Windows 11: Microsoft streicht PC-zu-PC-Umzug mit Update KB5127648

Das Oktober-Update KB5127648 entfernte die lokale Migration; OneDrive bietet kostenlos nur 5 GB, während eine Fehlerkorrektur geplant ist.

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Microsoft hat eine praktische Einrichtungsfunktion für Windows 11 gestrichen. Wie Medienberichte Anfang November 2026 aufzeigen, entfernte das Unternehmen die direkte PC-zu-PC-Migration mit dem Patch-Day-Update KB5127648 am 13.10.2026 aus dem Betriebssystem. Die Funktion stand zuvor Nutzern zur Verfügung, um Daten bei der Ersteinrichtung eines neuen Rechners direkt über das heimische Netzwerk zu überspielen.

Bereits am 10.09.2026 war die Funktion im Rahmen eines optionalen September-Updates aus den Release-Preview-Builds entfernt worden. Mit der Bereitstellung der Aktualisierung KB5127648 im Oktober erreichte dieser Schritt schließlich die reguläre Nutzerschaft von Windows 11.

Lokale Datenübertragung ohne Umweg über das Internet

Die PC-zu-PC-Migration war darauf ausgelegt, Dateien und persönliche Einstellungen während der Ersteinrichtung eines neuen Computers über das lokale Netzwerk via WLAN oder Ethernet zu übertragen. Für die Autorisierung genügten der jeweilige PC-Name sowie ein generierter Einmalcode. Anwender konnten daraufhin ausgewählte Ordner für den Kopiervorgang bestimmen.

Das Werkzeug wies jedoch klare Abgrenzungen auf. Installierte Anwendungen und Passwörter wurden im Zuge des Vorgangs nicht übertragen. Ebenfalls von der Migration ausgeschlossen blieben bereits in OneDrive synchronisierte Dateien, durch BitLocker geschützte Laufwerke sowie geschützte Systemverzeichnisse wie Program Files.

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Dass das System für größere Datenmengen gedacht war, verdeutlichten frühere Demonstrationen des Konzerns: Screenshots von Microsoft zeigten beispielhaft den Transfer eines Datenvolumens von 118 GB.

Verweis auf OneDrive stößt an Speichergrenzen

Als Ersatz für die lokale Migrationslösung verweist Microsoft auf das bordeigene Windows Backup. Diese Anwendung synchronisiert Daten aus Ordnern wie Desktop, Dokumente, Bilder, Videos und Musik über den Cloud-Speicherdienst OneDrive. Allerdings ist der Einsatz an bestimmte Bedingungen geknüpft: Das Werkzeug erfordert zwingend ein persönliches Microsoft-Konto. Arbeits- und Schulkonten werden von der Funktion nicht unterstützt.

Zudem ergibt sich ein praktisches Kapazitätsproblem. Das kostenlose Kontingent eines OneDrive-Kontos liegt bei lediglich 5 GB Speicherplatz. Dieser Umfang liegt weit unter den 118 GB an Beispieldateien, die Microsoft in den eigenen Dokumentations-Screenshots für Migrationsprozesse vorgeführt hatte. Nutzer größerer Bestände sind für eine vollständige Cloud-Sicherung somit auf kostenpflichtige Speichererweiterungen angewiesen.

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Bekanntes Problem beeinträchtigt Smart App Control

Neben dem Wegfall der Übertragungsfunktion brachte das Patch-Day-Update KB5127648 für Teile der Nutzerschaft zudem technische Komplikationen mit sich.

Auf Systemen mit Windows 11 in den Versionen 25H2 bis 26H2 besteht ein von Microsoft erfasstes Problem, durch das das Update die Sicherheitsfunktion Smart App Control stört. Eine Korrektur für diesen Fehler soll nach Unternehmensangaben mit dem Preview-Update KB5127936 bereitgestellt werden.