Microsoft hat die Entwicklung von Windows 11 mit der Veröffentlichung von fünf neuen Insider-Builds für verschiedene Testkanäle vorangetrieben. Im Zentrum der Aktualisierungen stehen der Experimental-Kanal sowie Anpassungen für Beta-Tester und zukünftige Plattform-Generationen.
Die neuen Versionen umfassen die Builds Experimental 26340.9212, Beta 26220.9202, Beta 26H1 28020.2731, Experimental 26H1 28120.2738 sowie Future Platforms 29648.1000.
Umfassende Neugestaltung des Datei-Explorers
Eine der wesentlichen Neuerungen betrifft den Build 26340.9212 für den Experimental-Kanal. Microsoft führt hier ein redesignetes Kontextmenü im Datei-Explorer ein. Ziel der Überarbeitung sei es, die Benutzeroberfläche weniger überladen zu gestalten und die Geschwindigkeit zu erhöhen.
Den Angaben zufolge bietet das neue Menü erweiterte Anpassungsmöglichkeiten, zu denen auch Optionen gehören, das klassische Windows-10-Layout wiederherzustellen oder spezifische Aktionen gezielt ein- und auszublenden.
Während das neue Menü ab sofort an Teilnehmer des Insider-Programms verteilt wird, wird die allgemeine Verfügbarkeit für die breite Nutzerschaft im kommenden Herbst erwartet. Neben den visuellen Anpassungen enthält dieser Build auch die Unterstützung für Emoji 17.0 sowie einen modernisierten Magnifier. Zudem wurde die „Get Started“-App erweitert und Fehler in der Bildvorschau sowie beim japanischen Input Method Editor (IME) behoben.
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Funktionale Streichungen und Sicherheitsanpassungen
Mit den aktuellen Builds vollzieht Microsoft auch deutliche Einschnitte bei bestehenden Funktionen. Die sogenannte Drag-Tray-Funktion, die das Teilen von Dateien vereinfachen sollte, wurde aus den Insider-Builds entfernt. Das Unternehmen reagierte damit auf Nutzerfeedback; die Funktion befand sich zuvor über ein Jahr lang in der Testphase. Ein Ersatz durch eine zukünftige Lösung sei in Planung.
Eine weitere tiefgreifende Änderung betrifft die Windows Management Instrumentation Command-line (WMIC). Diese wird in Windows 11 nicht mehr als „Feature on Demand“ zur Verfügung gestellt und vollständig entfernt.
Als Grund nennt Microsoft Sicherheitsrisiken. Während die zugrunde liegende Windows Management Instrumentation (WMI) weiterhin unterstützt wird, empfiehlt das Unternehmen den Umstieg auf die PowerShell als primäres Werkzeug für administrative Aufgaben.
Neuerungen im Beta-Kanal und für zukünftige Plattformen
Auch der Beta-Kanal erhält funktionale Updates. Der Build 26220.9202 soll einen schnelleren Start des Datei-Explorer-Home-Bereichs ermöglichen. Eine signifikante technische Neuerung ist die WLAN-Unterstützung innerhalb der Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE).
Zudem wurde das Suchfeld in diesem Build um 4 Pixel vergrößert. Die Builds 26220.9202 (25H2) und 28020.2731 (26H1) konzentrieren sich darüber hinaus auf allgemeine Stabilitätsverbesserungen.
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Für den Bereich der „Future Platforms“ wurde der Build 29648.1000 bereitgestellt. Auch hier wurden WMIC und die Drag-Tray-Funktion entfernt. Hinzu kommen Anpassungen an der Benutzeroberfläche der Windows-Sicherheit sowie Korrekturen für den Magnifier und Probleme mit sich verschiebenden UI-Elementen. Microsoft weist jedoch auf bekannte Probleme in dieser Version hin, darunter ein blinkender Mauszeiger sowie der Update-Fehler 0x80070005.
Abschließend wurde bekannt, dass Microsoft die Flugzertifikate für die Insider-Builds erneuert hat. Im Experimental-Kanal gebe es derzeit jedoch noch Probleme mit sogenannten Feature-Flags, die den Zugriff auf bestimmte Funktionen beeinflussen können. Das Rollout der Startmenü-Population wurde im Build 26340.9212 ebenfalls angepasst, um die Verteilung der Inhalte zu optimieren.

