Windows-Support endet: 1.903 Sicherheitslücken auf Windows 10

Zahlreiche Windows-Versionen verlieren im Oktober 2026 den Sicherheitsschutz. Microsoft rät betroffenen Nutzern zur Migration auf aktuelle Systeme.

Windows 11 24H2 und Windows 10 LTSB 2016 verlieren im Oktober den Sicherheitsschutz. Wer jetzt nicht handelt, riskiert Datenlücken.

Der Countdown läuft. Microsoft hat am heutigen Freitag offiziell daran erinnert, dass mehrere weit verbreitete Windows-Versionen in knapp drei Monaten ihr Support-Ende erreichen. Konkret betroffen sind Windows 11 24H2 (Home und Pro) sowie Windows 10 Enterprise LTSB 2016. Der Stichtag: der 13. Oktober 2026. Ab dann gibt es keine Sicherheitsupdates mehr – ein erhebliches Risiko für Privatanwender und Unternehmen gleichermaßen.

Drei Monate Zeit für den Umstieg

Für Millionen Rechner bedeutet der Oktober-Termin eine kritische Zäsur. Während die Home- und Pro-Editionen von Windows 11 24H2 auslaufen, profitieren Enterprise- und Education-Versionen derselben Baureihe noch bis zum 12. Oktober 2027 von Updates. Microsoft empfiehlt betroffenen Nutzern den Umstieg auf Windows 11 25H2. Bei nicht verwalteten Geräten soll der Wechsel automatisch per Aktivierungspaket erfolgen.

Für Windows 10 Enterprise LTSB 2016 rät der Konzern zur Migration auf Windows 11 Enterprise LTSC 2024. Wer den Umstieg nicht rechtzeitig schafft, kann auf Extended Security Updates (ESU) zurückgreifen – kostenpflichtige Sicherheitspatches, die Zeit überbrücken.

Doch nicht nur das Betriebssystem selbst steht auf der Kippe. Bereits am 15. August 2026 endet der Support für OneDrive unter Windows 10 22H1. Wer die Cloud-Anbindung weiter nutzen will, muss mindestens auf Windows 10 22H2 aktualisieren – dort gibt es OneDrive-Updates bis Oktober 2028.

Auch Windows Server 2022 betroffen

Die 90-Tage-Warnung betrifft auch die Server-Infrastruktur. Der Mainstream-Support für Windows Server 2022 endet ebenfalls am 13. Oktober 2026. Danach wechselt das Produkt in die erweiterte Support-Phase, die Sicherheitsupdates bis zum 14. Oktober 2031 vorsieht. Microsoft drängt Administratoren zum Umstieg auf Windows Server 2025, um weiterhin vollen Zugriff auf neue Funktionen zu haben.

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Für einige Alt-Systeme ist der Zug endgültig abgefahren. Der Patch-Day im Juli 2026 brachte die letzten Sicherheitsupdates für Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2, Exchange Server 2016 und SQL Server 2016. Wer diese Produkte noch einsetzt, handelt fahrlässig.

Alarmierende Zahlen: Jeder fÜnfte Rechner hÄngt fest

Aktuelle Marktdaten vom 16. Juli 2026 zeigen: Die Migration stockt gewaltig. Laut Analysen von Lansweeper laufen noch immer 16,9 bis 22 Prozent aller Windows-Geräte unter Windows 10. Besonders kritisch ist die Lage im Gesundheitswesen (23 Prozent Altsoftware) und im verarbeitenden Gewerbe (18 Prozent). Auch kleine und mittelständische Unternehmen sind stark betroffen: 21,4 Prozent ihrer Geräte arbeiten noch mit veralteten Versionen.

Die Sicherheitslücke ist messbar. Windows-10-Rechner weisen im Schnitt 1.903 bekannte Sicherheitslücken (CVEs) auf – fast dreimal so viele wie Windows-11-Geräte mit 652 Schwachstellen. Ein Alarmsignal für jede IT-Abteilung.

Warum der Umstieg stockt

Die Gründe für die zögerliche Migration sind vielfältig. Hohe Ersatzkosten für Hardware und Abhängigkeiten von spezifischen Softwareanbietern bremsen viele Unternehmen aus. Microsoft bietet daher für Windows 10 verlängerte Sicherheitsupdates an: Verbraucher-ESU bis Oktober 2027, gewerbliche Lizenzen ab 66 Euro pro Jahr bis Oktober 2028. Doch bislang haben erst 14 Prozent der Windows-10-Geräte diese Patches installiert – ein gefährlicher Zustand.

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Die Botschaft ist klar: Wer jetzt nicht handelt, öffnet Angreifern Tür und Tor. Der Oktober rückt näher.