Im Testbetrieb von Windows 11 passt Microsoft das Anmeldeverfahren über Windows Hello an. Im Insider-Build 26340.9882 des Experimental-Kanals für die Version 26H2 blendet das Betriebssystem das PIN-Eingabefeld ab sofort zeitgleich mit der biometrischen Erkennung ein.
Bislang mussten Nutzer bei Problemen mit der Kamera oder dem Fingerabdrucksensor manuell über die Schaltfläche der Anmeldeoptionen navigieren, was zwei zusätzliche Klicks erforderte. Nun zählt automatisch die Eingabemethode, die als erste erfolgreich bestätigt wird. Schlägt der Scan des Gesichts fehl, bietet die Anmeldemaske zudem eine direkte Schaltfläche zum Wiederholen der Gesichtserkennung an.
Der Anmeldebildschirm weist Anwender mit dem Hinweis an, entweder in die Kamera zu blicken oder direkt die PIN einzugeben. Bei Geräten, die sowohl über eine Infrarotkamera als auch über einen Fingerabdruckleser verfügen, erscheinen die verschiedenen Authentifizierungswege nun gebündelt in einer gemeinsamen Ansicht.
Nach einem vollständigen Systemneustart verlangt Windows 11 aus Sicherheitsgründen allerdings weiterhin zunächst die Eingabe der PIN, bevor biometrische Anmeldedaten für nachfolgende Entsperrvorgänge freigegeben werden.
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Überprüft wurden die Anpassungen auf einem Lenovo-Notebook mit Infrarotkamera, ohne dass Eingriffe in die Registrierungsdatenbank oder Hilfsmittel von Drittanbietern erforderlich waren.
Detaillierte Protokollierung für Administratoren
Für IT-Verantwortliche erweitert Microsoft zeitgleich die Überwachungsmöglichkeiten von Anmeldevorgängen. Über die Richtlinien zur Anmeldeüberwachung erfassen zwei neue Ereignisprotokolle künftig Windows-Hello-Aktivitäten: Ereignis 4628 dokumentiert die konfigurierten Authentifizierungsmethoden sowie das tatsächlich genutzte Verfahren, während Ereignis 4629 fehlgeschlagene Anmeldeversuche festhält.
Zudem protokollieren die Ereignis-IDs 5010 und 7010 im operativen Bereich für Windows Hello for Business jeden einzelnen Anmelde- und Entsperrversuch inklusive des Ergebnisses.
Neben den Neuerungen bei der Benutzeranmeldung bringt der Build 26340.9882, der die vollständige Versionsbezeichnung 10.0.26340.9882.ge_prerelease_im.261030-1856 trägt, Anpassungen bei den Barrierefreiheitsfunktionen mit sich.
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Die Live-Untertitel ermöglichen nun die gezielte Auswahl der Audioquelle, etwa beschränkt auf Systemklänge, das Mikrofon oder beide Kanäle. Zudem lassen sich Abfragen für Einrast- und Anschlagverzögerungen dauerhaft schließen, während die Sprachausgabe mathematische Formeln auf Braillezeilen in Anwendungen wie Word, PowerPoint, Edge und Chrome ausgibt.
Unterstützt werden dabei Formate wie Nemeth, UEB, CMU, Vietnamesisch, Schwedisch, LaTeX und ASCIIMath. In den Einstellungen hebt das System zudem Vorteile des Microsoft-Kontos deutlicher hervor. Als bekanntes Problem des Teststands führt Microsoft auf, dass der Task-Manager die Taktfrequenz des Hauptprozessors derzeit nicht in Echtzeit aktualisiert.
Parallele Testreihen im Insider-Programm
Die Veröffentlichung ist Teil einer breit angelegten Bereitstellung von insgesamt fünf Insider-Versionen. Dazu zählen neben der Testversion 26340.9882 auch die Beta-Ausgabe 26320.9876, die 26H1-Builds 28020.3445 und 28120.3454 sowie Build 29704.1000. Im Build 28120.3454 hellt das System bei unzureichenden Lichtverhältnissen vorübergehend das Display auf, um die Gesichtserkennung im Dunkeln zu unterstützen.
Eine ähnliche Funktion zur Helligkeitsanpassung, die nach dem Test in Build 26340.9750 vorübergehend zurückgezogen worden war, soll ab November standardmäßig deaktiviert zurückkehren. Für künftige Plattformtests führt Microsoft zudem regelmäßige Vorabversionen ohne neuen Funktionsumfang ein, die ausschließlich der Überprüfung der Update-Infrastruktur dienen.

