Windows 365 Cloud PC: Microsoft bringt Windows auf Mac und iPad

Microsofts Cloud-Desktop läuft plattformübergreifend, zeigt aber Schwächen bei der Touch-Bedienung auf dem iPad.

Der Cloud-PC von Microsoft läuft nun auch auf Mac, iPad und Android-Smartphones. Die ersten Tests zeigen: Das System funktioniert – mit einigen Einschränkungen.

Ende Mai 2026 haben unabhängige Tests die plattformübergreifende Leistungsfähigkeit von Microsofts Windows 365 Cloud PC unter die Lupe genommen. Das Konzept ist ebenso simpel wie ambitioniert: Ein vollwertiges Windows-Betriebssystem, das nicht auf dem lokalen Rechner läuft, sondern in der Cloud. Nutzer streamen ihren Desktop auf jedes beliebige Gerät – egal ob Apple MacBook, iPad oder Samsung-Smartphone.

Die getestete Standardkonfiguration setzt auf 2 virtuelle CPUs (vCPUs), 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 Gigabyte Speicherplatz. Das entspricht in etwa einem soliden Bürorechner – und soll für die meisten alltäglichen Aufgaben ausreichen.

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Der erste Start dauert – danach geht es schnell

Ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz solcher Cloud-Lösungen ist die Geschwindigkeit. Und hier zeigt sich ein klares Bild: Der erste Verbindungsaufbau zum cloudbasierten Desktop dauert rund zwei Minuten und 30 Sekunden. Das ist spürbar – aber kein Showstopper.

Wer sich später erneut einwählt, profitiert von deutlich kürzeren Wartezeiten. Wiederverbindungen erfolgen in etwa zehn Sekunden. Die Nutzung setzt ein gültiges Microsoft-365-Konto (Business oder Enterprise) voraus.

Touchscreen als Herausforderung

Die Software liefert auf unterschiedlicher Hardware ein weitgehend einheitliches Erlebnis. Dennoch gibt es gerätespezifische Hürden. Besonders auf dem iPad erwies sich die Bedienung per Touchscreen als fummelig. Windows ist nun einmal für Maus und Tastatur optimiert – das lässt sich auch durch Cloud-Streaming nicht vollständig kaschieren.

Grundvoraussetzung für eine stabile Performance bleibt ein schneller Internetanschluss. Wer auf der Leitung spart, wird auch beim Cloud-PC keine Freude haben.

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Die Preise: Rabattaktionen für den Einstieg

Microsoft lockt derzeit mit attraktiven Einführungspreisen. Die Standardkonfiguration (2 vCPUs, 8 GB RAM, 128 GB Speicher) kostet regulär 36 Euro pro Monat. Im Rahmen der aktuellen Promotion sinkt der Preis auf 28,80 Euro bei monatlicher Zahlung – oder auf 27,72 Euro, wenn jährlich abgerechnet wird.

Für anspruchsvollere Nutzer gibt es leistungsstärkere Stufen:

KonfigurationMonatspreis (Aktion)
4 vCPUs, 16 GB RAM, 256 GB Speicher50,56 Euro
16 vCPUs, 64 GB RAM, 1 TB Speicher192,93 Euro

Die Preise liegen damit auf dem Niveau vergleichbarer Cloud-Desktop-Dienste. Ob sich die Investition lohnt, hängt stark vom individuellen Nutzungsprofil ab.

KI und neue Hardware: Microsoft baut das Ökosystem aus

Der Cloud-PC ist nur ein Puzzleteil in Microsofts Strategie. Einen Tag vor den aktuellen Tests, am 29. Mai 2026, erhielt OpenAI Codex für Windows neue Fähigkeiten: Die KI kann nun den Bildschirm sehen, klicken und tippen – und damit Windows-Anwendungen fernsteuern. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten für das Remote-Management von Windows-Systemen, etwa direkt vom Smartphone aus.

Parallel dazu zeichnet sich eine enge Zusammenarbeit mit Nvidia ab. Beide Unternehmen bereiten die Ankündigung des Nvidia N1X vor – eines Arm-basierten Prozessors mit 20 CPU-Kernen und einer Blackwell-Grafikeinheit. Der Chip soll noch in diesem Jahr mit den Spitzenprozessoren von Apple und AMD konkurrieren.

Und auch das Thema Gesundheit bleibt auf der Agenda: Microsoft hat eine Preview von Copilot Health für US-Nutzer veröffentlicht. Die Funktion verknüpft Daten von Wearables mit medizinischen Aufzeichnungen aus über 50.000 Einrichtungen. Die Auskunft zu Gesundheitsfragen ist möglich – eine medizinische Diagnose oder Behandlung ersetzt das Tool jedoch nicht, wie das Unternehmen betont.