Microsoft zwingt verwaltete Windows-Rechner im September 2026 zu einem klassischen Neustart, um Sicherheitskomponenten zu aktualisieren. Damit wird der sogenannte Hotpatching-Rhythmus, der Neustarts bei monatlichen Updates normalerweise überflüssig macht, für einen Monat ausgesetzt. Bereits im Oktober 2026 soll Hotpatching wieder aufgenommen werden.
Hotpatching erlaubt es Unternehmen, Sicherheitsupdates einzuspielen, ohne dass Windows-PCs jeden Monat neu gestartet werden müssen – ein Verfahren, das vor allem in verwalteten IT-Umgebungen Ausfallzeiten reduzieren soll. Für September 2026 macht Microsoft davon nun eine Ausnahme: Betroffene Systeme müssen neu starten, damit tiefergreifende Sicherheitskomponenten aktualisiert werden können, die sich offenbar nicht ohne Neustart einspielen lassen.
Parallel laufende Update-Aktivitäten
Die Ankündigung fällt in eine Phase reger Update-Tätigkeit bei Microsoft. Am 28.08.2026 veröffentlichte das Unternehmen das August-Preview-Update KB5120998 für Windows 11 24H2 und 25H2 (Builds 26100.9278 und 26200.9278). Es bringt unter anderem eine verschiebbare Taskleiste, die künftig oben, unten, links oder rechts positioniert werden kann, eine kompaktere Taskbar-Darstellung, angepasste Startmenü-Optionen sowie Suchverbesserungen ohne Web-Ergebnisse.
Zudem führt Microsoft mit diesem Update den sogenannten Administrator Protection sowie MXC für KI-Agenten ein und ergänzt Unterstützung für ML-KEM. Der veraltete WMIC-Befehlszeilendienst wurde entfernt.
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Allerdings bringt KB5120998 auch bekannte Probleme mit sich: Nutzer berichten von Cursor- und Wallpaper-Fehlern. Als Abhilfe wird derzeit die Deinstallation des Updates empfohlen.
Zeitgleich hat Microsoft Windows 11 26H2 (Build 26300.9278) am 27.08.2026 in den Release-Preview-Channel überführt. Die neue Version teilt sich denselben Servicing-Branch wie 24H2 and 25H2 und lässt sich sowohl über ein Enablement-Paket als auch per ISO installieren; verfügbar ist sie zunächst für Windows-Insider.
Auch 26H2 bringt die neue Taskleisten-Positionierung, angepasste Startmenü-Funktionen, eine werbefreie Suche sowie Verbesserungen am Datei-Explorer und am Rechtsklick-Menü mit.
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Für den Support gelten die üblichen Fristen: 24 Monate für Home- und Pro-Editionen, 36 Monate für Enterprise- und Education-Versionen. Eine allgemeine Verfügbarkeit von 26H2 wird für den weiteren Verlauf des Jahres 2026 erwartet.
Sicherheitsupdates und Treiberprobleme
Bereits am 11.08.2026 hatte Microsoft die Sicherheitsupdates KB5121000 für 26H1 (Build 28000.2704) sowie KB5121003 für 25H2/24H2 (Builds 26200.9168/26100.9168) ausgeliefert. KB5121003 stand zunächst im Verdacht, Abstürze in Spielen wie ARC Raiders, MARVEL Tōkon und THE FINALS zu verursachen.
Wie sich herausstellte, lag die Ursache jedoch nicht im Update selbst, sondern im Treiber inpoutx64. Microsoft blockierte diesen Treiber seit dem 26.08.2026 und stellte für Unternehmen zusätzlich einen Registry-Workaround bereit.
Am 27.08.2026 folgten zudem optionale Preview-Updates: KB5120996 für 26H1 sowie das bereits erwähnte KB5120998 für 25H2/24H2.
Für Administratoren bedeutet die Ankündigung zum Hotpatching-Rhythmus vor allem eines: Im September 2026 ist ein Neustart-Fenster für verwaltete Geräte einzuplanen, bevor der reguläre Hotpatching-Betrieb im Oktober fortgesetzt wird.

