Windows 11: Oktober-Updates beheben Always-On-VPN-Fehler doch nicht

Microsoft stuft die VPN-Störung erneut als abgemildert ein; ein dauerhafter Fix soll in den kommenden Wochen folgen.

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Microsoft hat am 20. Oktober 2026 eingeräumt, dass die jüngsten kumulativen Sicherheitsupdates für Windows 11 ein bestehendes Problem mit Always-On-VPN-Verbindungen doch nicht vollständig lösen. Zuvor hatte der Konzern das Problem am 13. Oktober 2026 als behoben markiert.

Nun setzte das Unternehmen den Status des Vorfalls unter der Kennung WI1482218 wieder auf abgemildert zurück. Ein permanenter Fix soll nach Angaben des Konzerns in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.

Verbindungsprobleme bei automatischer Protokollauswahl

Die Störung betrifft ausschließlich firmenverwaltete Always-On-VPN-Profile und keine privaten VPN-Anwendungen. Ursprünglich trat der Fehler nach der Verteilung der Updates im September 2026 auf.

Betroffen sind die Windows-11-Versionen 24H2, 25H2 und 26H2, für die am 13. Oktober 2026 das Update KB5127648 erschien, sowie Windows 11 26H1 mit dem Update KB5127646.

Das Problem zeigt sich insbesondere dann, wenn für die Verbindung eine automatische Auswahl zwischen den Protokollen IKEv2 und SSTP konfiguriert ist. In diesen Fällen verharrt der Verbindungsaufbau im Status des Verbindens oder bricht mit der Fehlermeldung ab, dass der Port bereits in Verwendung sei. Die alleinige Installation der Oktober-Aktualisierungen führt somit nicht zwingend zu einer funktionierenden Verbindung.

Vorläufige Gegenmaßnahmen für Administratoren

Solange kein definitiver Patch bereitsteht, empfiehlt Microsoft Netzwerk- und Systemadministratoren eine manuelle Anpassung der Profile. Betroffene Always-On-VPN-Konfigurationen sollten fest auf ein einziges Protokoll eingestellt werden – entweder ausschließlich auf SSTP oder rein auf IKEv2. Für Umgebungen, die sogenannte Device-Tunnel einsetzen, gilt die Einschränkung, dass diese technisch lediglich IKEv2 unterstützen.

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Weitere Begleiterscheinungen der jüngsten Updates

Die aktuellen Softwareaktualisierungen brachten in Unternehmensnetzwerken weitere Herausforderungen mit sich. Am 20. Oktober 2026 wurde bekannt, dass Nicht-Administrator-Konten nach den Vorabversionen von Ende September keine RDP-Verbindungen mehr zu Systemen mit aktivem Administratorschutz aufbauen können; dabei tritt der Fehlercode 0xC000000D auf.

Als Gegenmaßnahme kann der Administratorschutz vorübergehend per Richtlinie deaktiviert werden. Zudem lässt sich die Funktion Smart App Control unter Windows 11 nach Einspielen des Updates KB5127648 nicht mehr aktivieren, was Eingriffe in die Systemregistrierung erforderlich macht.

Gleichzeitig verschärfte das Sicherheitsupdate vom Oktober 2026 die Richtlinien für die NTLMv1-Authentifizierung bei Single Sign-On von einem reinen Protokollierungs- in einen Durchsetzungsmodus. Dies kann in Umgebungen zu Fehlern führen, die MS-CHAPv2 für WLAN-, Ethernet- oder VPN-Zugänge nutzen.

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Trotz der gemeldeten Komplikationen rät das Unternehmen von einer Deinstallation der Sicherheitsupdates ab. Die Pakete schließen unter anderem Sicherheitslücken, die nachweislich bereits für Angriffe ausgenutzt wurden, und beheben zudem Anwendungsabstürze bei Systemen mit AC-3-Audiodekodierung.