Windows 11: Kritische Sicherheitslücke CVE-2026-41089 aktiv ausgenutzt

Microsoft räumt Performance-Schwächen bei Windows 11 ein und startet Auslieferung eines neuen Low-Latency-Profils.

Gleichzeitig kämpft Windows 11 mit neuen Sicherheitslücken und Stabilitätsproblemen.

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„Low Latency Profile“ soll Ruckler beseitigen

Microsoft hat eingeräumt, dass Windows 11 seit Jahren mit Leistungsproblemen kämpft. Mit dem optionalen Update KB5089573 vom 26. Mai 2026 beginnt nun die Auslieferung eines sogenannten „Low Latency Profile“. Die Funktion erhöht kurzzeitig die CPU-Frequenz für ein bis drei Sekunden – genau dann, wenn der Nutzer etwa das Startmenü öffnet, die Suchfunktion nutzt oder den Edge-Browser startet.

Die Maßnahmen sind Teil eines größeren Projekts namens „K2″, bei dem Microsoft den Kern des Betriebssystems grundlegend überarbeitet. Erste technische Daten zeigen: Die Startzeiten von Anwendungen sollen sich um bis zu 40 Prozent verbessern, Systeminteraktionen sogar um bis zu 70 Prozent. Das Feature ist standardmäßig aktiviert, die Auswirkungen auf die Akkulaufzeit bleiben laut Microsoft minimal. Künftig soll die Performance-Optimierung auch für Drittanbieter-Apps verfügbar sein.

Stabilitätsprobleme nach Mai-Updates

Doch während Microsoft an der Performance schraubt, melden Nutzer neue Probleme. Seit dem 3. Juni häufen sich Berichte über langsamere Bootzeiten, System-Ruckler und sogenannte „Driver Power State Failure“-Fehler. Analysen von Systemabstürzen deuten auf Inkompatibilitäten mit Nvidia-Grafiktreibern nach den jüngsten Updates hin. Auch Microsofts Continuous Feature Rollout (CFR)-System bereitet Kopfzerbrechen: Bei einigen Nutzern aktivieren sich neue Funktionen ohne erkennbaren Grund nicht.

Kritische Sicherheitslücke wird aktiv ausgenutzt

Parallel dazu droht ernste Gefahr von außen. Eine Schwachstelle im Netlogon-Dienst – bekannt als CVE-2026-41089 mit einem CVSS-Score von 9,8 – wird derzeit aktiv ausgenutzt. Der Fehler erlaubt nicht authentifizierten Angreifern die Ausführung von Code mit SYSTEM-Rechten auf Domänencontrollern. Microsoft hatte zwar bereits am 12. Mai einen Patch ausgeliefert, doch das belgische Zentrum für Cybersicherheit warnte am 29. Mai vor aktiven Angriffen. Administratoren wird dringend geraten, die kumulativen Mai-Updates zu installieren.

KI-Verwaltung und Service-Wiederherstellung

Auf der Build-2026-Konferenz am 3. Juni positionierte Microsoft Windows 11 zudem als zentrale Plattform für lokale KI-Entwicklung. Der Insider-Build 26300.8553 aus Ende Mai enthält eine versteckte Seite namens „AI Components“ in den Systemeinstellungen. Dort können Nutzer Details zu lokalen KI-Modellen wie Phi Silica einsehen und diese bei Bedarf deinstallieren – eine Reaktion auf die scharfe Kritik an der stillen Installation von KI-Modellen auf Copilot+-PCs.

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Ebenfalls am 3. Juni konnte Microsoft eine großflächige Störung beheben, die den Zugriff auf Office- und Teams-Dateien weltweit blockiert hatte. Nutzer in Nordamerika, Europa und Asien konnten stundenlang nicht auf OneDrive und SharePoint Online zugreifen. Ursache war eine fehlerhafte Bereitstellung im Microsoft-Entra-ID-Dienst, die inzwischen zurückgerollt wurde.

Pflicht-Update für alle Nutzer angekündigt

Für den 9. Juni erwartet die Nutzer ein obligatorisches Sicherheitsupdate für alle Windows-11-Versionen. Es wird sowohl die neuen Performance-Profile als auch die kritischen Sicherheitspatches enthalten.