Microsoft führt neue Anpassungsoptionen für das Rechtsklickmenü in Windows 11 ein. Mit den Änderungen erhalten Nutzer erstmals die Möglichkeit, selten oder gar nicht genutzte Befehle eigenständig auszublenden und die Menüstruktur an ihre Arbeitsweise anzupassen. Die Neuerung soll das seit der Einführung des Betriebssystems oft kritisierte Kontextmenü übersichtlicher und schneller machen.
Das Redmonder Unternehmen orientiert sich bei der Neugestaltung wieder stärker am Windows-10-Stil. Nach Angaben von Microsoft öffnet sich das überarbeitete Menü spürbar schneller und wirkt weniger überladen. Eine der auffälligsten Änderungen betrifft grundlegende Aktionen: Die bisherige Leiste aus Symbolen am oberen oder unteren Rand für Ausschneiden, Kopieren, Einfügen, Umbenennen, Löschen und Teilen wird durch reguläre Textoptionen ersetzt.
Flexible Anpassung über die Systemeinstellungen
Am unteren Ende des Menüs befindet sich künftig eine Schaltfläche zur Menüanpassung, die direkt in den Bereich für Kontextmenüs unter Einstellungen und Personalisierung führt. Dort lässt sich festlegen, welche systemweiten Einträge angezeigt werden sollen.
Unter anderem können Befehle wie das Drucken, das Senden an andere Ziele, das Erstellen von Verknüpfungen, das Kopieren als Pfad sowie das Drehen von Bildern individuell ein- oder ausgeschaltet werden. Zudem lässt sich der Eintrag für Dateieigenschaften an das Ende des Menüs verschieben.
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Auch der Umgang mit Software von Drittanbietern wird flexibler. Erweiterungen externer Programme können wahlweise im Hauptmenü verbleiben, in ein Untermenü verschoben oder komplett deaktiviert werden. Die Tastenkombination aus Umschalt- und Rechtsklick bleibt unverändert erhalten und ruft weiterhin das klassische Menü aus Windows 10 auf.
Erste Praxistests zeigen deutliche Unterschiede im Arbeitsalltag: Das Kontextmenü öffnet sich verzögerungsfrei. Bei Bilddateien sank die Zahl der angezeigten Menüpunkte im Standardzustand von zuvor 20 auf 8 Einträge. Dabei wurden sieben Anwendungserweiterungen in ein Untermenü ausgelagert und Funktionen wie KI-Aktionen, die Weiterleitung an das Smartphone sowie bestimmte Freigabeoptionen entfernt.
Schrittweiser Rollout über optionales Update
Technisch bereitgestellt wird die Neuerung seit dem 28. Oktober 2026 über das optionale Vorschau-Update KB5127936. Dieses richtet sich an Windows 11 25H2 mit Build 26200.9818 sowie Windows 11 26H2 mit Build 26300.9818. Die Installation erfolgt manuell über die erweiterten Update-Optionen in den Windows-Einstellungen und erfordert einen Systemneustart.
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Microsoft rollt die Menüanpassung gestaffelt aus, weshalb die Funktion nicht unmittelbar nach der Installation bei allen Anwendern aktiv ist. Die breite Verteilung ist für das reguläre November-Update in unter zwei Wochen vorgesehen, soll jedoch auch dann in Phasen ablaufen.
Erfahrene Nutzer können die Funktion vorab über das Open-Source-Werkzeug ViVeTool unter Verwendung der entsprechenden Kennungen freischalten, wovon Microsoft jedoch abrät. In Diskussionsforen wie Reddit fielen die Reaktionen auf die verbesserte Geschwindigkeit positiv aus, während die verzögerte Bereitstellung der Funktion vereinzelt auf Kritik stößt.
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