Privatgeräte mit Windows 10 erhalten noch bis zum 12. Oktober 2027 Sicherheitsaktualisierungen, während Unternehmen im zweiten Jahr des Programms für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) mit einer Verdopplung der Kosten konfrontiert werden. Auf diese Entwicklung weist die Provimedia GmbH hin. Für viele Anwender und Betriebe markiert die Regelung eine wichtige Übergangsphase bei der IT-Sicherheit.
Bedingungen für private Sicherheitsupdates
Microsoft hatte das ESU-Angebot für Privatgeräte bereits am 25. Juni 2026 um ein Jahr bis zum 12. Oktober 2027 verlängert. Die Bereitstellung beschränkt sich dabei ausschließlich auf kritische und wichtige Sicherheitsupdates. Als technische Voraussetzung nennt der Hersteller die Windows-10-Version 22H2.
Das ESU-Programm endet regulär am 12. Oktober 2027. Bereits registrierte Nutzer erhalten die Aktualisierungen ohne weitere Schritte, sofern sie Windows 10 22H2 nutzen und sich mit einem Microsoft-Konto mit Administratorrechten anmelden.
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Während das erste ESU-Jahr innerhalb der Europäischen Union kostenlos war, fielen weltweit teilweise Gebühren an. Für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) stellt Microsoft ein zusätzliches Gratisjahr bereit, wenn sie sich regelmäßig über ihr Microsoft-Konto anmelden. Außerhalb des EWR wird dieser Zugang über Windows Backup ermöglicht.
Kostensteigerungen für Unternehmen und Sonderfristen
Für gewerbliche Anwender gelten abweichende finanzielle Bedingungen. Betriebe zahlen laut Microsoft im ersten ESU-Jahr 61 US-Dollar je Gerät. Dieser Betrag verdoppelt sich in jedem weiteren Jahr, wobei die Laufzeit auf maximal drei Jahre begrenzt ist. Ein Autor des Fachportals XDA erwartet vor diesem Hintergrund persönlich eine Verlängerung der Enterprise-ESU-Pläne bis 2028.
Für bestimmte Produkte und Editionen gelten zudem längere Zeiträume. Sicherheitsupdates für Microsoft 365 unter Windows 10 werden bis zum 10. Oktober 2028 bereitgestellt. Die Spezialversion Windows 10 IoT LTSC wird vom Hersteller sogar bis zum Jahr 2032 mit Support versorgt.
Hohe Hardware-Hürden und Marktverteilung
Die Dringlichkeit der Support-Regelungen spiegelt sich in den weltweiten Nutzungszahlen wider. Daten von Statcounter beziffern den weltweiten Marktanteil von Windows 10 im September auf 27,83 Prozent, während Windows 11 auf 71,44 Prozent kam.
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Ein Wechsel auf das neuere Betriebssystem scheitert auf älteren Systemen häufig an den Systemanforderungen. Microsoft setzt für Windows 11 unter anderem ein Trusted Platform Module (TPM 2.0), Secure Boot sowie 4 GB Arbeitsspeicher statt der zuvor ausreichenden 2 GB voraus. Nach Herstellerangaben schließen diese Voraussetzungen bis zu 400 Millionen Geräte von einem regulären Upgrade aus.
Eine Neuanschaffung oder Nachrüstung wird zudem dadurch erschwert, dass die Preise für Speicherbausteine und SSDs im Jahr 2026 gestiegen sind. Die Reparatur- und Verbraucherplattform iFixit fordert angesichts dieser Hürden eine pauschale Verlängerung der Windows-10-Updates.

