Windows 11: Win11Debloat entfernt vorinstallierte Apps und Werbung

Windows-Einstellungen und Win11Debloat entfernen Apps und Empfehlungen; Mail-Nutzer können Absenderbilder in der Nachrichtenliste ausblenden.

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Unerwünschte Werbeeinblendungen, vorinstallierte Software und visuelle Unruhe belasten auf vielen Arbeitsplatzrechnern das Betriebssystem. Aktuelle Medienberichte zeigen verschiedene Ansätze, um das Desktop-Erlebnis unter Windows 11 zu bereinigen, aufdringliche Empfehlungen zu entfernen und Anzeigeelemente in Mail-Anwendungen gezielt anzupassen.

Bordmittel gegen vorinstallierte Programme und Werbung

Viele überflüssige Programme lassen sich bereits mit den integrierten Werkzeugen des Betriebssystems beseitigen. Fachjournalisten weisen darauf hin, dass Anwendungen wie OneDrive, Outlook, Microsoft Teams, Copilot oder „Verbindung mit dem Handy“ direkt über die Windows-Einstellungen deinstalliert werden können.

Der Weg führt über die installierten Apps im Einstellungsmenü, wo über das jeweilige Drei-Punkte-Symbol die Entfernung angestoßen wird. Ziel dieses Vorgehens ist es, ausschließlich tatsächlich genötigte Software auf dem System zu belassen und Ablenkungen zu minimieren.

Allerdings lassen sich nicht alle tief im System verankerten Komponenten und Funktionen auf diesem einfachen Pfad entfernen. Zudem finden sich im Startmenü weiterhin Empfehlungen und Werbehinweise. Diese lassen sich zumindest teilweise über die Personalisierungsoptionen von Windows 11 abschalten.

Tiefgreifende Bereinigung über automatisierte Skripte

Für eine umfassendere Säuberung greifen versierte Anwender auf Skriptlösungen zurück. Das quelloffene PowerShell-Werkzeug Win11Debloat zielt darauf ab, vorinstallierte Drittanbieter- und Herstellerprogramme automatisiert zu entfernen. Dazu zählen herstellerspezifische Werkzeuge wie Lenovo Vantage oder Anwendungen von HP, aber auch vorinstallierte Apps wie Microsoft News, Office Hub, Facebook, TikTok, LinkedIn oder Spiele wie Candy Crush Saga.

Zusätzlich deaktiviert das Skript Telemetriefunktionen, Werbeeinblendungen, Edge- sowie Sperrbildschirm-Vorschläge und Dienste wie Copilot oder Recall. Die Entwickler unterteilen die Maßnahmen in empfohlene, optionale und nicht empfohlene Kategorien, zudem lässt sich die gewünschte Konfiguration exportieren.

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Vor dem Einsatz solcher tiefgreifenden Eingriffe wird dringend zu Sicherheitsmaßnahmen geraten. Dazu gehören das Anlegen eines Systemwiederherstellungspunkts sowie Sicherungen der Windows-Registry und des Startmenü-Layouts. Bestimmte Optionen des Werkzeugs, etwa die Deaktivierung von BitLocker oder der Speicheroptimierung Storage Sense, können weitreichende Konsequenzen für die Systemsicherheit und Datenverwaltung haben.

Visuelle Anpassungen in E-Mail-Anwendungen

Neben dem eigentlichen Betriebssystem steht häufig auch die Übersicht in Mail-Programmen im Fokus von Optimierungen. In Windows 10 Mail blendet das System beispielsweise standardmäßig runde Sender-Avatare oder Initialen neben jeder Nachricht in der Postfachliste ein. Diese Funktion ist für alle Konten ab Werk aktiv und kann bei vollen Postfächern visuell unruhig wirken.

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Die Deaktivierung gelingt direkt über die Programmeinstellungen. Im Bereich für die Leseeinstellungen lässt sich unter den Konversationsoptionen der Eintrag für die Anzeige von Absenderbildern in der Nachrichtenliste abwählen.

Diese Einstellungsmöglichkeit besteht unabhängig von neueren System-Updates auch auf älteren Versionen des Betriebssystems. Sollte der Menüpunkt fehlen, ist nach Berichten lediglich eine manuelle Aktualisierung der Mail-Anwendung erforderlich. Die Anpassung lässt sich auf demselben Weg jederzeit wieder rückgängig machen.