Windows-Update KB5002907: Microsoft stoppt Verteilung nach Office-Schäden

Nach Lizenzverlusten und entfernten Office-Anwendungen pausiert Microsoft die Update-Verteilung und untersucht die Ursachen.

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Microsoft hat die Verteilung des optionalen Windows-Updates KB5002907 vorerst eingestellt. Hintergrund sind Berichte über schwerwiegende Funktionsstörungen bei den Büro-Softwarepaketen Office 2016 und Office 2019. Wie aus Berichten vom 26.09.2026 hervorgeht, reagierte der Softwarekonzern damit auf Vorfälle, bei denen nach der Installation des Updates Softwarelizenzen gelöscht oder Anwendungen vollständig vom System entfernt wurden. Microsoft untersuche die Vorfälle derzeit, nannte jedoch noch keinen Termin für eine fehlerbereinigte Neuausgabe des Updates.

Lizenzverlust und eingeschränkte Bearbeitung

Das Problem tritt laut technischen Analysen unmittelbar nach der Installation des nicht sicherheitsrelevanten Updates und dem darauf folgenden Neustart des Betriebssystems auf.

Betroffene Nutzer meldeten, dass ihre Office-Anwendungen als „nicht lizenziertes Produkt“ angezeigt würden. Dies hat zur Folge, dass Dokumente zwar noch geöffnet, aber nicht mehr bearbeitet werden können. In selteneren Fällen führte das Update sogar dazu, dass die gesamte Office-Suite vom Endgerät entfernt wurde.

Das Update KB5002907 war ursprünglich dafür vorgesehen, Microsoft-365-Anwendungen instand zu setzen, die seit mehr als 90 Tagen nicht mehr aktualisiert worden waren. Dies betraf Installationen, die den sogenannten Current Channel oder den Monthly Enterprise Channel nutzen.

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Von den nun aufgetretenen Fehlern sind jedoch insbesondere Versionen mit einer Einmalkauflizenz (Perpetual-Lizenz) betroffen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um private Rechner oder professionell verwaltete IT-Umgebungen handelt.

Berichte über automatische Verteilung

Obwohl Microsoft das Update als optional klassifiziert hatte, mehren sich Berichte über eine automatische Ausspielung. Ein belgischer IT-Dienstleister meldete etwa, dass das Update trotz der gegenteiligen Einstufung automatisch auf Systemen installiert worden sei.

Laut Angaben des Dienstleisters meldeten sich am 24.09. innerhalb von nur zehn Minuten fünf verschiedene Kundenunternehmen, bei denen insgesamt Dutzende Computer von den Lizenzproblemen betroffen waren.

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Der Dienstleister wies zudem darauf hin, dass eine anschließende Neuinstallation der Software erschwert werden könne. Falls auf einem System eine Mischung aus 32-Bit- und 64-Bit-Komponenten von Office vorliege, könne der Installationsprozess scheitern.

Eine offizielle Bestätigung von Microsoft für diesen speziellen technischen Zusammenhang steht bislang aus. Ebenso liegen keine konkreten Zahlen vor, wie viele Geräte insgesamt durch das etwa am 23.09.2026 veröffentlichte Update beeinträchtigt wurden.

Hinweise zur Fehlerbehebung für Betroffene

Für Anwender, deren Office-Installation bereits unbrauchbar geworden ist, gibt es verschiedene Ansätze zur Wiederherstellung. Laut technischen Empfehlungen können Nutzer versuchen, ihren ursprünglichen Produktschlüssel manuell erneut einzugeben oder die Lizenz über ein verknüpftes Microsoft-Konto auszuwählen. Sollte Office bereits vom System gelöscht worden sein, ist eine vollständige Neuinstallation mit anschließender Reaktivierung erforderlich.

Obwohl der reguläre Support für Office 2016 und Office 2019 bereits am 14.10.2025 endete, bleiben die Anwendungen für Lizenzinhaber grundsätzlich nutzbar. Microsoft räumte ein, dass das nun gestoppte Reparaturverfahren betroffene Geräte teils ohne funktionsfähige Büro-Anwendungen zurückgelassen habe. Der Konzern pausierte die Verteilung von KB5002907 vollständig, solange die Ursachenforschung andauert.