Windows 11: Startmenü wird modular, UI reagiert 70% schneller

Microsofts neues Windows 11 Update bringt ein modulares Startmenü, eine verbesserte Suche und ein Low-Latency-Profil für spürbar mehr Leistung.

Die neuen Insider-Builds bringen ein modular aufgebautes Startmenü und spürbare Leistungsverbesserungen. Die Änderungen geben Nutzern erstmals umfassende Kontrolle über die Kernoberfläche des Betriebssystems.

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Startmenü im neuen Gewand

Die auffälligste Neuerung betrifft das Startmenü. Microsoft hat den Bereich „Empfohlen“ in „Zuletzt verwendet“ umbenannt und die Verwaltungsoptionen deutlich erweitert. Tests zeigen: Das Startmenü verfügt jetzt über unabhängige Schalter für die Bereiche „Angeheftet“, „Zuletzt verwendet“ und „Alle Apps“. Nutzer können einzelne Abschnitte komplett ausblenden.

Drei verschiedene Größenkonfigurationen stehen zur Wahl: Klein, Groß und Automatisch. Wer es aufgeräumter mag, kann zudem den Profilnamen und das Profilbild ausblenden. Die Ansicht „Alle Apps“ wurde um Raster-, Listen- und Kategorieansichten erweitert. Die Ränder des Menüs lassen sich zwar noch nicht per Drag & Drop anpassen – aber die Richtung stimmt.

Auch die Taskleiste wird überarbeitet. In einigen Insider-Builds testet Microsoft die Möglichkeit, die Taskleiste oben oder seitlich zu positionieren. Dazu kommt eine Option für eine schmalere Taskleiste.

Intelligente Suche und einheitliches Design

Die Windows-Suche wurde grundlegend verbessert. Sie beherrscht jetzt die Teilzeichenfolgensuche. Das System findet Dateien auch dann, wenn nur ein Teil des Namens eingegeben wird. Wer etwa „april“ sucht, bekommt auch die Datei „MeetingNotesApril“ angezeigt – und zwar sowohl über Dateinamen als auch über Dateiinhalte.

Für mehr optische Konsistenz sorgt ein vereinheitlichter Lade-Spinner. Die Fortschrittsanzeigen sind jetzt synchronisiert – vom Bootvorgang über den Anmeldebildschirm bis hin zu Herunterfahren und Updates. Die Adressleiste des Datei-Explorers unterstützt nun doppelte Backslashes und Anführungszeichen. Das Detailfenster zeigt Dateigrößen in KB, MB und GB an.

Leistungssprung durch Low-Latency-Profil

Parallel zu den Oberflächenänderungen hat Microsoft das optionale Update KB5089573 veröffentlicht. Es enthält ein „Low Latency Profil“, das die CPU-Frequenz für drei Sekunden hochfährt – genau dann, wenn sie gebraucht wird: beim Starten von Anwendungen oder bei Dateisuchen.

Benchmarks zeigen beeindruckende Ergebnisse: Die UI-Reaktionsfähigkeit verbessert sich um 70 Prozent, die Startzeiten von Anwendungen sinken um 40 Prozent. Und das bei minimalen Auswirkungen auf die Akkulaufzeit.

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Kein Windows 12 in Sicht – Fokus auf KI-Hardware

Microsoft hat klargestellt: Während der Build-2026-Phase wird kein „Windows 12″ angekündigt. Stattdessen konzentriert sich der Konzern auf „KI-PC“-Hardware und den bestehenden Reparaturzyklus für Windows 11.

Doch die Hardware-Offensive steht offenbar unmittelbar bevor. Nvidia und Microsoft bereiten die ersten Windows-PCs mit Nvidia-eigenen Hauptprozessoren vor. Geräte von Dell und aus der Microsoft-Surface-Reihe sollen bereits in der kommenden Woche erscheinen. Nvidias Führungsspitze wird am Montag in Taipeh eine Keynote halten, um eine neue Ära des Personal Computing einzuläuten.

Ausblick: Version 26H1 kommt am 5. Juni

In der unmittelbaren Zukunft steht Windows 11 Version 26H1 an. Die Veröffentlichung ist für den 5. Juni 2026 geplant – speziell für Geräte mit Snapdragon-X2-Chips. Ob die neuen Funktionen dann auch für alle anderen Nutzer verfügbar sein werden, bleibt abzuwarten.