Mehrere technische Fachportale haben aktuell praxisnahe Verfahren veröffentlicht, mit denen sich die Windows-Treibersignaturprüfung verwalten und häufige Systemprozessfehler beheben lassen. Die Beiträge von win10set.com und ddrfans.com richten sich an Nutzer, die bei der Installation von Treibern oder beim Systemstart auf Hindernisse stoßen.
Treibersignaturprüfung gezielt deaktivieren
Laut win10set.com lässt sich die Treibersignaturprüfung in Windows 10 über eine administrative Eingabeaufforderung mit dem Befehl „bcdedit.exe /set nointegritychecks on“ deaktivieren. Die Reaktivierung erfolgt entsprechend mit „bcdedit.exe /set nointegritychecks off“.
Als Alternative beschreibt das Portal den Weg über Erweiterter Start > Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Starteinstellungen, gefolgt von einem Neustart und der Taste 7 beziehungsweise F7. Diese Startoption gilt jedoch nur für den jeweils einen Systemstart und muss bei Bedarf erneut gesetzt werden.
Win10set.com weist zugleich darauf hin, dass die Deaktivierung der Signaturprüfung die Systemsicherheit beeinträchtigen kann, da damit auch nicht verifizierte Treiber zugelassen werden.
Vorgehen bei fehlgeschlagener Treiberinstallation
Für Fälle, in denen die Installation eines Netzwerkkartentreibers fehlschlägt, empfiehlt ddrfans.com eine Anpassung der Treibersignatureinstellungen. Unter Windows 7 lässt sich demnach über die Gruppenrichtlinie eine Code-Signaturwarnung aktivieren.
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Praktisch schlägt das Portal vor, nach einem Neustart in den abgesicherten Modus zu wechseln, den alten Netzwerkkartentreiber im Geräte-Manager zu deinstallieren, beim anschließenden normalen Start die automatische Treiberinstallation durch das System abzulehnen und den passenden Treiber danach manuell zu installieren.
Für Probleme mit Grafikkartentreibern nennt ddrfans.com zwei Methoden: Zum einen die Deinstallation des Treibers über den Geräte-Manager mit anschließender Neuinstallation nach einem Neustart, zum anderen die Aktivierung der Gerätetreiber-Code-Signatur in der lokalen Gruppenrichtlinie, wobei die Erkennung unsignierter Treiber auf „Ignorieren“ gesetzt wird.
Lösungsansätze bei Installationsstillständen
Win10set.com widmet sich zudem einem verbreiteten Problem: einem Windows-10-Installationsstillstand bei 30 Prozent mit schwarzem Bildschirm. Hier wird empfohlen, vor Abschluss des ersten Neustarts über WinPE oder das vorherige System den Ordner Windows/System32/DriverStore zu löschen und die Installation danach fortzusetzen. Bleibt der Vorgang bei „Vorbereiten der Geräte“ hängen, schlägt das Portal einen Wechsel des SATA-Modus auf IDE im BIOS vor.
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Bei hängenden Updates werden der abgesicherte Modus oder eine PE-Umgebung als mögliche Wege genannt; nach mehr als zehn Minuten Wartezeit wird zudem empfohlen, Dateien im Ordner C:WindowsSoftwareDistributionDataStore zu löschen. Win10set.com betont ausdrücklich, dass solche Eingriffe Daten- oder Systemrisiken bergen können und entsprechend mit Vorsicht vorzunehmen sind.
Einordnung
Die veröffentlichten Anleitungen richten sich an technisch versierte Anwender, die eigenständig Systemfehler beheben wollen. Da sowohl das Deaktivieren der Treibersignaturprüfung als auch Eingriffe in Systemordner und BIOS-Einstellungen potenzielle Risiken für Sicherheit und Datenintegrität bergen, raten beide Quellen zu vorsichtigem Vorgehen und der Berücksichtigung möglicher Nebenwirkungen vor der Umsetzung.

