In einem aktuellen Vergleichstest untersuchte das britische Portal TechRater UK sechs kostenlose Anwendungen zur Bildschirmaufzeichnung. Der Fokus der Untersuchung lag auf Werkzeugen, die ohne Wasserzeichen arbeiten und unterschiedliche Nutzeranforderungen von einfacher Bedienung bis hin zu professionellen Multi-Source-Funktionen abdecken. Wie aus dem Bericht vom 25. September 2026 hervorgeht, wurden dabei Programme für Windows, Mac und Linux bewertet.
Vergleichstest sieht ShareX und OBS Studio an der Spitze
Unter den getesteten Anwendungen zeichnete sich ShareX für Windows durch eine hohe Flexibilität aus. Das Programm bietet Aufnahmen in den Formaten MP4 und GIF ohne zeitliche Limits und unterstützt über 80 verschiedene Upload-Ziele.
Für komplexere Anforderungen wurde OBS Studio angeführt, das plattformübergreifend für Windows, Mac und Linux verfügbar ist. Die Open-Source-Software ermöglicht die Verwaltung mehrerer Quellen und Szenen sowie den Export in den Formaten MP4, MKV und FLV.
Weitere im Test berücksichtigte Programme umfassen Monosnap, das ein Cloud-Limit von 2 GB bietet, sowie eine für das Jahr 2026 angekündigte Neufassung von CamStudio mit Unterstützung für H.264, H.265 und AV1. Ebenfalls genannt wurde Free Cam, das in der Basisversion Aufnahmen im Format WMV mit einer Auflösung von 720p erstellt, während MP4-Exporte der Pro-Version vorbehalten bleiben.
Microsofts integrierte Lösungen für Windows 10 und 11
Ein wesentlicher Teil des Marktüberblicks befasst sich mit den bereits im Betriebssystem integrierten Werkzeugen von Microsoft. Das Snipping Tool, das unter Windows 10 und 11 vorinstalliert ist, erlaubt Bildschirmaufnahmen im MP4-Format ohne zusätzliche Installation. Es bietet eine direkte Schnittstelle zur Videobearbeitung in Clipchamp.
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Auf Geräten wie dem Microsoft Surface Laptop kann das Tool zudem per Finger oder Stift bedient werden, wobei spezifische Shortcuts in den Systemeinstellungen für Windows Ink konfigurierbar sind.
Für die Erstellung von Screenshots und Bereichsauswahlen unter Windows stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Neben der klassischen Druck-Taste (PrtScn), die das Vollbild in die Zwischenablage kopiert, ermöglicht die Kombination Win+Shift+S eine gezielte Bereichsauswahl.
Auf Hardware von Drittanbietern wie Toshiba oder Samsung ist das Snipping Tool ebenfalls vorinstalliert, wobei Samsung ergänzend proprietäre Tools mit Funktionen wie Scroll-Capture anbietet.
Für längere Aufnahmen unter Windows 10 wird auf den integrierten Game DVR der Xbox-App verwiesen. Dieser ermöglicht MP4-Aufnahmen mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden, setzt jedoch bestimmte Grafik-Hardware voraus, darunter Modelle der Serien AMD Radeon HD 7000, NVIDIA GeForce 600 oder Intel HD 4000 und deren Nachfolger.
Spezialisierte Drittanbieter und Open-Source-Entwicklungen
Abseits der Standardlösungen verzeichnet die Branche spezialisierte Neuentwicklungen. Die Software ScreenCapture bietet in einer aktuellen Version ein kompaktes Format von 1 MB ohne Installationszwang.
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Zu den Funktionen gehören Scroll-Screenshots, eine OCR-Texterkennung via Plugin sowie eine QR-Code-Erkennung. Das Programm basiert auf dem Ling-Framework und wurde laut Berichten vom 26. September 2026 hinsichtlich des Arbeitsspeicherverbrauchs um 5 MB optimiert.
Das Programm Recordly setzt hingegen auf automatisierte Bearbeitungsprozesse. Es fügt Cursor-Bewegungen automatisch Zoom-Effekte hinzu und generiert mittels lokaler Sprachmodelle Untertitel in Sprachen wie Deutsch, Englisch oder Französisch. Für den Bildungs- und Livestreaming-Sektor bietet zudem die 42 MB große Anwendung 白鲨录屏大师 Funktionen wie Kamera-Overlays und Timer-gesteuerte Aufnahmen in 4K-Auflösung an.
Sicherheitsaspekte und Hardware-Anforderungen bei Windows Recall
Abschließend thematisiert die aktuelle Berichterstattung die Sicherheitsaspekte der neuen Windows-Recall-Funktion. Diese erstellt regelmäßig Screenshots zur späteren Durchsuchbarkeit mittels Texterkennung, setzt jedoch einen Copilot+ PC voraus. Laut Branchenanalysten sind derzeit weniger als 10 % der Windows-11-Rechner in der Lage, diese Funktion auszuführen.
Nach Sicherheitsbedenken im Jahr 2024 wurde das System auf ein Opt-in-Verfahren mit Windows-Hello-Authentifizierung und verschlüsseltem lokalen Speicher umgestellt. David Weston von Microsoft bezeichnete die Technik als konsistent mit den beabsichtigten Schutzmaßnahmen, während Institutionen wie das Office of Information Security der University of Pennsylvania Administratoren zur Deaktivierung der Funktion rieten.

