Windows-Update Juni: 206 Sicherheitslücken geschlossen, 3 Zero-Days

Windows 11 bleibt offline installierbar. Juni-Patch schließt 206 Lücken, bringt Leistungsplus für ältere Rechner und kündigt ARM-Zukunft an.

Mehrere Umgehungsmethoden sind auch im Juni 2026 noch funktionsfähig.

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Der Klassiker funktioniert noch

Die wohl bekannteste Methode zur Offline-Installation von Windows 11 basiert auf einem simplen Befehl während der Ersteinrichtung. In der sogenannten Out-of-Box-Experience (OOBE) öffnen Nutzer eine Eingabeaufforderung und geben einen Bypass-Befehl ein. Das System startet neu – und plötzlich erscheint die Option „Ich habe kein Internet“. Ein Kniff, den Microsoft seit Jahren kennt, aber nicht vollständig unterbindet.

Doch damit nicht genug: Branchenbeobachter zählen mindestens elf verschiedene Methoden, um unter Windows 11 Version 25H2 ein lokales Konto anzulegen. Die Palette reicht von Registry-Anpassungen bis zum „Domain-Join“-Trick in der Pro-Version. Wer noch Windows 10 nutzt, hat es besonders einfach: Hier genügt oft das schlichte Trennen der Netzwerkverbindung während der Installation, um zur lokalen Kontoerstellung zu gelangen.

Leistungsschub für ältere Rechner

Die Juni-Updates 2024 brachten nicht nur Installations-Know-how, sondern auch echte Leistungsverbesserungen. Das Update KB5094126 für die Versionen 24H2 und 25H2 führt ein „Low Latency Profile“ ein. Die Funktion gibt dem Prozessor für ein bis drei Sekunden einen temporären Leistungsschub, sobald ein Nutzer eine Anwendung startet oder das Startmenü öffnet. Besonders auf älterer oder schwächerer Hardware macht sich dieser Effekt bemerkbar.

Auch der Microsoft Store wurde überarbeitet. Das lästige Download-Drosseln, das selbst bei schnellen Internetanschlüssen für Frust sorgte, gehört der Vergangenheit an. Die Geschwindigkeiten erreichen nun die volle Bandbreite der Leitung. Die Bedienoberfläche selbst? Die bleibt gewohnt träge.

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Rekordverdächtiges Sicherheitsupdate

Mit 206 geschlossenen Sicherheitslücken gehört der Juni-Patch zu den umfangreichsten der Windows-Geschichte. Darunter 32 kritische Schwachstellen und drei Zero-Day-Lücken in BitLocker, HTTP.sys und Windows CTFMON. Die BitLocker-Lücke erfordert allerdings physischen Zugriff auf den Rechner – ein schwacher Trost für Unternehmen mit sensiblen Daten.

Doch nicht alles lief rund:

  • Update-Fehler: Microsoft warnte am 10. Juni vor fehlgeschlagenen Updates auf Systemen, die erst kürzlich von Windows 10 oder älteren Windows-11-Versionen aktualisiert wurden. Ursache sind Inkonsistenzen im Servicing Stack.
  • Hardware-Probleme: Rechner mit AMD Ryzen 8000-Prozessoren zeigten unter bestimmten Treiberversionen Bluescreens.
  • Zertifikats-Ablauf: Am 24. Juni 2026 laufen Secure-Boot-Zertifikate ab. Die aktuellen Patches enthalten die notwendige Migration.

Ausblick: ARM-Zukunft und Support-Ende

Microsoft testet seit Mai eine „Point-in-Time-Restore“-Funktion in Vorschauversionen. Sie erlaubt die Wiederherstellung von Apps, Einstellungen und lokalen Dateien nach Systemfehlern – gespeichert über den Volume Shadow Copy Service. Die Wiederherstellungspunkte sind auf maximal 72 Stunden begrenzt.

Deutlich weitreichender: Die kommende Version Windows 11 26H1 wird voraussichtlich ausschließlich für ARM-Systeme mit bestimmten Next-Gen-Prozessoren erscheinen. Herkömmliche x86-Rechner bleiben vorerst auf Version 25H2. Und ein weiteres Datum sollten Unternehmen im Kalender markieren: Am 10. November 2026 endet der Support für Windows 11 23H2 Enterprise und Education.