Windows 11: Microsoft zwingt Cloud-Migration statt lokaler PC-Übertrag

Microsoft stellt den lokalen PC-zu-PC-Transfer unter Windows 11 ein und verweist auf OneDrive, dessen Gratisversion 5 GB Speicher bietet.

Microsoft hat eine grundlegende Änderung im Prozess der Datenmigration zwischen Windows-Endgeräten eingeleitet. Wie aus einem aktualisierten Support-Dokument des Unternehmens hervorgeht, wird das bisherige Tool für den lokalen Datentransfer von PC zu PC unter Windows 11 eingestellt. Anstelle der direkten Übertragung über das lokale Netzwerk werden Anwender fortan auf eine cloudbasierte Migrationslösung über den Dienst OneDrive verwiesen.

Diese Entscheidung markiert eine Abkehr von der bisherigen Praxis, bei der Nutzer ihre Daten ohne den Umweg über externe Server zwischen zwei Computern bewegen konnten. Das nun zur Einstellung vorgesehene Werkzeug ermöglichte es, Dateien sowie spezifische Personalisierungen wie Hintergrundbilder (Wallpaper) und Design-Einstellungen (Themes) direkt über eine WLAN- oder LAN-Verbindung zu übertragen.

Ein wesentliches Merkmal dieses lokalen Prozesses war der Verzicht auf ein Cloud-Speicherlimit, da die Übertragungskapazität lediglich durch die Hardware der beteiligten Rechner und die Geschwindigkeit des lokalen Netzwerks begrenzt war.

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Funktionale Einschränkungen der bisherigen Lösung

Trotz der Vorteile bei der Geschwindigkeit und dem Verzicht auf Online-Speicherkontingente bot das lokale Transfertool keinen vollständigen Systemumzug an. Laut technischen Details wurden Passwörter und installierte Applikationen bei diesem Vorgang nicht auf das Zielgerät übertragen.

Nutzer mussten diese sicherheitskritischen Informationen und Programme auf dem neuen System manuell einrichten oder neu installieren. Mit der Umstellung auf die neue Strategie scheint Microsoft die Migration nun enger in das bestehende Ökosystem von Windows-Backup und Cloud-Diensten integrieren zu wollen.

Cloud-Migration über OneDrive als neuer Standard

Als direkten Ersatz für die lokale Übertragung empfiehlt das Unternehmen nun die Nutzung von OneDrive-Windows-Backup. Dieser Dienst übernimmt die Sicherung der Daten in der Cloud, von wo aus sie auf dem neuen Endgerät wiederhergestellt werden können.

Dieser Schritt bringt jedoch eine signifikante Änderung der Rahmenbedingungen für die Anwender mit sich. Während der lokale Transfer über das Heimnetzwerk faktisch unbegrenzt war, unterliegen die übertragenen Dateien bei der neuen Methode dem Speicherlimit des OneDrive-Kontos.

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In der kostenlosen Basisversion von OneDrive stehen den Nutzern derzeit lediglich 5 GB Speicherplatz zur Verfügung. Da alle für die Migration vorgesehenen Dateien gegen dieses Kontingent zählen, könnte der Umzug umfangreicher Datensammlungen für Anwender ohne kostenpflichtiges Abonnement erschwert werden.

In einem Bericht vom 16. September 2026 wird darauf hingewiesen, dass diese Begrenzung insbesondere bei der Übertragung großer Mediatheken oder umfangreicher Dokumentenordner eine Rolle spielen wird.

Die Einstellung des lokalen Transfertools unterstreicht die Strategie des Softwarekonzerns, Cloud-Dienste als zentrales Element der Benutzererfahrung zu positionieren.

Für professionelle Anwender und Privatnutzer bedeutet dies, dass die Planung eines Hardware-Wechsels künftig eine Überprüfung des verfügbaren Online-Speicherplatzes sowie der Internetbandbreite erfordert, sofern auf die offiziell empfohlenen Bordmittel von Windows 11 zurückgegriffen wird.

Eine lokale Alternative ohne Cloud-Anbindung wird nach der vollständigen Umsetzung dieser Maßnahme innerhalb der Standard-Systemwerkzeuge nicht mehr zur Verfügung stehen.