Windows 11: Microsoft rollt komplett neues Startmenü aus

Microsoft verteilt das grundlegend überarbeitete Startmenü für Windows 11 an mehr Nutzer. Die Oberfläche kombiniert angeheftete Apps, Empfehlungen und alle Programme in einer scrollbaren Ansicht mit automatischer Sortierung.

Microsoft beschleunigt die Verbreitung seines grundlegend überarbeiteten Startmenüs für Windows 11. Die neue, automatisch kategorisierende Oberfläche erreicht nun breitere Nutzerkreise. Das Update zielt darauf ab, die Organisation zu verbessern und den Arbeitsfluss zu optimieren.

Das überarbeitete Startmenü wird seit den Sicherheitsupdates vom Januar 2026 an mehr PCs ausgeliefert. Es handelt sich um eine der größten visuellen und funktionalen Änderungen an der Kernoberfläche seit dem Start des Betriebssystems. Die neue, einheitliche Design bündelt alles in einer einzigen, scrollbaren Ansicht. Sie integriert angeheftete Apps, einen anpassbaren Empfehlungsbereich und die komplette Liste aller installierten Programme. Damit entfällt der Klick auf den separaten „Alle Apps“-Button – ein häufiger Kritikpunkt am ursprünglichen Windows-11-Design. Da es sich um einen gestaffelten Rollout handelt, kann die Verfügbarkeit selbst nach der Installation der neuesten Updates variieren.

Ein einheitliches Design für alle Bildschirme

Das Herzstück des Redesigns ist eine einseitige Oberfläche mit drei klar getrennten Bereichen. Oben finden Nutzer ihre gewohnten angehefteten Apps, die weiterhin in Ordnern organisiert werden können. Darunter liegt der Empfehlungsbereich, der kürzlich geöffnete Dateien und häufig genutzte Programme vorschlägt. Auf Nutzerfeedback hin kann dieser Bereich nun minimiert oder komplett deaktiviert werden.

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Die wichtigste Neuerung ist die Integration der „Alle Apps“-Liste direkt in die Hauptfläche des Startmenüs. Dieser scrollbare Bereich macht jedes Programm mit einem Klick erreichbar. Das gesamte Startmenü ist jetzt responsiv. Seine Größe und die Anzahl der angezeigten Spalten passen sich automatisch an die Bildschirmgröße und Auflösung des Geräts an – optimiert für kleine Tablets ebenso wie für große Desktop-Monitore.

Intelligente Ordnung durch automatische Kategorien

Ein zentrales Merkmal ist die Einführung mehrerer Ansichten für die App-Liste. Die Standardansicht ist „Kategorien“. Sie gruppiert Programme automatisch in logische Ordner wie „Produktivität“, „Unterhaltung“ oder „Dienstprogramme“. Dieses System, das mindestens drei verwandte Apps benötigt, um eine Kategorie zu bilden, soll einen organisierten Überblick bieten – ähnlich wie App-Bibliotheken auf mobilen Betriebssystemen.

Für traditionelle Navigation steht die „Listen“-Ansicht mit einer einfachen alphabetischen Liste bereit. Eine neue „Raster“-Ansicht zeigt Apps ebenfalls alphabetisch, aber mit größeren Symbolen zur leichteren visuellen Erfassung. Das System merkt sich die zuletzt verwendete Ansicht. Dieser Multi-View-Ansatz bringt eine dringend benötigte Personalisierungsebene, die im ersten Release von Windows 11 fehlte.

Feinschliff in den Insider-Kanälen

Während das neue Startmenü nun die breite Nutzerschaft erreicht, verfeinert Microsoft die Funktionen weiter im Windows Insider Program. Der neueste Build im Canary-Kanal vom 14. Januar 2026 behebt etwa ein Problem, bei dem die Auswahl eines Elements in einem angehefteten Ordner diesen unsichtbar machen konnte. Auch aktuelle Builds für die Dev- und Beta-Kanäle enthalten Fehlerbehebungen für Stabilität und Interaktion.

Diese kontinuierliche Entwicklung in den Vorschaukanälen zeigt, dass Microsoft aktiv Bugs behebt und die Nutzererfahrung glättet. Solche, wenn auch kleinen, Korrekturen sind entscheidend für die Stabilität einer so zentralen Systemkomponente. Ihre Präsenz in den neuesten Test-Builds lässt auf weitere schrittweise Verbesserungen in den kommenden monatlichen Updates hoffen.

Eine Antwort auf anhaltende Kritik

Das redesignete Startmenü wird weithin als direkte Reaktion Microsofts auf die anhaltende Kritik am ursprünglichen Windows-11-Design gesehen. Viele langjährige Nutzer sahen darin einen Rückschritt in Sachen Anpassbarkeit und Effizienz im Vergleich zu den Live-Kacheln und konfigurierbaren Gruppen von Windows 10.

Der neue Ansatz sucht einen Mittelweg. Er behält das moderne, zentrierte Erscheinungsbild von Windows 11 bei, führt aber ein höheres Maß an Organisation und schnellerem App-Zugriff wieder ein. Besonders die automatische Kategorisierung ist bemerkenswert. Sie nutzt eine vordefinierte Liste, um fast jede App aus dem Microsoft Store in relevante Gruppen zu sortieren – und reduziert so den manuellen Aufwand für den Nutzer. Indem Microsoft den Empfehlungsbereich optional macht und alle Apps in den Vordergrund rückt, gibt es den Nutzern mehr Kontrolle über ihr primäres Navigationswerkzeug zurück.

Ausblick: Gestaffelte Verbreitung und weitere Evolution

Der breitere Rollout über die Januar-2026-Updates ist ein wichtiger Meilenstein. Aufgrund der gestaffelten Bereitstellungsstrategie kann es jedoch noch mehrere Wochen dauern, bis das neue Startmenü auf allen berechtigten Windows-11-Geräten erscheint. Nutzer, die das Update nicht abwarten können, sollten in ihren Windows-Update-Einstellungen den Schalter „Neueste Updates sofort herunterladen“ aktivieren.

Die laufenden Korrekturen in den Insider-Kanälen deuten darauf hin, dass das Startmenü weiter evolvieren wird. Künftige Updates werden sich voraussichtlich auf Leistungsoptimierungen und die Behebung von Usability-Problemen konzentrieren. Das aktuelle Fundament bietet eine flexiblere Basis für mögliche zukünftige Erweiterungen, während Microsoft die nächsten großen Windows-Iterationen vorbereitet.

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