Windows 11: Update KB5124008 stoppt File-History-Backups auf betroffenen PCs

Microsoft korrigierte den File-History-Ausfall mit einem Vorschau-Update; VPN-, Spiele- und Wiederherstellungsfehler beschäftigen Nutzer weiterhin.

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Berichte und Diagnosesoftware-Analysen zeigen laut einem Bericht von windowslatest.com vom 23.09.2026 anhaltende Bedenken zur Zuverlässigkeit und Absturzhäufigkeit von Windows 11 im Vergleich zum Vorgänger Windows 10. Auslöser der jüngsten Debatte ist eine Serie von Fehlern, die das Pflicht-Update KB5124008 vom 08.09.2026 mit sich brachte – darunter ein besonders folgenreicher Defekt in der Backup-Funktion File History.

File History erstellt keine Sicherungen mehr

Microsoft bestätigte am 22.09.2026, dass Windows 11 File History nach der Installation von KB5124008 (Build 26200.9445 für 25H2 beziehungsweise 26100.9445 für 24H2) keine Backups mehr anlegt. Betroffene Nutzer sahen eine irreführende Warnung, ihr Laufwerk erneut anzuschließen, einen veralteten „Last backup“-Zeitstempel sowie Abstürze der Prozesse FileHistory.exe und KERNELBASE.dll im Event Viewer.

Laut einem Bericht von bleepingcomputer.com vom 23.09.2026 waren neben Windows 11 ab Version 23H2 auch Windows 10 ab 21H2 sowie die Enterprise-Varianten LTSC 2016 und 2019 betroffen. Die zugrunde liegenden Updates vom 08.09.2026 umfassten laut tech-insider.org unter anderem KB5124012 (26H1), KB5124008 (25H2/24H2), KB5122880 (23H2) sowie die entsprechenden Windows-10-Patches KB5122878.

Ein Notfall-Update namens KB5129195 vom 14.09.2026 behob zwar Probleme bei Remote Desktop, bei Plan9/Linux-Apps wie Claude Cowork und bei Multichannel-Audio, ließ den File-History-Fehler jedoch unangetastet. Als Workaround empfahl Microsoft laut tech-insider.org zunächst die Deinstallation von KB5124008, ohne die Zahl der betroffenen Geräte näher zu benennen.

Fix folgt über Preview-Updates

Erst am 22.09.2026 veröffentlichte Microsoft mit dem optionalen Preview-Update KB5124010 (Build 26200.9550/26100.9550) den eigentlichen Fix für das Backup-Problem, ergänzt um KB5124006 für die Version 26H1. Laut bleepingcomputer.com erhalten Nutzer, die keine optionalen Vorschau-Updates installieren, die Korrektur erst mit dem nächsten Patch Tuesday am 13.10.2026. Microsoft dokumentierte den Fix in seiner Support-Datenbank vom selben Tag.

Das Preview-Update brachte laut heise.de zugleich weitere Änderungen mit sich: Die Copilot-Taste lässt sich künftig als rechte Strg-Taste oder Kontextmenü-Taste konfigurieren, OneDrive-Fotosicherung funktioniert per QR-Code, und der Explorer erhält eine Vorschaufunktion für HTML- und PDF-Dateien.

Zugleich entfernte Microsoft die PC-zu-PC-Migrationsfunktion und verweist Nutzer künftig auf Windows Backup samt Microsoft-Konto und OneDrive. Ein Fehler bei USB Audio Class 1 (Fehlercode 10) blieb laut heise.de unverändert bestehen.

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Weitere Baustellen: VPN, Spiele und Wiederherstellung

Die September-Updates verursachten laut bleepingcomputer.com zusätzlich Probleme bei Always On VPN: Betroffene Verbindungen blieben im Status „Connecting“ hängen, begleitet von der Fehlermeldung, der angegebene Port sei bereits belegt. Ursache sei die automatische Auswahl zwischen den Protokollen IKEv2 und SSTP; als Workaround empfiehlt sich die Festlegung auf ein einzelnes Protokoll, eine dauerhafte Lösung befinde sich in Arbeit.

Auch Spiele gerieten ins Visier: Laut techspot.com führte das Update KB5124010 seit seinem Rollout am 22.09.2026 zu Abstürzen von Battlefield 6 wenige Sekunden nach dem Start, außerdem zu Fehlern im Spiel Wardogs (Code WD-L020) und teilweise auch bei Battlefield 2042. Als Ursache wird ein Konflikt mit dem Anti-Cheat-System EA Javelin vermutet, das auch Titel wie EA Sports FC und Madden NFL schützt.

Der Entwickler Team17 bestätigte die Wardogs-Abstürze, ohne einen sofortigen Fix anzukündigen. Als bislang einzige Abhilfe gilt die Deinstallation von KB5124010. Bereits im August hatte das Update KB5121003 ähnliche Probleme bei Titeln wie Arc Raiders und The Finals ausgelöst.

Ein weiteres Problem betraf laut pswp.cn die Wiederherstellungsumgebung WinRE: Nach dem Update verloren USB-Maus und -Tastatur dort ihre Funktion, was Systemwiederherstellung, Reset und Eingabeaufforderung blockierte. Microsoft reagierte nach sechs Tagen mit dem Out-of-Band-Hotfix KB5070773 über Windows Update. Ein vergleichbarer Fall war bereits im Mai 2026 aufgetreten, als ein Sicherheitsupdate einen Boot-Loop auslöste.

Monatelanges Muster laut Windows Latest

Ein Vergleich von windowslatest.com über neun Monatsupdates zwischen Januar und September 2026 kommt zu dem Schluss, dass die Update-Historie von Windows 10 im selben Zeitraum deutlich weniger Fehler aufwies als jene von Windows 11. Im Januar sorgte KB5074109 für schwarze Bildschirme und Probleme bei Outlook Classic sowie Azure Virtual Desktop.

Im März brach KB5079473 die Anmeldung mit Microsoft-Konten in Teams, OneDrive, Edge und Office – ein Fix folgte erst elf Tage später mit KB5085516. Im April verursachte KB5083769 Probleme bei der BitLocker-Wiederherstellung, im Mai löste KB5089549 Installationsfehler bei knappem Speicherplatz auf der EFI-Systempartition aus.

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Im Juni meldeten Nutzer von HP-Business-PCs binnen weniger als 48 Stunden über 150 Fälle von Boot-Fehlern und BitLocker-Schleifen nach KB5094126, im Juli blockierte Microsoft das Update KB5101650 auf bestimmten Dell-Systemen wegen eines Treiberkonflikts mit Intel.

Zusätzlich berichtet wmrh.cn von Problemen mit AMD-Grafiktreibern nach mehreren Monatspatches, darunter KB5129195: Blaue und schwarze Bildschirme, Neustarts des Explorers sowie eingeschränkte Auflösungen und Bildwiederholraten.

Als Ursache gilt eine zeitliche Lücke zwischen dem Windows-Kumulativupdate und der offiziellen AMD-WHQL-Treiberfreigabe, wodurch Windows Update mitunter einen generischen Treiber installiert. Als Gegenmaßnahmen werden das Deaktivieren der Option „Andere Microsoft-Produkte aktualisieren“, eine manuelle Treiberinstallation vor dem Patch sowie das Anlegen eines Wiederherstellungspunkts empfohlen.

Das im September 2026 veröffentlichte Sicherheitsupdate adressierte laut tech-insider.org insgesamt 966 Schwachstellen, während windowslatest.com für den regulären Windows-10-Patch des gleichen Monats von 723 behobenen Sicherheitslücken spricht. Parallel wurde das ESU-Programm für Windows 10 bis zum 12.10.2027 verlängert.