Windows 11 KB5127936: Microsoft aktiviert Speicherintegrität automatisch

Das Vorschau-Update KB5127936 aktiviert Speicherintegrität schrittweise und erprobt einen beschleunigten Edge-Warmstart.

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Microsoft hat am 16. Oktober 2026 im Release Preview Channel das Insider-Update KB5127936 bereitgestellt. Mit dieser Aktualisierung forciert das Unternehmen die automatische Aktivierung der Speicherintegrität, auch bekannt als Hypervisor-Protected Code Integrity (HVCI), unter Windows 11. Die Änderung betrifft Systeme mit den Vorschau-Versionen Windows 11 25H2 (Build 26200.9807) sowie 26H2 (Build 26300.9807).

Die Schutzfunktion wird nach Angaben des Unternehmens schrittweise und ausschließlich auf Geräten aktiviert, welche die technischen Anforderungen erfüllen. Im Vorfeld der Freischaltung prüft das Betriebssystem vorhandene Virtualisierungsfunktionen, die Firmware sowie die Treiberkompatibilität des jeweiligen Systems.

Sofern Administratoren entsprechende Richtlinien für ein Gerät definiert haben, behalten diese Vorrang vor dem Automatismus. Zudem weist Microsoft darauf hin, dass im Zuge der Aktivierung ein Neustart des Rechners erforderlich sein kann.

Überprüfung des Sicherheitsstatus und Systemkorrekturen

Nutzer und Systemverwalter können den aktuellen Status der Kernisolierung über die Windows-Sicherheitsoberfläche unter dem Pfad für Gerätesicherheit einsehen. Alternativ lässt sich der Status über die PowerShell über die Klasse Win32_DeviceGuard abfragen: Ist die Funktion aktiv und lauffähig, gibt die Eigenschaft SecurityServicesRunning den Wert 2 zurück.

Neben der erweiterten Sicherheitsfunktion beinhaltet das Update KB5127936 auch technische Fehlerbehebungen für den Remotedesktop, die BitLocker-Verschlüsselung und die Sicherheitsfunktion Smart App Control.

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Beschleunigter Anwendungsstart für Microsoft Edge

Parallel zu den Sicherheitsverbesserungen testet Microsoft in demselben Vorschau-Build eine Funktion zur Startbeschleunigung unter der Bezeichnung Accelerated App Launch. Die Neuerung steht für Windows 11 25H2 und 26H2 bereit und konzentriert sich zunächst auf den hauseigenen Browser Edge.

Die Optimierung greift ausschließlich bei einem Warmstart, wenn die Anwendung bereits im Hintergrund des Systems vorgehalten wird. Nach einem vollständigen Kaltstart, etwa direkt nach einem Systemneustart, bleibt das Verhalten unverändert.

Technisch leitet das Betriebssystem die Startanfragen direkt an das registrierte Anwendungsfenster weiter, anstatt zuvor einen temporären Prüfprozess zu durchlaufen. Edge dient dabei als erstes Anwendungsbeispiel; eine spätere Ausweitung auf weitere Windows-Programme ist möglich.

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Die Beschleunigungsfunktion setzt auf bestehenden Mechanismen wie dem Preloading für Edge und den Datei-Explorer sowie dem Low Latency Profile auf. Die zugrunde liegende Programmierschnittstelle wird derzeit als eingeschränktes Leistungsmerkmal geführt, das über einen Microsoft-Token abgesichert ist. Schnittstellen für Anwendungen von Drittanbietern existieren bislang nicht.

In Tests von Windows Latest auf einer virtuellen Maschine mit 4 GB Arbeitsspeicher öffnete sich Edge nach dem Update deutlich schneller, während im Hintergrund Anwendungen wie Microsoft Paint und der Windows Store liefen. Quantitative Angaben zu den genauen Geschwindigkeitszuwächsen veröffentlichte Microsoft jedoch nicht.

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