kalenderbasierte Pausenfunktion erlaubt es, Updates für bis zu 35 Tage auszusetzen – und das beliebig oft hintereinander. Ein langjähriger Kritikpunkt der Nutzer wurde ebenfalls adressiert: Das lästige „Hover-to-Open“-Verhalten der Widgets lässt sich nun deaktivieren. Auch der Datei-Explorer soll spürbar flotter arbeiten.
Weitere Neuerungen im Überblick:
- Konnektivität: Verbesserte Bluetooth-Synchronisation für Audiogeräte wie AirPods und Beats-Produkte
- Sprachsteuerung: Voice Access unterstützt jetzt Französisch, Deutsch und Spanisch
- GIF-Anbieter: Der integrierte Dienst wechselt zu GIPHY – die Umstellung soll bis zum 30. Juni 2026 abgeschlossen sein
- Hardware-Monitoring: Der Task-Manager zeigt nun auch die Auslastung von Neural Processing Units (NPUs) an, optimiert für Snapdragon-X2-Chips
Hardware-Anforderungen: 8 Gigabyte RAM reichen aus
Seit dem KB5095093-Update können Sie Systemabstürze mit Point-in-Time Restore rückgängig machen. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie die Funktion aktivieren und Ihre Daten in 40 Minuten wiederherstellen. Kostenlose Anleitung anfordern
Microsoft hat seine Hardware-Empfehlungen überarbeitet. Für alltägliche Aufgaben genügen nun 8 Gigabyte Arbeitsspeicher. Grund dafür ist ein neues Profil für niedrige Latenzzeiten, das das System speziell für Geräte mit weniger RAM optimiert.
Für Windows-10-Nutzer gibt es eine wichtige Erinnerung: Der Support für das Vorgängersystem endete bereits am 14. Oktober 2025. Ein kostenloser Umstieg auf Windows 11 ist weiterhin möglich – sofern die Hardware die Mindestanforderungen erfüllt. Wer den Wechsel wagt, hat zehn Tage Zeit, um zum alten System zurückzukehren.
Version 25H2 rollt automatisch aus
Parallel zum Juni-Update startet Microsoft den breiten Rollout von Windows 11 Version 25H2. Diese Version wird nun automatisch auf alle berechtigten Home- und Professional-Geräte ausgespielt, die nicht von Unternehmens-IT-Abteilungen verwaltet werden. Der Support für Version 25H2 läuft voraussichtlich bis zum 12. Oktober 2027.
Marktposition und Ausblick
Mitte 2026 läuft Windows 11 auf über 60 Prozent aller PCs. Das System gilt als ausgereift, doch Microsoft arbeitet bereits am nächsten großen Wurf. Erste Vorschauversionen von Version 26H2 (Build 26300.8697) sind im Windows-Insider-Programm verfügbar.
Die finale Version wird für Herbst 2026 erwartet. Zu den meistgewünschten Neuerungen gehört die Möglichkeit, Web-Suchergebnisse in der Systemsuche zu deaktivieren – ein langjähriger Wunsch von Nutzern, die lieber nur lokale Dateien durchsuchen möchten.
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Bekanntes Problem: OLE-Automation
Trotz der vielen Verbesserungen hat Microsoft auf ein bekanntes Problem hingewiesen: Ein Fehler in der OLE-Automation kann dazu führen, dass bestimmte Drittanbieter-Anwendungen Microsoft-Office-Komponenten nicht starten können. Professionelle Anwender sollten zudem beachten: Der Support für Version 24H2 endet planmäßig im Oktober 2026.

