Microsoft testet eine grundlegend modernisierte Version der Windows-Suche für Teilnehmende des Windows-Insider-Programms. Wie aus Berichten vom 7. Oktober 2026 hervorgeht, setzt die überarbeitete Suchfunktion auf das Framework WinUI 3. Sie soll spürbar schneller und ressourcenschonender arbeiten, Tippfehler sowie Synonyme zuverlässiger erkennen und eine einheitliche Ergebnisliste bieten.
Direkte Systemsteuerung über Inline-Aktionen
Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Benutzeroberfläche sind sogenannte Inline-Aktionen. Laut Angaben des Unternehmens lassen sich Tausende Aktionen künftig direkt über das Eingabefeld in der Taskleiste ausführen, ohne dafür separate Einstellungsmenüs öffnen zu müssen.
Nutzer können darüber beispielsweise den Dunkelmodus aktivieren, das Nachtlicht oder Bluetooth anpassen, die Mikrofonlautstärke regeln und die Bildschirmhelligkeit verändern. Zudem lassen sich Befehle zur Stummschaltung sowie zum Minimieren oder Anordnen von Anwendungsfenstern direkt über die Suche ansteuern.
Erste Testläufe bescheinigen dem neuen System spürbare Verbesserungen bei der Arbeitsgeschwindigkeit sowie einer reduzierten Speichernutzung. Zum Start steht die überarbeitete Suche jedoch ausschließlich in englischer Sprache zur Verfügung.
Geplante Erweiterungen und Fahrplan bis 2027
Wer die neuen Funktionen von Windows 11 optimal nutzen möchte, sollte auch die versteckten Tastenkombinationen kennen, die den Arbeitsalltag zusätzlich beschleunigen. In diesem kostenlosen Report erfahren Sie, welche Shortcuts in Word, Excel und Outlook die meiste Zeit sparen. Die besten Office-Tastenkombinationen im kostenlosen PDF
Der Funktionsumfang soll in den kommenden Monaten schrittweise erweitert werden. Für einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2026 plant Microsoft zusätzliche Dateivorschauen – etwa für Fotos oder PowerPoint-Präsentationen – sowie erweiterte Dateidetails, Suchfilter und interaktive Web-Antworten auf Basis von Bing, beispielsweise für Wetterdaten.
Auch Funktionen zur Kopplung mit Mobilgeräten über die Anwendung Phone Link sind vorgesehen; damit sollen Textnachrichten direkt über das Suchfeld versendet werden können.
Der Einzug in die reguläre Benutzeroberfläche erfolgt gestaffelt. Während die Taskleistensuche den Anfang macht, soll die überarbeitete WinUI-3-Suchmaske im Jahr 2027 auch in das Startmenü integriert werden.
Verteilung in Insider-Builds und weitere Systemänderungen
Die neue Suche wird über den Experimental-Kanal verteilt. Um Zugriff auf die Testfunktion zu erhalten, ist die installation von Build 26340.9616 oder Build 28120.3181 (Experimental 26H1) erforderlich. Nach einem weiteren Update-Suchlauf und einem anschließenden Systemneustart wird die entsprechende Funktionsflagge aktiviert.
Insgesamt hat Microsoft fünf Testversionen für Windows 11 bereitgestellt: Beta 26220.9606, Experimental 26340.9616, Beta (26H1) 28020.3172, Experimental (26H1) 28120.3181 sowie Experimental (Future Platforms) 29683.1000.
Trotz innovativer Neuerungen kann es bei Windows 11 immer wieder zu unerwarteten Systemfehlern oder Update-Problemen kommen. Dieser praktische Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie die häufigsten Fehler ohne teuren IT-Service schnell und einfach selbst beheben. Kostenlosen Windows 11 Hilfe-Report jetzt sichern
Neben der Suche führen die aktuellen Vorabversionen weitere Neuerungen ein:
* Build 26340.9616: Ergänzt ein Batterie-Widget für PCs und verbundene Peripheriegeräte, führt Schriftart-Vorschauen sowie Installationsoptionen im Explorer-Kontextmenü ein und ermöglicht Prozessgruppen im Task-Manager, beginnend mit Microsoft Defender.
Zur Verringerung veralteter NTLM-Abhängigkeiten wird zudem IAKerb für Windows-Clients standardmäßig aktiviert.
* Build 28120.3181: Erweitert die mathematische Unterstützung der Sprachausgabe (Narrator) auf sechs Sprachen sowie auf Webinhalte in Edge Stable ab Version 153.0.4234.32 und Chrome Stable ab 153.0.8010.18.
* Fehlerbehebungen: Behoben werden unter anderem der Windows-Sandbox-Updatefehler 0x80073712 sowie Systemabstürze im Zusammenhang mit der Datei msmpeg2ac3dec.dll.
In den Beta-Builds passt Microsoft zudem die Standard-Widgets auf dem Sperrbildschirm an, wobei Wetterinformationen künftig primär im Vordergrund stehen.

