Der neueste Vorschau-Update für Windows 11 bringt eine Funktion, die viele Nutzer seit Jahren vermissen: die zeitpunktgenaue Wiederherstellung des gesamten Systems.
Microsoft hat am Dienstag das kumulative Update KB5095093 für Windows 11 veröffentlicht. Es enthält eine Reihe neuer Werkzeuge zur Systemwiederherstellung und Verbesserungen der Benutzeroberfläche. Die Aktualisierung richtet sich an die Versionen 24H2 und 25H2 und markiert den Start der allgemeinen Verfügbarkeit der Point-in-Time-Restore-Funktion.
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Systemwiederherstellung in Minuten
Die wichtigste Neuerung des Updates ist Point-in-Time Restore. Diese Funktion erlaubt es, das Betriebssystem, installierte Anwendungen und lokale Dateien innerhalb weniger Minuten auf einen früheren Zustand zurückzusetzen. Das System erstellt automatisch alle 24 Stunden einen Wiederherstellungspunkt und bewahrt diesen für 72 Stunden auf.
Der Dienst nutzt dabei maximal zwei Prozent des verfügbaren Speicherplatzes. Bei Heimgeräten und nicht verwalteten Pro-Geräten mit einer Systempartition von mindestens 200 Gigabyte ist die Funktion standardmäßig aktiviert. Derzeit lässt sich die Wiederherstellung nur über die Windows-Wiederherstellungsumgebung starten. Microsoft plant jedoch, künftig auch einen Fernzugriff über Intune für verwaltete Umgebungen zu ermöglichen. Enterprise- und Education-Editionen sollen mit dem 26H2-Release einen eigenen Implementierungsweg erhalten.
Windows-Suche: Mehr Kontrolle für Nutzer
Microsoft reagiert auf langjährige Nutzerwünsche zur Windows-Suche. In der aktuellen Testversion 26300.8697 (26H2) befindet sich eine versteckte Einstellung, mit der sich Bing-Web-Ergebnisse aus der Suche entfernen lassen. Bislang war diese Kontrollmöglichkeit weitgehend auf den Europäischen Wirtschaftsraum beschränkt. Der Build enthält zudem einen Schalter, um Vorschläge aus dem Microsoft Store zu unterdrücken.
Für die zweite Jahreshälfte 2026 sind weitere Leistungsverbesserungen geplant. Die Version 26H2 soll einen neu entwickelten Indexer enthalten, der die CPU-Auslastung im Hintergrund um 30 Prozent senkt und gleichzeitig die Dateisuche beschleunigt. Erste Tests zeigen, dass die Suchoberfläche zudem toleranter gegenüber Tippfehlern wird und lokale Dateien stärker gewichtet als Web-Vorschläge.
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Praktische Verbesserungen für den Alltag
Das Update vom 23. Juni bringt zudem mehrere Verfeinerungen, die voraussichtlich bis Juli 2026 allgemein verfügbar sein werden:
- Flexiblere Update-Pause: Eine neue kalenderbasierte Funktion erlaubt es, System-Updates bis zu 35 Tage zurückzustellen.
- Barrierefreiheit: Die neue Bildschirmtönung reduziert Augenbelastung durch Farbfilter, und die Bildschirmlupe erhielt verbesserte Zoom-Funktionen.
- Optimierte Oberfläche: Das Widgets-Panel wurde „leiser“ gestaltet – die Funktion zum Öffnen durch Darüberfahren entfällt, Benachrichtigungs-Badges werden minimiert. Das Emoji-Panel ist nun mit GIPHY verknüpft.
- Stabilere Verbindungen: Bluetooth-Fixes beheben Synchronisationsprobleme bei der Mikrofon-Stummschaltung, beschleunigen das Pairing von AirPods und adressieren Mikrofon-Probleme bei Beats Studio Pro.
- Mehrsprachige Sprachsteuerung: Die Sprachzugriffs-Funktion unterstützt jetzt Französisch, Deutsch und Spanisch.
Diese Funktionen sind derzeit als optionale Vorschau verfügbar. Der verpflichtende Rollout ist für den Juli-Patch-Tuesday-Zyklus vorgesehen. Das Update KB5095093 behebt zudem verschiedene Fehler im Papierkorb, bei Secure Boot und in der Adressleiste des Datei-Explorers.

