Berlin – Microsoft zieht die Reißleine und vereinfacht seine Produktpalette massiv. Insgesamt 15 Software- und Hardwareprodukte erreichen im Laufe des Jahres 2026 ihr Support-Ende. Betroffen sind sowohl Unternehmenslösungen als auch Verbraucheranwendungen – von Betriebssystemen über Bürosoftware bis hin zu Server-Infrastruktur.
Windows 11 und Office 2021: Der Countdown läuft
Der wohl wichtigste Termin für Millionen Nutzer: Am 13. Oktober 2026 stellt Microsoft die Unterstützung für Office 2021 und Windows 11 Version 24H2 ein. Wer weiterhin Sicherheitsupdates erhalten will, muss handeln. Microsoft empfiehlt offiziell den Umstieg auf das Abo-Modell Microsoft 365 – ein klarer Schub für das Cloud-Geschäft.
Auch die Microsoft-Store-Version von Microsoft 365 wird bis Jahresende keine Updates mehr erhalten. Parallel dazu geht Windows Server 2012 in sein letztes Jahr der erweiterten Sicherheitsupdates (ESU). Für Unternehmen, die noch auf dem alten Server-System arbeiten, wird die Zeit langsam knapp.
Datenbanken und Cloud-Dienste betroffen
Im Bereich Datenbanken und Entwicklung trifft es vor allem SQL Server 2016: Der Support endet bereits am 14. Juli 2026. Auch Azure Functions 1.x wird eingestellt – hier läuft die Frist am 14. September 2026 ab.
Die Auswirkungen sind bereits bei Drittanbietern spürbar. Der Sicherheitsspezialist Bitdefender hat angekündigt, den Support für Microsoft Exchange Server 2010 einzustellen. Ein klares Zeichen, dass die Branche die alten Server-Umgebungen hinter sich lässt.
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Hardware-Rückzug: Surface-Reihe schrumpft
Microsoft scheint auch bei der Hardware den Rotstift anzusetzen. Branchenbeobachter berichten, dass die Produktion der Surface Go– und Surface Laptop Go-Modelle eingestellt wurde. Nachfolger für diese Gerätereihen sind demnach nicht geplant.
Neue Funktionen für Windows 11
Doch Microsoft arbeitet auch an neuen Lösungen. Am 23. Juni 2026 veröffentlichte der Konzern das Vorschau-Update KB5095093, das Shell-Abstürze auf Windows-11-Geräten behebt, die über Autopilot bereitgestellt wurden.
Spannend: Im Windows-Insider-Experimental-Channel testet Microsoft derzeit eine Funktion namens „Cloud Rebuild“. Sie erlaubt es, Windows 11 über eine Netzwerkverbindung neu zu installieren – selbst wenn das lokale System nicht mehr bootet. Ein echter Rettungsanker für Systemadministratoren.
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Microsofts Marktposition bleibt stabil
Trotz der vielen Produktänderungen: Microsofts Marktmacht bröckelt nicht. Korrigierte Daten von StatCounter zeigen, dass Windows weiterhin rund 1,6 Milliarden Geräte antreibt – das entspricht einem Marktanteil von etwa 72 Prozent. Frühere Berichte über einen Rückgang waren auf eine Fehlklassifizierung von Geräten als „Unbekannt“ zurückzuführen.
Auch die Zukunft von Microsoft Access ist gesichert. Die Datenbank-Software erhält im Juli 2026 abgerundete Ecken und im August 2026 die Einführung von Cascading Combo Boxes – ein klares Zeichen, dass Microsoft auch klassische Produkte weiterentwickelt.

