Microsoft hat die Zeitpunkt-Wiederherstellung für Windows 11 freigegeben – eine grundlegende Neuerung der integrierten Recovery-Funktionen. Das am 24. Juni 2026 veröffentlichte Feature schützt künftig nicht nur Systemeinstellungen, sondern auch persönliche Dateien und installierte Anwendungen in den Wiederherstellungspunkten.
Automatische Snapshots alle 24 Stunden
Die neue Funktion setzt auf den Volume Shadow Copy Service (VSS) und erstellt automatisch alle 24 Stunden Wiederherstellungspunkte. Diese Snapshots bleiben bis zu 72 Stunden erhalten und belegen lediglich rund zwei Prozent der Festplattenkapazität. Ein entscheidender Vorteil gegenüber klassischen Systemwiederherstellungen: Die Sicherung umfasst jetzt auch Dokumente, Fotos und andere persönliche Daten.
Verfügbar ist das Feature für Windows 11 Enterprise, Pro und Home – standardmäßig aktiviert auf den Versionen 24H2 und 25H2. Die Steuerung erfolgt über den Recovery-Bereich in den Systemeinstellungen. Voraussetzung ist das Juni-Update KB5095093, das Microsoft am 23. Juni 2026 ausgeliefert hat.
Das Update bringt weitere Verbesserungen mit: einen Bugfix für Dateinamen im Papierkorb, die Umstellung des integrierten GIF-Anbieters auf GIPHY (abgeschlossen vor dem 30. Juni) sowie erweiterte Sprachsteuerung für Französisch, Deutsch und Spanisch. Auch die Bluetooth-Verbindung bestimmter Audiogeräte wurde optimiert.
Taskbar kehrt zurück – Suchfunktion wird lokal
Windows 11 sichert jetzt auch Ihre persönlichen Dateien – automatisch alle 24 Stunden. Der neue Leitfaden zeigt Ihnen in drei einfachen Schritten, wie Sie die Zeitpunkt-Wiederherstellung aktivieren und im Ernstfall Ihre Dokumente, Fotos und Einstellungen wiederherstellen. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Im Rahmen der Windows-K2-Initiative holt Microsoft lang ersehnte Funktionen zurück. Die Taskleiste lässt sich jetzt wieder an den oberen, linken oder rechten Bildschirmrand verschieben – nicht nur nach unten. Auch das Startmenü erhielt neue Größenanpassungen und die Möglichkeit, einzelne Bereiche wie „Angeheftete Apps“ oder „Empfohlen“ auszublenden.
Noch wichtiger für viele Nutzer: Microsoft testet einen globalen Schalter, um Bing-Web-Ergebnisse und Microsoft-Store-Vorschläge komplett zu deaktivieren. Bislang war diese Option nur in EU-Ländern aufgrund des Digital Markets Act verfügbar. Im Juni 2026 wurde die Funktion im Insider-Build 26300.8697 gesichtet. Ist sie aktiviert, unterbindet Windows sämtliche Netzwerkanfragen an Bing – die Suche beschränkt sich dann auf lokale Dateien und Einstellungen.
Sicherheits-Updates und neue Hardware-Vorgaben
Die Auslieferung der neuen Funktionen fällt mit kritischen Sicherheitsmaßnahmen zusammen. Microsoft hat ein Secure-Boot-Zertifikat-Update ausgerollt, kurz bevor mehrere Legacy-Zertifikate abliefen. Das Microsoft Corporation KEK CA 2011-Zertifikat verfiel am 24. Juni 2026, das UEFI CA 2011 folgt am 27. Juni. Nutzer können den Status im Bereich „Gerätesicherheit“ der Windows-Sicherheit prüfen: Ein grüner Status signalisiert erfolgreiche Aktualisierung.
Datenverlust vermeiden: Die neue Zeitpunkt-Wiederherstellung in Windows 11 schützt nicht nur Systemeinstellungen, sondern auch Ihre persönlichen Dateien. In diesem kostenlosen Leitfaden erfahren Sie, wie Sie die Funktion einrichten und im Notfall Ihre wichtigen Dokumente retten – ohne manuelle Backups. Leitfaden zur Datei-Wiederherstellung sichern
Auf der Unternehmensseite ging am 17. Juni 2026 MDASH in Produktion – Microsofts KI-gestützte Sicherheitsplattform für agentisches Scannen. Bereits in der Testphase im Mai identifizierte das Tool 16 Schwachstellen, darunter vier kritische. Besonders brisant: eine Double-Free-Sicherheitslücke in IKEv2 mit einem CVSS-Score von 9,8, die nicht authentifizierten Remote-Zugriff ermöglichen könnte.
Überraschend kommt eine Anpassung der Hardware-Empfehlungen: Für die Surface-Reihe stuft Microsoft jetzt 8 GB RAM als ausreichend für alltägliche Aufgaben wie Produktivitätsarbeit und Streaming ein. Bislang galt 16 GB als Mindeststandard. Die neuen Copilot+-Funktionen benötigen weiterhin 16 GB Arbeitsspeicher – Standardmodelle wie das Surface Laptop 13 und Surface Pro 12 bleiben jedoch mit 8-GB-Konfigurationen erhältlich.

