Windows 11: Point-in-Time Restore sichert alles automatisch

Microsoft gewährt Windows-10-Nutzern ein zusätzliches Jahr Sicherheitsupdates und startet die Point-in-Time-Restore-Funktion für Windows 11.

Windows-10-Nutzer bekommen ein Jahr länger Sicherheitsupdates – während Windows 11 eine revolutionäre Wiederherstellungsfunktion erhält.

Der Softwarekonzern Microsoft hat überraschend die Frist für kostenlose Sicherheitsupdates unter Windows 10 verlängert. Statt im Oktober 2026 endet der kostenlose Support nun erst am 12. Oktober 2027. Zeitgleich startet die neue „Point-in-Time Restore“-Funktion für Windows 11 – ein mächtiges Werkzeug, das die alte Systemwiederherstellung ablöst.

Ein Jahr mehr Sicherheit für Windows 10

Die Verlängerung des Extended Security Updates (ESU)-Programms betrifft Privatanwender. Wer bereits angemeldet ist, bekommt die verlängerte Laufzeit automatisch gutgeschrieben. Der Zugang zu den Patches läuft über mehrere Wege: Nutzer können ihre Einstellungen mit einem Microsoft-Konto synchronisieren, 1000 Microsoft-Rewards-Punkte einlösen oder sich mit einem Konto aus dem Europäischen Wirtschaftsraum anmelden. Wer keinen dieser Wege nutzt, zahlt eine einmalige Gebühr von 30 Euro – und deckt damit bis zu zehn Geräte ab.

Hintergrund der Verlängerung sind wohl mehrere Faktoren. Ein Bericht über RAM-Engpässe und hohe Hardwarepreise bremst den Umstieg auf neue PCs. Verbraucherschützer fordern ohnehin, dass Microsoft den Support für das in die Jahre gekommene Betriebssystem bis 2030 aufrechterhalten sollte. Für Unternehmenskunden ändert sich durch diesen Schritt übrigens nichts – deren Fristen bleiben unverändert.

Windows 11: Die Wiederherstellung der Zukunft

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Windows 11 sichert jetzt automatisch alle 24 Stunden Ihr komplettes System – inklusive persönlicher Dateien. Die neue Point-in-Time Restore-Funktion arbeitet nahtlos mit BitLocker und ersetzt die alte Systemwiederherstellung. Erfahren Sie in der kostenlosen Anleitung, wie Sie die Funktion aktivieren und im Ernstfall Ihre Daten retten. Kostenlose Anleitung anfordern

Parallel zum verlängerten Alt-Support bringt Microsoft eine echte Neuerung für Windows 11 an den Start. Seit dem 24. Juni ist die „Point-in-Time Restore“-Funktion für alle Editionen verfügbar – für Home, Pro und Enterprise gleichermaßen.

Das Tool ist der Nachfolger der klassischen Systemwiederherstellung – und deutlich leistungsfähiger. Es nutzt den Volume Shadow Copy Service (VSS), um automatisch alle 24 Stunden ein komplettes Systemabbild zu erstellen. Diese Schnappschüsse bleiben 72 Stunden lang erhalten. Der Clou: Anders als frühere Methoden sichert die Funktion nicht nur das Betriebssystem und installierte Programme, sondern auch persönliche Dateien. Ein echter „Rettungsanker“, wie Microsoft selbst betont.

Die Wiederherstellung funktioniert nahtlos mit BitLocker zusammen – lästige Abfragen während des Rücksetzvorgangs entfallen. Gestartet wird das Ganze entweder über die Systemeinstellungen unter „Wiederherstellung“ oder direkt aus der Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE).

Technische Hürden und Details

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72 Stunden Zeitreise für Windows 11: Die neue Point-in-Time Restore-Funktion erstellt automatisch Systemabbilder und stellt auch persönliche Dateien wieder her. In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie die Funktion einrichten und nutzen – inklusive Voraussetzungen und Tipps zur Wiederherstellung. Anleitung per E-Mail sichern

Die Ausrollung erfolgt schrittweise als kontrollierte Funktionsfreigabe. Vorinstalliert ist die Funktion auf Geräten mit Windows 11 Version 24H2 und 25H2 – allerdings nur, wenn die Systempartition größer als 200 Gigabyte ist. Bei älteren Installationen oder manueller Einrichtung sind mindestens 64 Gigabyte freier Speicherplatz nötig.

Das Update KB5095093, das die Funktion mitbringt, enthält noch weitere Verbesserungen. Ein lästiger Papierkorb-Fehler wurde behoben, und die Bluetooth-Verbindung läuft stabiler. Zudem wechselt Microsoft noch vor dem 30. Juni seinen Emoji-GIF-Anbieter zu GIPHY. Für Unternehmen bieten Intune und Gruppenrichtlinien die Möglichkeit, die Aufbewahrungsdauer der System-Schnappschüsse zentral zu verwalten.