Microsoft hat ein umfangreiches optionales Update für Windows 11 veröffentlicht. Die Versionen 24H2 und 25H2 erhalten mit KB5101684 insgesamt 42 Korrekturen – plus grundlegende Neuerungen bei Sicherheit, Datei-Explorer und Systemleistung.
Das Update rollt seit dem 29. und 30. Juli 2026 aus. Im Fokus stehen verbesserte biometrische Sicherheit, ein modernisierter Datei-Explorer und spürbare Performance-Optimierungen.
Windows Hello wird sicherer – auch für externe Scanner
Ein zentrales Feature der neuen Builds ist der erweiterte Support für Windows Hello Enhanced Sign-in Security (ESS). Nach einer ersten Ankündigung im Januar 2026 unterstützt Microsoft nun ausgewählte externe Fingerabdruckscanner. Wer also keinen integrierten Sensor im Gerät hat, kann trotzdem auf biometrische Authentifizierung setzen – sofern die Hardware kompatibel ist.
Auch die Sprachsteuerung Voice Access profitiert vom Update. Eine neue Funktion namens Voice Isolation filtert Hintergrundgeräusche in drei Stufen, sodass Befehle auch in lauten Umgebungen zuverlässig erkannt werden. Zudem beherrscht der Dienst jetzt Koreanisch.
Datei-Explorer: WinUI 3 und praktische Neuerungen
Microsoft treibt die Modernisierung der Windows-Oberfläche voran. Der überarbeitete Eigenschaften-Dialog des Datei-Explorers basiert komplett auf WinUI 3, wie Design-Direktor March Rogers bestätigte. Parallel dazu benennt der Konzern WinUI 3 schlicht in „WinUI“ um – ein Signal für langfristige Kontinuität.
Die konkreten Änderungen im Datei-Explorer (Builds 26100.8973 und 26200.8973) im Überblick:
- Dateigrößen werden jetzt in KB, MB und GB in der Tabellenansicht angezeigt
- Mittelklick öffnet Ordner in neuen Tabs
- Tippfehler-tolerante Suche: Ergebnisse bereits ab zwei Zeichen oder Teilnamen
- Verbesserte Miniaturansichten und stabilere explorer.exe-Prozesse – Schluss mit langsamen Ladezeiten und Abstürzen
Selbst der Ausführen-Dialog wurde optimiert: Die Ladezeit sank von 103 auf 94 Millisekunden. Ein kleiner, aber feiner Fortschritt.
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Leistung: Startmenü schneller, Energiesparer kehrt zurück
Das Juli-Update räumt mit mehreren Performance-Bremsen auf. Das Startmenü startet nun zuverlässiger und lädt schneller. Ein willkommener Schritt – denn Windows 11 benötigt im Leerlauf oft zwischen 3,5 und 4,5 GB RAM. Auf Systemen mit nur 8 GB Arbeitsspeicher wird das schnell zum Engpass.
Weitere technische Verbesserungen:
- Automatische Energiespar-Schwellenwerte wurden wiederhergestellt
- Energieeinstellungen gelten jetzt global über alle Stromsparpläne hinweg
- Aktualisierte Sommerzeit-Daten für Beirut, Casablanca, Jerusalem und Nuuk
- Schnellerer Druck über Internet Printing Protocol per USB (IPPS)
- Stabilitätskorrekturen für virtuelle Maschinen und die Remote-Desktop-Zwischenablage
Während Microsoft die Systemleistung optimiert, scheitern viele Nutzer bereits an der ersten Hürde – der Installation auf älterer Hardware. Dieser kostenlose Leitfaden enthüllt den legalen Weg, wie Sie das neue Betriebssystem auch auf offiziell inkompatiblen Geräten schnell und sicher installieren. Windows 11 ohne neue Hardware installieren
OneDrive Photos: Neues App-Design mit Gesichtserkennung
Parallel zu den System-Updates rollt Microsoft die neue OneDrive Photos App für Windows 11 aus. Seit dem 29. Juli wird sie automatisch installiert – und indexiert lokale Bilder, selbst wenn kein Microsoft-Konto angemeldet ist.
Die App enthält ein „Personen“-Tool, das per biometrischem Scan Gesichter gruppiert. Auf Copilot+-PCs erfolgt die Verarbeitung lokal auf der Neural Processing Unit (NPU). Bei Standard-PCs bleibt unklar, ob die Daten lokal oder in der Cloud verarbeitet werden. Kritisch: Die Funktion lässt sich nur dreimal pro Jahr deaktivieren, und die App kann nicht unabhängig vom OneDrive-Client deinstalliert werden.
Das optionale Update ist jetzt über Windows Update verfügbar. Der breite Rollout ist für August 2026 geplant. Der Support für Windows 11 24H2 Home und Pro endet übrigens am 13. Oktober 2026.

