Windows 11: Microsoft zieht Vorschau-Update nach Dateilöschungsrisiko zurück

Microsoft zog ein Vorschaupaket zurück; VPN-, Drucker- und Zertifikatsprobleme sowie Nebenwirkungen neuer Updates bleiben bestehen.

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Microsoft hat erneut mit Stabilitätsproblemen bei Aktualisierungen für Windows zu kämpfen und wiederkehrende Fehler adressiert. In einem aktuellen Fall sah sich der Konzern gezwungen, ein Vorschau-Update zurückzuziehen, nachdem es zu Installationsschleifen sowie dem Risiko von Dateilöschungen gekommen war. Die Maßnahme reiht sich in eine Serie von Störungen ein, die derzeit verschiedene Systemkomponenten und administrative Funktionen betreffen.

Netzwerk- und Druckdienste bereiten Administratoren Probleme

Neben dem zurückgezogenen Vorschau-Update beschäftigen mehrere Funktionsausfälle die IT-Verwaltung. Bei der Funktion Always-On-VPN stufte Microsoft den Status eines bekannten Fehlers von behoben auf abgemildert zurück.

Die Aktualisierungen vom 13. Oktober 2026 mit den Bezeichnungen KB5127648 und KB5127646 für die Version 26H1 enthielten den erhofften Fix nicht, sodass dieser auf eine künftige Veröffentlichung verschoben werden musste.

Der Fehler betrifft die automatische Protokollwahl beziehungsweise den Rückgriff zwischen IKEv2 und SSTP unter Windows 11 in den Versionen 24H2, 25H2, 26H1 sowie 26H2. Verbindungen verharren im Verbindungsaufbau oder melden einen bereits belegten Port.

Für den Fix existieren bislang weder ein Termin noch eine KB-Nummer; als Übergangslösung empfiehlt sich die Umstellung der Profile auf ein einziges Protokoll, wobei Gerätetunnel ausschließlich IKEv2 nutzen sollten.

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Zusätzliche Schwierigkeiten zeigen sich im Druckumfeld. Microsoft bestätigte, dass bestimmte Drucker von Konica Minolta zeitweise die Kommunikation mit Universal Print verlieren. In der Folge verbleiben Druckaufträge bis zu drei Tage im Wartestatus und werden anschließend abgebrochen, während sich der Zeitstempel für die letzte Sichtung im Azure-Portal nicht mehr aktualisiert.

Die Ursachenforschung liegt bei Konica Minolta; ein Behebungstermin oder Zeitplan steht noch nicht fest. Für betroffene Druckumgebungen empfiehlt Microsoft als Workaround die Umstellung auf eine benutzerbezogene Installation des Druckers, was manuell oder per Skript erfolgen kann, sich jedoch nicht rückgängig machen lässt.

Außerplanmäßige Aktualisierungen und Zertifikatswechsel

Um Systeme ohne reguläre Zertifikatsaktualisierungen zu versorgen, stellte Microsoft die außerplanmäßigen Updates KB5134133 für Windows 11 (Versionen 24H2, 25H2 und 26H2 mit den Builds 26100.9725, 26200.9725 und 26300.9725) sowie KB5134134 für Windows 11 26H1 (Build 28000.3237) bereit. Diese kumulativen Pakete enthalten die Änderungen vom 13. Oktober 2026, bringen jedoch bekannte Nebenwirkungen mit sich: Smart App Control lässt sich unter KB5134133 nicht aktivieren, bei Remote-Desktop-Verbindungen von Nicht-Administratoren tritt der Fehler 0xC000000D auf, und bei USB-Audio kommt es zu Startfehlern oder Tonausfällen.

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Parallel dazu bereitet die Erneuerung der Secure-Boot-Zertifikate fortlaufend Aufwand. Trotz regelmäßiger Wartung behalten etliche Rechner veraltete Zertifikate aus dem Jahr 2011, deren Gültigkeit 2026 endete. Die Umstellung auf die Version von 2023 scheitert nach Konzernangaben häufig an inkompatibler Firmware, fehlenden Herstellerschlüsseln oder abgebrochenen Update-Prozessen.

Zur Überprüfung dient eine geplante Systemaufgabe, die beim Start und im Zwölf-Stunden-Takt ausgeführt wird. Ein vorsorgliches manuelles Zurücksetzen der Schlüssel birgt dabei Risiken, da dies den regulären Windows-Start verhindern kann.