Microsoft schränkt die Nutzung des Dateisystems ReFS (Resilient File System) auf externen Datenträgern schrittweise ein. Mit den seit dem 13. Oktober 2026 verteilten Systemaktualisierungen hat das Unternehmen begonnen, den Anschluss entsprechender Medien standardmäßig zu protokollieren. Ein weiteres Sicherheitsupdate für Januar 2027 sieht vor, ReFS-Volumes auf Wechseldatenträgern und externen Geräten standardmäßig vollständig zu blockieren.
Zweistufiger Zeitplan und administrative Kontrolle
Die Umstellung erfolgt in zwei getrennten Phasen. Seit dem Oktober-Update 2026 erfasst Windows das Einhängen von ReFS-Wechselmedien lediglich im Systemprotokoll, während der Datenzugriff weiterhin möglich bleibt. Ab dem Sicherheitsupdate im Januar 2027 verweigert das Betriebssystem diesen Medien standardmäßig den Zugriff.
Gespeicherte Daten werden durch die Blockade nicht gelöscht; sie verbleiben auf dem Trägermedium, lassen sich unter Windows jedoch nicht mehr regulär ansteuern. Andere Dateisysteme wie FAT32, exFAT und NTFS sind von der Maßnahme nicht betroffen.
Für IT-Administratoren stellt Microsoft die Richtlinie RefsRemovableDeviceMountPolicy bereit, um das Verhalten anzupassen. Der Wert 0 schaltet die Funktion ab, während 1 für die Protokollierung und 2 für die Blockade steht. Gruppenrichtlinien haben dabei Vorrang vor Einträgen in der Registrierungsdatenbank, und für das Wirksamwerden ist ein Neustart erforderlich.
Über diese Ausnahmeregelungen können Administratoren die Nutzung von ReFS auf Wechseldatenträgern bei Bedarf weiterhin autorisieren. Im Überwachungsmodus erfasst Windows die Vorgänge unter der Ereignis-ID 524 im Systemprotokoll, begrenzt auf eine Meldung pro betroffenes Volume je Systemstart und maximal 32 Volumes pro Bootvorgang.
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Betroffene Systeme und technische Hintergründe
Die Sicherheitsmaßnahme betrifft eine breite Palette von Systemversionen. Aufseiten der Desktop-Betriebssysteme gilt dies für Windows 10 in den Versionen Enterprise LTSB 2016, Enterprise LTSC 2019, IoT Enterprise LTSC 2021 sowie Version 22H2 in allen Editionen.
Bei Windows 11 sind verschiedene Editionen von 22H2 und 23H2 sowie sämtliche Editionen der Versionen 24H2, 25H2 und 26H1 betroffen. Im Serverbereich greift die Neuerung bei Windows Server 2012 ESU, 2012 R2 ESU, 2016, 2019, 2022 und 2025.
Microsoft begründet den Schritt nicht mit einer spezifischen Sicherheitslücke, sondern zielt auf die Unterbindung nicht unterstützter Systemkonfigurationen ab.
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ReFS wurde im Jahr 2012 zusammen mit Windows Server 2012 eingeführt und fand später auch in Windows 8.1 sowie Windows 10 Einzug. Das für Server- und Enterprise-Umgebungen konzipierte System unterstützt eine maximale Kapazität von 18 Exabyte und zeichnet sich durch Transaktionslogging, Fast Repair sowie eine automatische Datenreparatur aus, bietet jedoch keine Funktionen für Dateikomprimierung, Verschlüsselung oder Hardlinks.
Da ReFS für Wechseldatenträger nie offiziell vorgesehen war, wird Nutzern empfohlen, betroffene Speichermedien vor der Veröffentlichung des Januar-Updates auf unterstützte Dateisysteme zu migrieren.

