Windows 11: Microsoft testet parallele Anmeldung per PIN und Biometrie

In Testversionen von Windows 11 können PIN, Gesichtserkennung und Fingerabdruck gleichzeitig bereitstehen; die Funktion ist optional und noch nicht regulär verfügbar.

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Microsoft arbeitet an einer spürbaren Vereinfachung des Anmeldevorgangs unter Windows 11. Künftig sollen PIN-Eingabe, Gesichtserkennung und Fingerabdruck zeitgleich aktiv sein, sodass Anwender nicht mehr manuell zwischen den verschiedenen Authentifizierungsmethoden umschalten müssen.

Bisher verlangt das Betriebssystem, dass auf dem Sperrbildschirm eine spezifische Anmeldeoption aktiv ausgewählt wird. Selbst wenn auf einem Gerät sowohl eine PIN als auch Gesichtserkennung und ein Fingerabdruck eingerichtet sind, war bislang stets nur das manuell gewählte Verfahren scharfgeschaltet.

Parallele Erkennung im Hintergrund

Mit dem überarbeiteten Ablauf bleibt das Feld für die PIN-Eingabe standardmäßig sichtbar, während biometrische Merkmale wie Gesichtserkennung und Fingerabdruck im Hintergrund dauerhaft bereitstehen. Windows erfasst die eingerichtete Biometrie automatisch und identifiziert die jeweils genutzte Methode selbstständig. Diejenige Authentifizierung, die als erste erfolgreich validiert wird, entsperrt umgehend die Benutzersitzung.

Auch für den Fall, dass biometrische Erkennungsmethoden nicht sofort greifen, ist eine Anpassung vorgesehen: Scheitert die Gesichtserkennung zunächst, unternimmt das System weitere Versuche, bis nach mehreren Fehlschlägen ein Zeitlimit einsetzt. Die Eingabe der PIN bleibt währenddessen durchgehend möglich, ohne dass Nutzer dafür per Klick die Methode wechseln müssen.

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Durch den Wegfall der Auswahlmenüs präsentiert sich der Sperrbildschirm künftig aufgeräumter, während sich der eigentliche Anmeldevorgang beschleunigt. Insbesondere auf Geräten, die über eine Infrarotkamera oder einen Fingerabdrucksensor verfügen, sollen sich die notwendigen Schritte bis zum Erreichen des Desktops deutlich verringern.

Zunächst nur über das Insider-Programm testbar

Der neue Mechanismus beschränkt sich Berichten zufolge auf die PIN und biometrische Verfahren, da auf dem überarbeiteten Bildschirm kein reguläres Passwortfeld eingeblendet wird. Die Neuerung ist allerdings noch nicht für reguläre Endnutzer freigeschaltet und bleibt vorerst standardmäßig deaktiviert. Die Nutzung bleibt zudem optional, wodurch das klassische Passwort als Alternative weiterhin zur Verfügung steht.

Entdeckt wurde die Neuerung in den neuesten Testversionen von Windows 11, in denen sich der Anmeldeablauf über eine versteckte Funktionskennung aktivieren lässt; eine konkrete Build-Nummer wurde dabei nicht genannt.

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Offiziell angekündigt hat Microsoft den überarbeiteten Anmeldeprozess bisher noch nicht. Fachmedien berichten jedoch, dass sich die Funktion bereits seit mehreren Monaten in der Entwicklung befindet und einen weit fortgeschrittenen Eindruck hinterlässt.

Ein unmittelbarer Test ist gegenwärtig ausschließlich über das Windows-Insider-Programm möglich. Nach Einschätzung von Branchenbeobachtern dürfte ein regulärer offizieller Testlauf bald beginnen und auch die spätere Verteilung an alle kompatiblen PCs nicht mehr lange auf sich warten lassen.