Windows 11: Lizenzkosten steigen um bis zu 10 Prozent für OEM

Microsoft verteuert Windows-11-Lizenzen für PC-Hersteller um bis zu zehn Prozent. Erste Anbieter planen Preisanpassungen für Endkunden.

Microsoft hat eine Anpassung der Lizenzkosten für das Betriebssystem Windows 11 angekündigt. Die Erhöhung der Gebühren für Erstausrüster (OEM) beläuft sich auf 7 bis 10 Prozent und ist bereits seit Juli 2026 wirksam. Diese Maßnahme hat erste Auswirkungen auf die Preisgestaltung von PC-Hardware, da namhafte Hersteller die Mehrkosten bereits als Faktor für steigende Endkundenpreise identifiziert haben.

Fokus auf leistungsstarke Systeme und Prozessoren

Die neue Preisstruktur von Microsoft sieht insbesondere für leistungsfähige Hardware höhere Kosten vor. Berichten der United Daily News (UDN) und der Economic Daily News (EDN) zufolge sind Systeme mit High-End-Prozessoren stärker von den Aufschlägen betroffen. Konkret werden hierbei Geräte genannt, die mit Intel-Prozessoren der Serien Core i7 und Core i9 oder mit AMD-Modellen der Reihen Ryzen 7 und Ryzen 9 ausgestattet sind.

Diese Strategie führt dazu, dass schnellere und teurere Computer überproportional durch die gestiegenen Lizenzgebühren belastet werden. Die Informationen über diese gezielte Preisgestaltung für leistungsstarke Komponenten wurden bereits Anfang Juli 2026 bekannt und manifestieren sich nun in den Kalkulationen der Hardware-Partner.

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Reaktionen der Hardware-Hersteller

Erste Unternehmen aus der Hardware-Branche haben bereits auf die veränderten Konditionen reagiert. Der Hersteller Framework gab an, seine Preise anzupassen, und nannte die höheren Windows-Lizenzgebühren explizit als einen der wesentlichen Preistreiber für die eigene Hardware. Bereits Ende Juli 2026 wurde die Relevanz dieser Gebührenanpassung für die Kalkulation neuer Geräte deutlich.

Auch für den asiatischen Markt zeichnen sich konkrete Folgen ab. Berichten zufolge planen die Hersteller Asus und Acer für das dritte Quartal 2026 Preiserhöhungen von etwa 5 Prozent für PCs in Taiwan. Branchenanalysten gehen davon aus, dass die Preise für Computer im dritten Quartal 2026 insgesamt um diesen Prozentsatz steigen könnten, da die Hersteller versuchen, die gestiegenen Fixkosten für Software-Lizenzen abzufangen.

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Stabilität im Einzelhandel bei rückläufigem Gesamtmarkt

Im Gegensatz zu den Gebühren für Erstausrüster bleiben die Preise für Windows 11 im direkten Einzelhandel bislang unverändert. In Deutschland werden die Lizenzen weiterhin für 145 Euro in der Home-Version und für 259 Euro in der Pro-Variante angeboten. In den USA liegen die Einzelhandelspreise stabil bei 139 US-Dollar für Windows 11 Home sowie bei 199 US-Dollar für die Pro-Version.

Die Verteuerung im OEM-Sektor trifft die Branche in einer Phase moderater Marktdynamik. Im zweiten Quartal 2026 wurden weltweit insgesamt 65 Millionen PC-Einheiten ausgeliefert. Dies entspricht einem Rückgang von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (YoY). Während die Stückzahlen sinken, könnten die durchschnittlichen Verkaufspreise durch die neuen Lizenzvorgaben von Microsoft in den kommenden Monaten weiter steigen.