Der Konzern bestätigte Pläne, veraltete Systemelemente durch moderne Frameworks zu ersetzen und das Startmenü flexibler zu gestalten. Ziel ist ein einheitlicheres Erscheinungsbild bei gleichzeitigen Leistungsverbesserungen.
Angesichts dieser umfassenden Änderungen im Design und der Bedienung von Windows 11 verlieren viele Nutzer den Überblick. Dieser kostenlose Expertenreport zeigt Ihnen alle wichtigen Neuerungen im Detail und wie Sie den Wechsel ohne Risiko für Ihre Daten meistern. Windows 11 Starterpaket jetzt kostenlos herunterladen
WinUI 3: Abschied von veralteten Dialogfenstern
Bereits Ende Mai gab Microsoft bekannt, dass veraltete Dialogboxen in Windows 11 Schritt für Schritt durch das WinUI-3-Framework ersetzt werden. March Rogers, Partner Director of Design bei Microsoft, erklärte, das Unternehmen arbeite systematisch eine Liste älterer Oberflächenelemente ab. Der Dateikopier-Dialog wurde bereits intern neu geschrieben, aktuell folgt der Common File Dialog. Die Modernisierung verspricht nicht nur ein konsistenteres Design, sondern auch spürbare Geschwindigkeitsvorteile.
Ein Beispiel: Die Kommando-Palette im PowerToys-Tool lädt mit 94 Millisekunden schneller als der klassische Ausführen-Dialog mit 103 Millisekunden. Das mag nach einer Nuance klingen – doch solche Mikrooptimierungen summieren sich im Alltag.
Modulares Startmenü und flexible Taskleiste
Insider-Builds von Windows 11 zeigen einen neuen, modularen Ansatz für das Startmenü. Der bisherige Bereich „Empfohlen“ heißt künftig „Zuletzt verwendet“. Noch wichtiger: Anwender können die Sichtbarkeit von angehefteten Apps, zuletzt geöffneten Dateien und der vollständigen App-Liste unabhängig voneinander ein- und ausschalten.
Das Startmenü bietet drei Größenkonfigurationen: klein, groß und automatisch. Wer es minimalistisch mag, blendet zudem Profilname und Bild aus. Auch die Windows-Suche wurde aufgerüstet: Sie unterstützt jetzt Teilstring-Suche, sodass sich Dateien mit unvollständigen Suchbegriffen finden lassen.
Taskleiste: Endlich mehr Freiheiten
Die Insider-Builds enthalten zudem lang erwartete Funktionen für die Taskleiste. Nutzer können sie künftig an den oberen oder seitlichen Bildschirmrand verschieben und ihre Größe verkleinern. Parallel testet Microsoft eine „ruhige“ Version der Widgets-Leiste, die auf reißerische Schlagzeilen verzichtet. Und: Der Copilot verschwindet aus Standard-Anwendungen wie Notepad und dem Snipping Tool.
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Leistungsschub durch Low-Latency-Update
Mit dem optionalen Update KB5089573 für Windows 11 24H2 und 25H2 führte Microsoft Ende Mai ein neues Low-Latency-Profil ein. Es erhöht vorübergehend die CPU-Taktfrequenzen, um eine flüssigere Bedienung zu gewährleisten. Erste Benchmarks zeigen eine um 70 Prozent verbesserte UI-Reaktionsfähigkeit und 40 Prozent schnellere App-Startzeiten.
Das Update bringt weitere Neuerungen:
– Shared Audio für zwei gleichzeitige Bluetooth-LE-Verbindungen
– NPU-Auslastung im Task-Manager
– Auswahl benutzerdefinierter Ordner-Namen bei der Erstinstallation
– Multi-App-Kamerazugriff
Der reguläre Rollout ist für den Juni-Patch-Zyklus vorgesehen.
KI-Strategie: Ein Copilot für alles
Hinter den Kulissen arbeitet Microsoft an einer vereinheitlichten „Super-App“ für seine KI-Assistenten. Das Projekt „Delivering one Copilot“ unter der Leitung von Jacob Andreou soll GitHub Copilot, Copilot Chat und weitere Assistenten in einer einzigen Oberfläche zusammenführen. Die App soll nahtloses Umschalten zwischen privaten und geschäftlichen Konten erlauben – der Start ist für Spätsommer 2026 geplant.
Neue Hardware-Partner und Führungswechsel
Parallel zu den Software-Neuerungen tut sich auch bei der Hardware etwas. Qualcomm kündigte die Snapdragon-C-Serie für Windows-on-Arm-Geräte an, die Einstiegspreise von rund 300 Euro ermöglichen soll. Windows 11 Version 26H1 erscheint am 5. Juni 2026 – speziell für Geräte mit Snapdragon-X2-Plattform.
Einen personellen Einschnitt gibt es ebenfalls: Chief Marketing Officer Yusuf Mehdi verlässt Microsoft nach 35 Jahren. Der Abgang erfolgt zu einem Zeitpunkt, da Partner wie Lenovo und NVIDIA starke Wachstumszahlen melden – Lenovo steigerte den Umsatz um 27 Prozent auf 21,6 Milliarden Euro, NVIDIA sogar um 85 Prozent auf 81,6 Milliarden Euro.

