Windows 11: Update soll bis zu 2 GB mehr Daten im RAM halten

Windows 11 soll bis zu 2 GB mehr Daten im RAM halten; Geräte mit höchstens 8 GB laden Widgets künftig erst bei Bedarf.

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Microsoft hat am 15. Oktober 2026 eine Anpassung der Speicherverwaltung für Windows 11 angekündigt. Künftig soll das Betriebssystem bis zu 2 GB mehr aktive Daten direkt im Arbeitsspeicher vorhalten, anstatt diese auf langsamere Datenträger auszulagern. Die Umstellung erfolgt über ein reguläres System-Update und erfordert keinen manuellen Schalter. Der physisch verfügbare Arbeitsspeicher wird durch diese Maßnahme allerdings nicht vergrößert.

Rollout-Pläne und gezielte Entlastung für schwächere Hardware

Die Aktualisierung wird nach Angaben des Konzerns zunächst an Teilnehmer des Programms Windows Insiders verteilt. Ein breiter Rollout für alle weiteren Nutzer ist für einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2026 vorgesehen.

Ein besonderer Fokus liegt auf Systemen mit begrenzter Hardwareausstattung: Auf Computern mit 8 GB RAM oder weniger werden Widgets künftig erst beim tatsächlichen Öffnen geladen. Dies soll unnötige Hintergrundlasten vermeiden und den Speicherverbrauch von vornherein reduzieren.

Software-Optimierungen gegen Leistungsengpässe

Um den bestehenden Arbeitsspeicher effektiv zu nutzen, empfehlen Fachleute ergänzende Konfigurationen im System. So lassen sich Autostart-Programme in den Einstellungen unter dem Pfad für Apps und Autostart abschalten. Auch die Hintergrundaktivität von Store-Anwendungen kann auf den Wert gesetzt werden, der eine Ausführung im Hintergrund unterbindet.

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Für den Browser Edge steht eine Funktion für ruhende Tabs zur Verfügung, die über die Systemeinstellungen für die Leistungsverwaltung erreichbar ist und ab Werk auf ein Intervall von 15 Minuten eingestellt ist.

Zugleich weisen Experten darauf hin, dass ein voll ausgelasteter Speicherbalken im Task-Manager meist unproblematisch ist, da Windows ungenutzten Arbeitsspeicher regulär als Cache verwendet. Laut einer Untersuchung, über die Voice&Data im Jahr 2023 berichtete, klagten 65 Prozent der Computernutzer über langsame Systeme, während 32 Prozent dadurch ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sahen.

Hardware-Upgrades als Ergänzung zur Systempflege

Reichen Software-Anpassungen nicht mehr aus, um Verzögerungen zu beseitigen, wird der physische Flaschenhals oft im Zusammenspiel von Datenträger und RAM sichtbar. Bei Speichermangel greift das System auf Auslagerungsdateien zurück, was Festplatten stark auslastet.

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Ein Austausch veralteter Magnetspeicher gegen moderne Solid-State-Drives kann Laptops oft innerhalb von Sekunden starten lassen. Für einfache Office- und Studienzwecke gelten 500 GB Speicherplatz als ausreichend, während für umfangreichere Foto- und Videobestände 1 TB oder mehr angeraten werden.

Beim Arbeitsspeicher gelten 8 GB heute als Untergrenze für Basisanwendungen. Für Multitasking mit zahlreichen Tabs oder Videokonferenzen werden 16 GB empfohlen, idealerweise im Dual-Channel-Betrieb.

Vor einem Aufrüsten müssen Nutzer jedoch DDR-Standard, Taktung und Bauform prüfen, da manche Module verlötet sind. Eine Aufrüstung lohnt sich insbesondere bei Notebooks, die zwischen drei und sieben Jahre alt sind und keine gravierenden Schäden aufweisen.