Microsoft hat bestätigt, dass der KI-Assistent Copilot künftig in die neu gestaltete Windows-11-Suche eingebunden wird. Die Einführung soll später im Jahr 2026 erfolgen und sich zunächst auf ausgewählte Märkte beschränken. Für Nutzer wird die Funktion vollständig optional als Opt-in umgesetzt, womit Copilot kein verpflichtender Bestandteil des Betriebssystems mehr ist. Die frühere Funktion namens „Ask Copilot“ wurde bereits eingestellt.
Schlankere Oberfläche und optimierter Speicher
Die überarbeitete Windows-Suche soll noch vor Ende 2026 regulär bereitgestellt werden. Sie basiert auf WinUI 3, arbeitet schneller und beansprucht weniger Arbeitsspeicher als vorherige Versionen.
Anstelle einer großen Vorschau kommt eine einheitliche Ergebnisliste zum Einsatz, ergänzt durch eine verbesserte Erkennung von Rechtschreibung und Synonymen. Erweiterte Dateidetails und Web-Vorschauen sind für einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2026 vorgesehen.
Antworten von Copilot werden künftig direkt inline im Suchfenster angezeigt und bieten eine Verknüpfung zur vollständigen Anwendung. Durch eine Bereinigung im Juli wurden zuvor bereits Werbeeinblendungen sowie Web- und Store-Vorschläge aus der Suche entfernt, sodass das Suchfeld insgesamt weniger externe Web-Inhalte einblendet.
Microsoft untermauerte die Leistungsgewinne mit Vergleichen der Builds 26300.9550 und 26200.7628. Demnach laufen Interaktionen in Bereichen wie der Speicherverwaltung, der Suche, dem Datei-Explorer und der Foto-App um bis zu 20 Prozent schneller ab, wenngleich dies keine pauschale Beschleunigung aller Programme darstellt.
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Eine modifizierte Speicherverwaltung hält auf geeigneten Systemen bis zu 2 GiB mehr aktive Daten im RAM. Auf Rechnern mit bis zu 8 GiB RAM werden Widgets erst beim tatsächlichen Aufruf geladen, was über 200 MiB für andere Anwendungen freigibt.
Interne Tests auf einem HP Omnibook 3 mit zwei 25H2-Builds ergaben beim Multitasking Zuwächse von bis zu 40 Prozent, während Telemetriedaten realer Geräte mit 8 GiB RAM Reaktionszeiten um bis zu 20 Prozent verkürzten.
Unabhängige Überprüfungen auf Systemen von Intel und AMD stehen noch aus. Windows-Chef Pavan Davuluri erklärte im Windows Experience Blog, das Ziel bestehe darin, dass sich PCs mit 8 GB Arbeitsspeicher im Laufe der Zeit spürbar verbesserten.
Systembefehle und tiefere Smartphone-Verbindung
Davuluri präsentierte auf einem Windows- und Surface-Event zudem eine erweiterte Befehlssteuerung. Die Suche kann tausende Systemaktionen verarbeiten, darunter Befehle zum Aktivieren des Dunkelmodus, zum Einschalten von Bluetooth, zum Dimmen des Bildschirms sowie zum Stummschalten oder Minimieren sämtlicher Fenster.
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In der Insider Preview Build 26340.9843 des Experimental-Kanals bindet Microsoft zudem Smartphone-Funktionen über Phone Link tiefer in die Suche ein. Telefonanrufe und Textnachrichten an Android-Geräte lassen sich per Eingabe des Kontaktnamens samt Aktion direkt anstoßen, ohne die Phone-Link-Anwendung separat öffnen zu müssen. Ergänzend stehen Kurzbefehle für Funktionen wie „Nicht stören“ am Smartphone sowie Regler für Systemlautstärke, Helligkeit und den Mauszeiger bereit.
Über die Suchleiste können zudem mobile Apps auf ausgewählten Smartphone-Modellen von Samsung, Honor, Oppo, Asus, Vivo, Xiaomi, iQOO und Realme ab Android 11 gestartet und auf den Desktop gespiegelt werden. Auch das Herunterfahren des PCs sowie die Durchführung von Updates aus der Ferne sind über das Smartphone möglich. Eine entsprechende Unterstützung für Apple-iPhones ist für Anfang 2027 geplant.
Die Testphase der Neuerungen begann am 07.10.2026 im Experimental-Kanal für Windows Insider. Ein breiterer Rollout für reguläre Windows-11-Geräte wird für den Herbst 2026 angestrebt, wobei Microsoft hierfür noch keinen genauen Tag genannt hat.

