Innerhalb weniger Tage haben Technologieanbieter eine Welle neuer KI-Anwendungen und Spezialgeräte auf den Markt gebracht. Die Produkte zielen auf Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Privatnutzer ab – und versprechen mehr Produktivität bei weniger Ablenkung.
KI-Agenten erobern die Unternehmenswelt
Squirro hat am 20. Juli seinen AI Agent Catalog vorgestellt. Die Plattform enthält 13 vorgefertigte KI-Assistenten für Finanzen, Personalwesen, Recht und Vertrieb. Unternehmen können diese Bausteine nutzen, um schnell eigene Automatisierungslösungen zu entwickeln.
Parallel dazu bringt Genspark die Version 6.0 seines AI Workspace an den Start. Neu ist unter anderem der Sprachrekorder „SecondBrain“ sowie Werkzeuge für Design, E-Mail-Verwaltung und Teamarbeit. Für Rechtsabteilungen und Beschaffungsteams hat DocJuris seinen Workforce-Dienst gestartet. Die Anwendung setzt KI-Agenten für Vertragsprüfungen, Recherchen zu geistigem Eigentum und elektronische Beweismittelsuche ein – zertifiziert nach SOC 2 Type II.
Im Webentwicklungsbereich hat WEVEN Anfang Juli Zaemit.ai eingeführt. Das B2B-Tool steuert über Chat-Schnittstellen das Backend-Management und die Blockverwaltung.
Microsoft rollt derweil Copilot Cowork weiter aus. Der Dienst ist seit dem 16. Juni global verfügbar und arbeitet mit einem verbrauchsbasierten Preismodell: Rund 0,01 Euro pro Credit. Laut Microsoft sind die Kosten pro Abfrage damit niedriger als bei vergleichbaren professionellen KI-Diensten.
Büro-Suiten mit KI-Power
Auch etablierte Bürosoftware-Hersteller ziehen nach. Die 2026er-Version von WPS Office integriert nun WPS AI in Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und PDF-Anwendung – für Textgenerierung und Formelerstellung.
Während neue KI-Anwendungen die Produktivität steigern, stellen die verschärften EU-Regeln Unternehmen vor neue Compliance-Herausforderungen. Dieser praxisnahe Leitfaden hilft Ihnen, Fristen und Risikoklassen des AI Acts rechtzeitig zu verstehen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Ein weiteres Projekt namens Fortress soll noch im Sommer KI-gestützte Dokumenterstellung und Datenvisualisierung in Word und Outlook bringen. Die Lösung basiert auf der Salesforce-Plattform.
Wissen organisieren, Ablenkung vermeiden
Für Einzelnutzer hat sich am 20. Juli die PKM-App Tana vorgestellt. Sie bietet Datenbankansichten und ein System aus „Supertags“ zur Wissensorganisation. Einen Tag zuvor kam MyRoutine für iOS auf den Markt – mit KI-Routineplaner und Gamification-Elementen zur Fortschrittsverfolgung.
Gegen digitale Ablenkung gibt es gleich mehrere neue Lösungen:
- Hidizs AP30 Music Boy: Ein reiner Musikplayer für rund 120 Euro – ohne Streaming, ohne Benachrichtigungen.
- Switchly: Eine kostenlose Android-App, die bestimmte Bereiche sozialer Netzwerke blockiert – etwa Kurzvideos oder Kommentarspalten.
- Immersion: Eine digitale Sanduhr der Nottingham Trent University für fokussierte Arbeitsphasen zwischen fünf Minuten und zwei Stunden.
Bildung: Spezielle Hardware und Software
Am 20. Juli startete ChromeOS 150. Highlight: Die Integration von Gemini in Class Tools erlaubt Lehrkräften, Schülergeräte in einen geführten Lernmodus zu versetzen.
Lenovo hatte Ende Juni in China das AI Student Phone L1 eingeführt. Das Gerät kostet umgerechnet rund 40 Euro, verzichtet auf Webbrowser, soziale Medien und Spiele. Stattdessen gibt es einen physischen KI-Button für Hausaufgabenhilfe und GPS-Tracking für die Sicherheit.
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Windows 11 und OneDrive: Mehr Sicherheit
Microsoft hat am 14. Juli im Rahmen des Patch-Days 570 Sicherheitslücken in Windows 11 geschlossen. Zudem testet der Konzern derzeit eine überarbeitete Suche, die Werbeinhalte aus der Windows-Suchleiste entfernen soll – lokale Dateien und Anwendungen erhalten Vorrang.
Seit dem 20. Juli gilt eine neue Einschränkung für OneDrive: Nutzer können keine Screenshots mehr von sensiblen PDF-Dokumenten erstellen, wenn diese über den Edge-Browser geöffnet werden. Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Initiative zum Datenschutz im Microsoft-Ökosystem.

