Windows 11: Update KB5089573 macht UI bis zu 70% schneller

Microsoft präsentiert auf der Build 2026 ein Update mit bis zu 70 Prozent schnelleren Reaktionszeiten und mehr Privatsphäre bei der Windows-Suche.

Der Fokus liegt auf spürbar schnelleren Reaktionszeiten und mehr Kontrolle über die Suchfunktion. Die Ankündigungen fielen auf der Entwicklerkonferenz Build 2026 sowie einem Treffen mit Windows-Insidern in San Francisco.

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Update KB5089573 bringt „Low Latency Profile“

Das optionale Update KB5089573 steht seit Anfang Juni zur manuellen Installation bereit. Es führt ein „Low Latency Profile“ ein, das Verzögerungen in der Benutzeroberfläche drastisch reduzieren soll. Die Technik dahinter: Bei Interaktionen mit zentralen UI-Elementen wird die CPU für bis zu drei Sekunden kurzzeitig höher getaktet.

Erste Tests zeigen beeindruckende Werte: Startmenü, Windows-Suche und das Action Center reagieren bis zu 70 Prozent schneller. Auch das Öffnen von Anwendungen soll um bis zu 40 Prozent flotter vonstattengehen. Derzeit noch als optionale Vorschau verfügbar, wird das Update ab dem 9. Juni 2026 automatisch an alle Nutzer ausgerollt – zeitgleich mit dem monatlichen „Patch Tuesday“.

Darüber hinaus enthält das Update weitere Neuerungen:

  • Audio-Sharing: Zwei Bluetooth-LE-Audio-Geräte können gleichzeitig denselben Audiostream empfangen.
  • NPU-Überwachung: Der Taskmanager zeigt jetzt die Auslastung von Neural Processing Units an – nützlich für KI-gestützte Arbeitslasten.
  • Dateiverwaltung: Massenlöschungen im Explorer laufen 30 Prozent schneller, der Dateimanager startet insgesamt flotter.

Mehr Privatsphäre bei der Suche

Auf einem Windows-Insider-Event am 1. Juni 2026 in San Francisco präsentierte Microsoft neue Funktionen für die Windows-Suche. Das Herzstück: Ein eigener Schalter in den Datenschutzeinstellungen, mit dem sich Webergebnisse komplett deaktivieren lassen. Die Option findet sich im Bereich „Suchvorschläge“ und adressiert einen langjährigen Nutzerwunsch nach einer rein lokalen Suche.

Die Suchmaschine selbst wechselt zudem auf „Substring-Matching“. Das bedeutet: Ein Dokument namens „Finanzbericht“ lässt sich bereits durch die Eingabe von „nanz“ finden – und das nach nur zwei eingegebenen Zeichen. Microsoft testet außerdem, Store-Vorschläge auszublenden und lokale Dateien grundsätzlich vor Webinhalten zu priorisieren.

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Startmenü: Mehr Flexibilität nach jahrelanger Kritik

Seit März 2026 arbeitet Microsoft unter der Leitung von Manager Pavan Davuluri gezielt an Nutzerbeschwerden – den sogenannten „Pain Points“. Ergebnis ist der Experimental Build 26300.8553, der das Startmenü grundlegend überarbeitet.

Das Menü lässt sich jetzt in den Größen „Klein“, „Groß“ oder „Automatisch“ einstellen. Der Bereich „Empfohlen“ heißt nun „Zuletzt verwendet“. Neue Schalter erlauben es, angeheftete Apps, zuletzt geöffnete Dateien oder das gesamte Benutzerprofil auszublenden. Die Änderungen erinnern an die flexiblen Anpassungsmöglichkeiten älterer Windows-Versionen. Aktuell nur im Experimental-Kanal verfügbar, wird eine allgemeine Veröffentlichung für Ende 2026 erwartet.

Hardware-Optimierung und lokale KI

Parallel zur Computex 2026 und der Build-Konferenz stellte Microsoft tiefgreifende Optimierungen für kommende Hardware vor. Der Windows-Taskplaner unterstützt nun Nvidias neuen RTX-Spark-Superchip – einen Arm-basierten Prozessor mit 20 CPU-Kernen. Ein neues Workload-Profile-Scheduling und Verbesserungen am Prism-Emulator stellen sicher, dass auch ältere Anwendungen auf den Hochkern-Arm-Systemen flüssig laufen.

Auf der Softwareseite kündigte Microsoft auf der Build Aion 1.0 an. Diese Suite lokaler KI-Modelle – darunter „Instruct“ und „Plan“ – läuft direkt auf CPU, GPU oder NPU des Geräts. Sie ermöglicht Sprachverarbeitung und Video-Superauflösung ohne Cloud-Anbindung. Ein Schritt, der Windows 11 endgültig zur KI-Plattform machen soll – und das datenschutzkonform direkt auf dem eigenen Rechner.