Windows-Sicherheit: MDASH-KI findet 16 neue Lücken im Mai

Microsofts KI-System MDASH entdeckt im Mai 16 unbekannte Sicherheitslücken. Ein Patch verursacht zudem Speicherverluste.

Mit dem neuen MDASH-System setzt der Konzern auf künstliche Intelligenz, um Sicherheitslücken schneller zu entdecken und zu schließen. Über 100 KI-Agenten durchforsten dabei kritische Systemdateien nach Schwachstellen.

KI entdeckt 16 unbekannte Sicherheitslücken im Mai

Die Bilanz des neuen Systems kann sich sehen lassen: Allein im Mai 2026 identifizierte MDASH 16 bisher unbekannte Sicherheitslücken. Diese KI-gestützte Entdeckungsarbeit trug maßgeblich zum Juni-Patchday bei, an dem Microsoft über 200 Schwachstellen schloss. Die Entwickler rechnen damit, dass Updates künftig häufiger und komplexer werden. Unternehmen empfiehlt Microsoft daher, auf risikobasierte Patch-Strategien über Windows Autopatch oder Intune zu setzen.

Zero-Day-Lücke „RoguePlanet“ geschlossen

Eine besondere Herausforderung stellte die Sicherheitslücke CVE-2026-50656 dar, die unter dem Namen „RoguePlanet“ bekannt wurde. Der Fehler betraf eine Race Condition in Windows Defender und ermöglichte Angreifern eine Systemrechte-Erweiterung – selbst auf vollständig aktualisierten Windows-10- und -11-Geräten. Microsoft hat einen Fix bereitgestellt, doch Forscher berichten von einem Nebeneffekt: Der Patch verursacht einen Speicherverlust von 8 Byte pro Datei aufgrund der veränderten Cache-Verarbeitung.

Datenbank-Fehler frisst bis zu 500 GB Speicher

Ein weiteres Problem plagt Nutzer der Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2. Die Datenbankdatei CapabilityAccessManager.db-wal wächst in einigen Fällen auf bis zu 500 Gigabyte an – normalerweise liegt sie zwischen 1,6 und 4 Megabyte. Microsoft veröffentlichte Ende Juni das optionale Update KB5095093 zur Eindämmung des Problems. Eine flächendeckende Auslieferung ist für den Juli-Patchday am 14. Juli 2026 geplant.

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Die besten Sicherheitslösungen für Windows 11

Aktuelle Tests für 2026 zeigen, welche Antiviren-Programme für Windows 11 besonders geeignet sind. Bitdefender Ultimate Security überzeugt mit geringer Systembelastung und umfassender Ausstattung – inklusive Firewall, VPN und Passwort-Manager. Der Dienst kostet im ersten Jahr umgerechnet rund 80 Euro für den Schutz von fünf Geräten.

Weitere empfehlenswerte Optionen: Norton 360 Deluxe startet bei etwa 28 Euro pro Jahr für ein Gerät, McAfee bietet Identitätsschutz und Schutz für unbegrenzt viele Geräte. Für Nutzer mit schmalem Budget gelten Avira Free Security und Avast One als zuverlässige Einstiegsoptionen.

Copilot PC Insights: KI als System-Diagnosehelfer

Microsoft testet derzeit eine neue Funktion namens Copilot PC Insights. Der KI-Assistent erhält Zugriff auf Systemtelemetriedaten – etwa CPU-, GPU- und Akku-Auslastung –, um Nutzern bei der Diagnose von Leistungsproblemen zu helfen. Die Funktion befindet sich in einer begrenzten Testphase in den USA und beantwortet leistungsbezogene Fragen, ohne auf Dateiinhalte zuzugreifen.

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Fortschritte bei der Sicherheitsinitiative

Im aktuellen Fortschrittsbericht seiner Secure Future Initiative meldet Microsoft Erfolge: 99,97 Prozent aller Nutzer- und Gerätekombinationen nutzen inzwischen phishing-resistente Multi-Faktor-Authentifizierung. Zudem entzog der Konzern über 732.000 Ressourcen den öffentlichen Zugriff. Für die Zukunft plant Microsoft die Einführung post-quantenkryptografischer Verfahren – der Zieltermin ist 2029.