Microsofts umstrittenes neues Start-Menü treibt Profis in die Arme von Alternativ-Software. Deren Entwickler reagieren prompt mit Updates.
Die Schlacht um den effizienten Desktop eskaliert. Auslöser ist die breite Einführung des neu gestalteten Windows 11 Start-Menüs. Nutzer, die auf schlanke Arbeitsabläufe setzen, weichen zunehmend auf Tools von Drittanbietern aus. Die Hersteller von Stardock Start11, StartAllBack und Microsofts eigenem PowerToys haben innerhalb von 72 Stunden bedeutende Updates veröffentlicht. Sie bieten neue Wege, die umstrittenen Änderungen zu umgehen.
Der Zündfunke: Drei geteilte Sektionen
Der Grund für den Run auf Alternativen ist das jüngste Windows 11-Feature-Update vom Januar 2026. Das neue Start-Menü teilt die Oberfläche in drei feste Bereiche: „Angeheftet“, „Empfohlen“ und „Alle“.
Microsoft sieht darin eine bessere Organisation. Die Nutzergemeinde ist gespalten. Kritiker monieren, dass der zentral platzierte „Empfohlen“-Bereich oft unerwünschte Dateien und Werbung anzeigt. Die „Alle“-Ansicht sortiert Programme nun in Kategorien – was für viele mehr Klicks und visuelles Chaos bedeutet. Diese Änderung veranlasst Power-User, nach Lösungen zu suchen, die ihnen die Kontrolle über ihren Bildschirm zurückgeben.
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Stardock Start11 v2.60: Fokus auf Unternehmen
Als Reaktion auf die Nachfrage nach einer professionelleren Oberfläche brachte Stardock am 28. Januar Start11 v2.60 heraus. Das Update zielt auf Unternehmensnutzer und IT-Administratoren ab, die eine ablenkungsfreie Umgebung benötigen.
Die neue Version ermöglicht eine granulare Steuerung des Start-Menüs über erweiterte Registry-Einträge. IT-Administratoren können so etwa Herunterfahren-Optionen ausblenden oder Kontextmenüs deaktivieren. Das ist ideal für Kiosk-Systeme oder gemeinsam genutzte Rechner. Zudem behebt das Update einen Konflikt mit der Sicherheitsfunktion „Kernisolation“ und verbessert die Kompatibilität mit Multi-Monitor-Setups.
StartAllBack v3.9.21: Die klassische Arbeitsweise retten
Für Fans des Windows-7- oder Windows-10-Looks veröffentlichte das StartAllBack-Team am 27. Januar Version 3.9.21. Das schlanke Tool ist bekannt dafür, moderne UI-Änderungen, die die Muskelgedächtnis-Arbeitsweise stören, schnell rückgängig zu machen.
Das Update stellt die Kompatibilität mit den neuesten Windows-Insider-Builds sicher. StartAllBack stellt die klassische Taskleisten-Funktionalität wieder her. Dazu gehört die Möglichkeit, Fenster zu entgruppieren und Beschriftungen anzuzeigen – essenziell für Nutzer, die viele Excel- oder Browser-Fenster gleichzeitig verwalten. Zudem ersetzt es das langsame „Weitere Optionen anzeigen“-Menü von Windows 11 durch ein schnelles, klassisches Kontextmenü.
PowerToys v0.97.1: Der Tastatur-Ansatz
Microsofts eigenes Open-Source-Toolkit PowerToys bietet eine clevere Alternative für alle, die den Start-Button komplett umgehen wollen. Das Update v0.97.1 vom 28. Januar bringt wichtige Stabilitätsverbesserungen für „PowerToys Run“.
Dieser Tastenkombination-gesteuerte Starter (Alt+Leertaste) funktioniert ähnlich wie Spotlight auf macOS. Mit ihm lassen sich Anwendungen starten, Dateien finden und Systembefehle ausführen – ganz ohne Maus und überladenes Start-Menü. Die kontinuierliche Pflege dieses Tools zeigt: Selbst bei Microsoft weiß man, dass Power-User direktere, tastaturgesteuerte Methoden benötigen.
Branchenanalyse: Der Anpassungs-Wettlauf
Der gleichzeitige Rollout eines umstrittenen Windows-Updates und polierter Drittanbieter-Alternativen unterstreicht einen Dauerkonflikt im Windows-Ökosystem. Während Microsoft ein „kuratiertes“ Erlebnis mit empfohlenen Inhalten forciert, wächst der Markt für Tools, die genau diese Schichten entfernen.
Der „Empfohlen“-Bereich bleibt der größte Reibungspunkt. Indem Microsoft ihn in der Mitte des neuen Layouts verankert, erhöht es unbeabsichtigt den Wert von Software wie Start11, die ihn komplett ausblenden kann. Die schnellen Kompatibilitäts-Patches der Drittanbieter demonstrieren deren Agilität. Oft beheben sie Nutzbarkeits-Rückschritte innerhalb von Tagen nach deren Erscheinen.
Ausblick: Wird Microsoft nachsteuern?
Die Anpassungslandschaft wird sich weiter entwickeln. Microsoft plant für Anfang 2026 eine neue „Bei der ersten Anmeldung wiederherstellen“-Funktion. Sie soll das Einrichten neuer Geräte beschleunigen.
Ob diese native Funktion aber auch UI-Modifikationen von Drittanbietern bewahrt, ist unklar. Solange Microsoft keine eigenen Schalter zum Deaktivieren des „Empfohlen“-Feeds oder zum Zurückschalten auf ein klassisches Layout anbietet, wird die Abhängigkeit von Tools wie Start11, StartAllBack und PowerToys bestehen bleiben. Weitere Updates dieser Anbieter in den kommenden Wochen sind wahrscheinlich.
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