Windows 11: Microsoft testet Einstellungen-App im Store – Systemsteuerung vor dem Aus

Die Store-Verteilung könnte Änderungen an Windows 11 beschleunigen; zugleich nennt Microsoft Leistungs- und Speicherverbesserungen.

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Microsoft erprobt derzeit einen neuen Weg zur Verteilung zentraler Systemkomponenten unter Windows 11. Wie aus einem Bericht von windowslatest.com hervorgeht, testet der Softwarekonzern die Auslagerung der Einstellungen-App in den Microsoft Store. Dieser Schritt könnte die schrittweise Abschaffung der traditionellen Systemsteuerung deutlich beschleunigen, an deren vollständiger Ablösung das Unternehmen seit Jahren arbeitet.

Schnellere Updates für Systemfunktionen

Bislang sind grundlegende Konfigurationswerkzeuge fest im Kern des Betriebssystems verankert. Funktionelle Anpassungen und Verbesserungen der Einstellungs-App erforderten daher meist reguläre System- oder kumulative Monatsupdates. Durch eine Entkopplung und Bereitstellung über den Microsoft Store könnte der Konzern neue Optionen, Fehlerbehebungen und optische Überarbeitungen unabhängig von größeren Windows-Aktualisierungen ausrollen.

Damit erhält Microsoft flexiblere Möglichkeiten, verbliebene Konfigurationsdialoge aus der klassischen Systemsteuerung in die moderne Oberfläche zu überführen. Die schrittweise Migration alter Menüs gilt seit Einführung von Windows 8 und Windows 10 als langwieriger Prozess. Eine modulare Bereitstellung über die Store-Infrastruktur könnte diesen Übergang vereinfachen und vereinheitlichen.

Zusätzliche Wege zur Konfiguration

Die Einstellungsverwaltung von Windows 11 erfährt gegenwärtig an mehreren Stellen tiefgreifende Änderungen. Laut einem Bericht von windowsreport.com erlaubt die Windows-11-Suche mittlerweile auch das direkte Anpassen von Systemeinstellungen, ohne dass Nutzer die eigentliche Einstellungen-App dafür öffnen müssen. Einstellungen wie das Umschalten von Optionen lassen sich damit unmittelbar über das Suchfeld erledigen.

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Zudem widmet sich Microsoft der Fehlerbehebung und Stabilität der Einstellungsseiten. Im Rahmen des Windows-11-Updates KB5127648 für die Versionen 24H2, 25H2 und 26H2 wurden unter anderem Korrekturen für Einstellungsseiten sowie Verbesserungen für Bluetooth-Audio und LE-Audio integriert. Während Sicherheitsaktualisierungen sofort greifen, werden funktionale Neuerungen schrittweise über mehrere Wochen verteilt.

Fokus auf Reaktionsgeschwindigkeit und Effizienz

Die Überarbeitung zentraler Systemkomponenten fällt in eine Phase, in der Microsoft verstärkt die Leistungsfähigkeit der Benutzeroberfläche hervorhebt. Nach Unternehmensangaben soll Windows 11 bis zu 20 Prozent reaktionsschneller agieren.

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Laut Microsoft basiert dieser Wert auf Messungen an sechs typischen Aufgaben – darunter der Aufruf von Einstellungen, die Suche, das Startmenü, der Rechtsklick, das Snipping Tool sowie der Datei-Explorer – im Vergleich zwischen Build 26300.9550 und dem früheren Build 26200.7628.

Auch bei der Ressourcennutzung setzt das Unternehmen an. Navjot Virk, Corporate VP Windows Experiences bei Microsoft, erklärte, dass auf Systemen mit 8 GB Arbeitsspeicher bis zu 2 GB mehr aktive Daten im Speicher gehalten werden können.

Zudem sparen Widgets über 200 MB Arbeitsspeicher ein, da sie erst bei einem tatsächlichen Aufruf geladen werden. Die Store-Anbindung der Einstellungen reiht sich in diese Bestrebungen ein, Windows 11 modularer und flexibler zu gestalten.