Windows 11 Preview: Copilot-Taste lässt sich nun deaktivieren

Microsoft räumt Probleme mit dem Copilot-Floating-Button ein und bietet eine Verschiebung in die Menüleiste an. Zudem testet Windows 11 die Umbelegung der KI-Taste.

Der Softwarekonzern Microsoft hat auf anhaltende Nutzerbeschwerden bezüglich der Integration seines KI-Assistenten Copilot reagiert. Das Unternehmen räumte Unzulänglichkeiten bei der Gestaltung eines schwebenden Bedienelements in den Office-Anwendungen ein. In der Folge wird eine neue Option eingeführt, die es Anwendern ermöglicht, die Schaltfläche von der Arbeitsoberfläche in die herkömmliche Menüleiste zu verschieben.

Anpassungen in der Benutzeroberfläche von Office

Die Kritik der Anwender entzündete sich primär an dem sogenannten „Floating-Button“. Dieser legte sich in Programmen wie Word oder Excel über die Dokumente und wurde von vielen Nutzern als störend im täglichen Arbeitsfluss empfunden. Microsoft bestätigte die Problematik und kündigte an, dass die Schaltfläche künftig flexibler gehandhabt werden kann. Durch die Verschiebung in die Menüleiste soll die visuelle Überlagerung der Arbeitsbereiche beendet und eine nahtlosere Einbindung in die bestehende Software-Umgebung erreicht werden.

Diese Maßnahme zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Akzeptanz des kostenpflichtigen KI-Dienstes noch steigerungsfähig scheint. Branchenberichten zufolge nehmen derzeit lediglich 3,3 % der Microsoft 365-Nutzer die kostenpflichtigen Angebote für Copilot in Anspruch. Die Optimierung der Nutzeroberfläche gilt daher als wichtiger Schritt, um die Hürden für die Verwendung des Werkzeugs in der breiten Basis zu senken.

Erweiterte Kontrolle über die Copilot-Hardwaretaste

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Über die Anpassungen in den Office-Applikationen hinaus testet Microsoft derzeit weitere Möglichkeiten zur Individualisierung in seinem Betriebssystem. In aktuellen Preview-Versionen von Windows 11 wird eine Funktion erprobt, welche die Belegung der dedizierten Copilot-Taste auf der Tastatur betrifft.

Wie Beobachter der Windows-Entwicklung wie PhantomOfEarth berichteten, können Nutzer in diesen Testumgebungen die physische Taste nun umbelegen. Zu den verfügbaren Optionen gehört unter anderem die Zuweisung anderer Systemfunktionen oder das vollständige Deaktivieren der Taste. In den Einstellungen der Preview-Version wurde hierzu die Option hinterlegt, der Taste gar keine Funktion zuzuweisen.

Flexibilität für Endanwender

Bisher war die Einführung der Copilot-Taste als fester Bestandteil neuer Windows-Hardware vorgesehen, um den schnellen Zugriff auf die künstliche Intelligenz zu forcieren. Dass Microsoft nun Optionen zur Deaktivierung oder Umbelegung direkt im System testet, folgt einem Trend in der Nutzerschaft. Bislang mussten Anwender, die die Taste für andere Zwecke nutzen wollten, auf externe Werkzeuge wie PowerToys oder AutoHotkey zurückgreifen, um die Hardware nach eigenen Bedürfnissen anzupassen.

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Die Integration dieser Wahlmöglichkeiten direkt in die Systemeinstellungen von Windows 11 deutet darauf hin, dass das Unternehmen verstärkt auf das Bedürfnis der Nutzer nach Kontrolle über ihre Hardware und Software-Oberflächen eingeht. Wann diese Funktionen aus den Testversionen in das reguläre Systemupdate für alle Anwender übernommen werden, bleibt abzuwarten. Es unterstreicht jedoch das Bemühen des Konzerns, Copilot weniger invasiv in den digitalen Arbeitsalltag zu integrieren.