Windows 11: Microsoft entfernt WMIC-Kommandozeile ab sofort

Microsofts neues Windows-11-Update eliminiert WMIC und das Drag-Tray-Feature. Zusätzlich behebt es Defender-Abstürze und verbessert die Performance.

Microsoft hat im Rahmen aktueller Systemaktualisierungen tiefgreifende Änderungen an der Architektur von Windows 11 vorgenommen. Mit der Bereitstellung des Preview-Updates KB5120998 am 18. August 2026 wurde die Kommandozeilen-Schnittstelle WMIC (wmic.exe) für die Systemversionen 24H2 und 25H2 aus dem Betriebssystem entfernt.

Dieser Schritt markiert das Ende einer Übergangsphase, da das Werkzeug bereits seit dem Jahr 2024 als veraltet eingestuft war. Während die zugrunde liegende Infrastruktur Windows Management Instrumentation (WMI) bestehen bleibt, hat der Wegfall der ausführbaren Datei unmittelbare Auswirkungen auf die Systemadministration.

Ende der WMIC-Ära und Umstieg auf die PowerShell

Die Entfernung von wmic.exe betrifft eine Vielzahl administrativer Prozesse. Da Skripte, die auf wmic-Befehlen basieren, durch die Systemänderung funktionsunfähig werden können, empfiehlt das Unternehmen den dringenden Umstieg auf die PowerShell als primäres Ersatzwerkzeug. Die Abkehr von der klassischen Kommandozeilen-Schnittstelle ist Teil einer langfristigen Strategie zur Modernisierung der Systemverwaltung.

Die Bereinigung des Codes zeigt sich auch in verschiedenen Test-Zweigen des Betriebssystems. In den Beta-Builds 28020.2731 und 28120.2738 für die Version 26H1 sowie im Build 26220.9202 (25H2) wurde WMIC konsequent gestrichen.

Neben diesen infrastrukturellen Maßnahmen adressieren die Updates auch Stabilitätsprobleme, darunter Abstürze in den Systemeinstellungen bei Benachrichtigungen sowie Fehler in der Lupen-Funktion (Magnifier). Ein bekanntes Problem bleibt jedoch bestehen: Der Titel PUBG startet in diesen Versionen derzeit nicht.

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Rückzug der Drag-Tray-Funktion nach Nutzerkritik

Ein weiteres markantes Merkmal der aktuellen Aktualisierungen ist die Entfernung des sogenannten Drag Trays (auch Drop Tray genannt). Dieses Feature wurde seit Februar 2025 in Insider-Versionen getestet und sollte das Verschieben von Dateien zwischen verschiedenen Fenstern und Tabs vereinfachen. Nach über einem Jahr Testlaufzeit und mehrfachen Anpassungen zieht Microsoft die Funktion nun zurück.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung war negatives Feedback aus der Nutzerschaft. Anwender berichteten, dass die automatische Einblendung des Trays beim Ziehen von Dateien den Arbeitsfluss im Datei-Explorer massiv störte, insbesondere beim Navigieren zwischen verschiedenen Tabs. Zudem war die funktionale Reichweite begrenzt, da lediglich eine geringe Anzahl an Anwendungen wie Outlook, Microsoft Teams und WhatsApp unterstützt wurde.

Optimierungen im Datei-Explorer und der Systemsicherheit

Trotz der Streichung bestimmter Funktionen enthalten die neuen Builds zahlreiche Verbesserungen für die Benutzererfahrung. Der Datei-Explorer weist eine beschleunigte Ladezeit der Startseite auf und zeigt Dateigrößen nun dynamisch in den Einheiten KB, MB oder GB an.

Eine Erweiterung der Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) ermöglicht es zudem, auf bereits gespeicherte WLAN-Profile zuzugreifen, was die Systemrettung in vernetzten Umgebungen erleichtert.

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Im Bereich der Systemsicherheit gab es Mitte August Berichte über Probleme mit Windows Defender. Bei verschiedenen Nutzern brachen Virenscans mit dem Fehlercode 0xc0000005 ab. Microsoft reagierte hierauf am 19. August 2026 mit dem Security Intelligence Update v1.457.236.0, welches den Absturz behebt. Experten raten betroffenen Anwendern, die Signatur-Updates zu aktualisieren, anstatt eine Neuinstallation des Betriebssystems in Erwägung zu ziehen.

Zusätzlich führt Microsoft in experimentellen Builds neue Datenschutz-Kontrollen ein. Diese ermöglichen es, Berechtigungen für Kamera, Mikrofon und Standort gezielt für einzelne Win32-Anwendungen wie den Edge- oder Brave-Browser zu vergeben.

Zur Steigerung der Systemleistung wurde ein neues Low-Latency-Profil implementiert, das den Start von Anwendungen um bis zu 70 % beschleunigen kann. Diese Optimierungen zielen insbesondere darauf ab, die Performance auf Systemen mit einer Basiskonfiguration von 8 GB RAM zu verbessern.