Windows 11: Update KB5089573 beschleunigt Startmenü um 70%

Optionales Vorschau-Update KB5089573 bringt bis zu 70 Prozent schnellere Menüs, während Sicherheitspatches Installationsprobleme verursachen.

Microsoft hat ein optionales Vorschau-Update für Windows 11 veröffentlicht, das die Systemreaktion spürbar verbessern soll. Die Aktualisierung vom 28. Mai 2026 kommt jedoch zu einem Zeitpunkt, an dem viele Nutzer mit den jüngsten Sicherheitspatches kämpfen.

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„Low Latency Profile“ beschleunigt das System

Das optionale Update mit der Bezeichnung KB5089573 führt eine neue Technologie namens Low Latency Profile (LLP) ein. Diese nutzt kurze CPU-Bursts von einer bis drei Sekunden, um Benutzeroberflächen-Interaktionen zu priorisieren. Technische Dokumentationen zufolge ist das Profil Teil der umfassenderen Entwicklungsinitiative Windows K2.

Erste Leistungstests zeigen beeindruckende Werte: Die Startgeschwindigkeit von Anwendungen soll sich um bis zu 40 Prozent verbessern. Noch deutlicher fällt der Sprung bei Systemmenüs aus – das Startmenü und das Action Center reagieren demnach bis zu 70 Prozent schneller. Das Update wird derzeit schrittweise für Windows 11 Version 24H2 und 25H2 ausgerollt. Einige Nutzer haben bereits mit Tools wie ViveTool und spezifischen Befehls-IDs die Funktion manuell aktiviert.

Neben der Leistungssteigerung bringt das Update weitere Neuerungen:

  • Task-Manager: Neue Überwachungsmöglichkeiten für Neural Processing Units (NPUs)
  • Konnektivität: Unterstützung für Shared Audio über Bluetooth LE und Multi-App-Kamera-Funktionen
  • Benutzerordner: Erstmals können Anwender bei der Systemeinrichtung eigene Namen für ihre Benutzerprofil-Ordner vergeben – Schluss mit den automatisch generierten Fünf-Zeichen-Namen aus E-Mail-Adressen

Ärger mit Sicherheitsupdates

Während das optionale Update für Begeisterung sorgt, melden technische Foren am 29. Mai 2026 vermehrt Installationsprobleme mit den verpflichtenden Sicherheitsaktualisierungen. Beim Herunterladen des Mai-2026-Sicherheitsupdates (KB5089549) und zugehöriger .NET-Framework-Updates treten die Fehlercodes 0x800706f4 und 0x800705b9 auf.

Experten haben mehrere Ursachen identifiziert: von beschädigten Systemdateien bis hin zu Treiberkonflikten mit bestimmter Audio-Hardware. Microsoft-Q&A-Berichte deuten darauf hin, dass die Sicherheitsupdates in einigen Fällen unerwartete Schreibzugriffsprobleme in Systemordnern verursachen oder automatische Reparaturschleifen auslösen.

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Zur Behebung empfehlen Fachleute eine Reihe von Diagnoseschritten. Eine primäre Lösung: Zurücksetzen der Windows-Update-Komponenten durch Stoppen des Background Intelligent Transfer Service (BITS) und des Windows-Update-Dienstes, um den SoftwareDistribution-Ordner zu leeren. Weitere empfohlene Maßnahmen sind die Aktivierung von TLS 1.2 in der Registrierung und die Überprüfung, ob Systempartitionen ausreichend freien Speicherplatz für den Update-Prozess bieten.

Neue Hardware für Windows 11

Die Leistungsoffensive fällt zeitlich mit neuen Hardware-Entwicklungen zusammen. Am 28. Mai 2026 kündigte Qualcomm seine Snapdragon C-Plattform an – einen ARM-basierten chip für Einsteiger-Windows-Laptops. Mit einem Zielpreis von umgerechnet rund 280 Euro sollen Geräte von Herstellern wie Acer, HP und Lenovo noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Für Nutzer, die nach den aktuellen Updates eine Trägheit ihres Systems bemerken, empfehlen Ende Mai veröffentlichte technische Anleitungen einen Blick auf die Energieeinstellungen. Updates setzen gelegentlich die Energiepläne auf Effizienzmodi zurück. Ein Wechsel in den Leistungsmodus und die Sicherstellung, dass der minimale Prozessorstatus bei Netzbetrieb auf 100 Prozent gesetzt ist, kann die erwartete Geschwindigkeit oft wiederherstellen. Experten raten zudem, vor einer Neuinstallation die integrierten Systemdatei- und Bereitstellungsimage-Tools zu nutzen.