Der Patch KB5094126 für die Versionen 24H2 und 25H2 adressiert jahrelange Nutzerkritik an der trägen Suche und verbessert die Systemreaktionsfähigkeit spürbar.
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Suche wird schneller und lokaler
Ein zentrales Ärgernis vieler Windows-Nutzer war die umständliche Suchfunktion. Das ändert sich jetzt grundlegend. Künftig reichen bereits zwei eingegebene Zeichen, damit Windows die ersten Ergebnisse anzeigt – bisher waren drei nötig.
Noch wichtiger: Microsoft hat die Rangfolge der Suchergebnisse überarbeitet. Das System priorisiert nun lokale Dateien und installierte Anwendungen vor Vorschlägen aus dem Internet oder von Microsofts Copilot. Wer die Suche primär zum Auffinden eigener Dokumente nutzt, dürfte das zu schätzen wissen.
Der „Low Latency Profile“-Boost
Seit dem 9. Juni rollt Microsoft eine Funktion aus, die für deutlich flottere Bedienung sorgen soll: das Low Latency Profile. Dabei wird der Prozessor für ein bis drei Sekunden auf maximale Taktrate hochgefahren – allerdings nur bei bestimmten Aktionen.
Die Beschleunigung greift, wenn Nutzer das Startmenü öffnen, die Windows-Suche nutzen oder das Action Center aufrufen. Erste Tests zeigen beeindruckende Werte: System-Flyouts öffnen sich bis zu 70 Prozent schneller, Kernanwendungen starten bis zu 40 Prozent flotter. Besonders auf älterer Hardware soll der Effekt deutlich spürbar sein. Fortgeschrittene Nutzer können das Profil übrigens manuell über spezielle Identifikationstools aktivieren oder deaktivieren.
Gemeinsam Musik hören und NPU-Überwachung
Das Update bringt auch praktische Neuerungen für Multimedia-Fans. Mit der neuen „Shared Audio“-Funktion lassen sich zwei Bluetooth-LE-Audio-Kopfhörer gleichzeitig mit demselben Soundstream verbinden. Perfekt für gemeinsames Musikhören oder Filmeschauen.
Ebenfalls neu: Mehrere Anwendungen können nun gleichzeitig auf eine einzige Webcam zugreifen. Der Taskmanager wiederum zeigt ab sofort die Auslastung der Neural Processing Unit (NPU) pro Prozess an – ein wichtiges Feature für Nutzer, die KI-beschleunigte Anwendungen im Auge behalten wollen.
Kleinere Verbesserungen betreffen die Möglichkeit, bei einer Neuinstallation einen benutzerdefinierten Benutzerordnernamen zu vergeben, sowie schnellere Download-Geschwindigkeiten im Windows Store.
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Über 200 Sicherheitslücken geschlossen
Sicherheitstechnisch hat Microsoft ganze Arbeit geleistet: Der Patch schließt über 200 Schwachstellen. Besonders kritisch ist CVE-2026-45657 – eine Kernel-Sicherheitslücke, die Remote-Code-Ausführung ermöglicht und eine Schweregradbewertung von 9,8 von 10 Punkten erhielt.
Ausblick: Volle Kontrolle über die Suche
Microsoft hat während eines Meetings mit Windows-Insidern bereits weitere Änderungen angekündigt. Im Rahmen der Initiative „Windows K2“ sollen Nutzer künftig die Möglichkeit erhalten, die Bing-Webintegration und Store-Vorschschläge in der Suche komplett zu deaktivieren. Diese datenschutzfreundlichen Optionen wurden den Insidern Mitte Juni vorgestellt – wann sie für die breite Öffentlichkeit kommen, steht noch nicht fest.
Weitere geplante Verbesserungen: Der Datei-Explorer soll beim Löschen großer Dateimengen um 30 Prozent schneller werden.

