Windows 11: Surface Laptop läuft 58% schneller mit 20 Stunden Akku

Microsoft treibt den Wechsel zu Windows 11 mit KI-Fokus und neuen Surface-Geräten voran, während Sicherheitsupdates weiterhin Probleme verursachen.

Microsoft treibt den Umstieg auf Windows 11 voran – mit KI-Fokus, neuer Hardware und deutlichen Rabatten. Doch Sicherheitsupdates bereiten weiterhin Probleme.

Der Countdown läuft: Im Oktober 2025 endet der Support für Windows 10. Microsoft positioniert Windows 11 deshalb zunehmend als Plattform für künstliche Intelligenz und modernes Arbeiten. Der Wechsel sei für Unternehmen unvermeidlich, um von KI-gestützten Tools und neuer Chip-Technologie zu profitieren, heißt es in einer aktuellen Branchenanalyse von Computerworld und Qualcomm.

Neue Hardware mit deutlichen Leistungssprüngen

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Am Dienstag dieser Woche kamen neue Surface-Modelle auf den Markt, die für Windows 11 optimiert sind. Die mit Snapdragon X2-Prozessoren ausgestatteten Geräte zeigen beeindruckende Werte: Das Surface Pro erreicht eine um bis zu 53 Prozent schnellere Grafikleistung, das Surface Laptop sogar 58 Prozent. Die Akkulaufzeiten liegen bei rund 15,5 Stunden für das Pro-Modell und 20 Stunden für den Laptop.

Auch Software-Optimierungen tragen zur Leistungssteigerung bei. Microsoft und Adobe haben gemeinsam Photoshop unter Windows 11 beschleunigt. Durch eine spezielle Optimierungsmethode (Sample Profile Guided Optimization) läuft die Bildbearbeitung auf x86-64-Systemen 20 Prozent schneller, auf Arm-basierter Hardware immerhin 13 Prozent.

Sicherheitsupdates: Fortschritt mit Risiken

Doch der Fokus auf neue Funktionen hat seinen Preis. Das Sicherheitsupdate vom 9. Juni (KB5095051) sorgt für Frust: Microsoft Office-Anwendungen wie Word, Excel, Outlook und PowerPoint lassen sich nicht mehr starten, wenn sie über Drittanbieter-Apps aufgerufen werden. Direkt geöffnet funktionieren die Programme zwar – ein Korrekturtermin steht aber noch aus.

Das ist nicht der erste Patzer. Bereits das Januar-Update (KB5074109) hatte für erhebliche Probleme gesorgt: Schwarze Bildschirme, Boot-Schleifen und Leistungseinbußen von bis zu 20 Prozent waren die Folge. Besonders Systeme mit Neural Processing Units (NPUs) waren betroffen.

Mehr Kontrolle für Nutzer

Microsoft reagiert auf langjährige Nutzerwünsche. Ab sofort können Anwender Bing-Web-Ergebnisse in der Startmenü-Suche deaktivieren – ein Schritt hin zu besserer lokaler Suche und mehr Privatsphäre.

Im Windows-Insider-Programm wird zudem eine tippfehlertolerante Suche getestet. Die Funktion, die seit dem 12. Juni in einer Vorschauversion verfügbar ist, erkennt gewünschte Ergebnisse auch bei Rechtschreibfehlern – ähnlich wie bei konkurrierenden Betriebssystemen.

Der neue, auf WebView2 basierende Outlook für Windows 11 hat seine Offline-Fähigkeiten erweitert. Seit April unterstützt die App das Arbeiten mit Anhängen ohne Internetverbindung und synchronisiert bis zu 180 Tage E-Mails – mit Option auf zwei Jahre.

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Rabatte und Marktposition

Mit dem nahenden Support-Ende für Windows 10 locken Händler mit deutlichen Preisnachlässen. Lifetime-Lizenzen für Windows 11 Pro sind derzeit für umgerechnet etwa 9 bis 12 Euro erhältlich – ein Bruchteil des regulären Preises von knapp 180 Euro. Auch die Home-Version ist mit rund 55 Euro deutlich günstiger geworden.

Windows hält weiterhin einen Marktanteil von über 70 Prozent, macOS kommt auf rund 16 Prozent. Doch die Nutzerzufriedenheit leidet: Instabile WLAN-Verbindungen, hoher Stromverbrauch im Standby und Grafiktreiber-Konflikte, die zu Startproblemen führen, bleiben häufige Kritikpunkte.