Windows-Patch KB5101650: 570 Sicherheitslücken geschlossen

Microsofts Juli-Update KB5101650 behebt über 570 Sicherheitslücken und bringt neue Funktionen. Dell-Nutzer müssen auf den Patch warten.

Der neueste Windows-Update-Patch KB5101650 stopft so viele Sicherheitslücken wie nie zuvor – und bringt lang erwartete Funktionen mit sich. Doch nicht alle Nutzer können das Update problemlos installieren.

Microsoft hat mit dem Juli-Patch KB5101650 einen neuen Negativrekord aufgestellt: Über 570 Sicherheitslücken werden geschlossen, darunter rund 60 kritische Schwachstellen und mehrere Zero-Day-Exploits, die bereits aktiv ausgenutzt werden. Der Patch erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die Industrie noch immer mit dem Ende des Windows-10-Supports im Oktober 2025 ringt.

Neue Funktionen für Windows 11

Das Update für die Versionen 24H2 und 25H2 bringt gleich mehrere Neuerungen. Besonders hervorzuheben ist die „Point-in-Time-Wiederherstellung“ – ein Werkzeug, das alle 72 Stunden System-Snapshots erstellt und so ein Zurücksetzen innerhalb von drei Tagen ermöglicht. Voraussetzung: mindestens 50 Gigabyte freier Speicher, empfohlen werden sogar 200 GB.

Ebenfalls neu: Die Update-Pause lässt sich nun über eine Kalenderoberfläche auf bis zu 35 Tage verlängern. Das Widgets-Panel öffnet sich nicht mehr automatisch beim Überfahren mit der Maus, und der Datei-Explorer wurde beschleunigt. Zudem unterstützt die Sprachsteuerung jetzt auch Deutsch, Französisch und Spanisch.

Der 500-GB-Speicher-Bug ist gefixt

Ein Ärgernis der vergangenen Monate dürfte damit der Vergangenheit angehören: Die Systemdatei „CapabilityAccessManager.db-wal“ konnte auf bis zu 500 Gigabyte anwachsen und so die Festplatte unnötig füllen. Der Patch stoppt das unkontrollierte Wachstum. Wer bereits betroffen ist, muss die Datei allerdings manuell im abgesicherten Modus löschen.

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Dell-Nutzer müssen warten

Nicht alle Anwender kommen in den Genuss des Updates. Microsoft hat die Verteilung für bestimmte Dell-Systeme mit Intel-Prozessoren gestoppt. Grund sind Kompatibilitätsprobleme zwischen dem Intel Innovation Platform Framework und dem USB-C-Verbindungsmanager. Betroffene Geräte leiden unter Überhitzung, unerwarteten Abstürzen und rapide fallenden Akkulaufzeiten. Microsoft und Dell arbeiten an einer Lösung.

Auch bei Secure-Boot-Zertifikaten gibt es Probleme: Auf einigen Geräten wurden Updates für Zertifikate aus den Jahren 2011 bis 2023 ausgesetzt. Nutzer sehen zwar eine Warnung in der Windows-Sicherheit, sollten das Update aber nicht manuell erzwingen – ein automatischer Fix ist in Vorbereitung.

Alte Hardware – neues Glück?

Interessant: Obwohl Microsoft für Windows 11 offiziell TPM 2.0, Secure Boot und einen relativ modernen Prozessor verlangt, läuft das System auf älterer Hardware oft erstaunlich gut. Notebooks mit einem Core i5 4300M etwa zeigen nach einer Installation mit Umgehungs-Tools wie Rufus oder Registry-Anpassungen stabile Leistung und teils sogar kürzere Bootzeiten. Hersteller wie Dell lehnen zwar offiziell den Support für nicht-konforme Geräte ab – die Praxis sieht anders aus.

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Zeit läuft für Version 24H2

Ein Blick auf den Kalender mahnt zur Eile: Der Support für Windows 11 Version 24H2 endet bereits am 13. Oktober 2026 – also in nur drei Monaten. Wer noch auf dieser Version unterwegs ist, sollte den Umstieg auf 25H2 bald planen.