Windows-Update KB5089573: Fehler gelöst, Flyouts 70% schneller

Microsoft behebt Installationsstopp bei Windows 11 Updates und führt einen neuen Leistungsmodus ein. 138 Sicherheitslücken wurden geschlossen.

Gleichzeitig liefert der Konzern ein neues Leistungs-Feature, das den PC spürbar beschleunigen soll.

Update-Fehler 0x800f0922: Die Ursache war banal

Wochenlang sorgte ein Installationsfehler bei Windows-Nutzern für Frust. Beim Einspielen des Mai-Patch-Dienstags (KB5089549) auf den Versionen 24H2 und 25H2 brach der Vorgang regelmäßig bei 35 bis 36 Prozent des Neustarts ab. Der Grund: weniger als 10 Megabyte freier Speicher auf der EFI-Systempartition (ESP). Eine winzige Restriktion mit großer Wirkung.

Anzeige

Windows 11 macht Probleme? Diese 5 Fehler können Sie ab sofort selbst beheben. Kein IT-Techniker nötig – dieser kostenlose Report zeigt, wie Sie Update-Fehler und System-Hänger in Minuten selbst lösen. Kostenlosen Erste-Hilfe-Report herunterladen

Die Lösung kommt nun als optionales Vorschau-Update KB5089573. Es räumt nicht nur das Platzproblem aus, sondern bringt ein neues Feature mit: das Low Latency Profile (LLP) .

Turbo für den Alltag: So funktioniert der neue Leistungsmodus

Das LLP ist ein intelligenter Beschleuniger. Immer wenn Nutzer das Startmenü öffnen, die Suchfunktion nutzen oder System-Flyouts aufrufen, erhöht Windows kurzfristig die CPU-Taktfrequenz. Das Ergebnis: Flyouts starten bis zu 70 Prozent schneller, Anwendungen öffnen sich rund 40 Prozent flotter.

Kein Wunder also, dass erste Tester von einem spürbar agileren System berichten. Gerade auf älteren oder schwächer ausgestatteten Rechnern könnte dieser Modus den entscheidenden Unterschied machen.

Sicherheitslage: 138 Lücken geschlossen – eine davon brandgefährlich

Parallel zu den Leistungsverbesserungen musste Microsoft ein massives Sicherheitsproblem angehen. Ende Mai schloss der Konzern insgesamt 138 Schwachstellen. Besonders brisant: die als CVE-2026-45846 geführte Sicherheitslücke.

Der Fehler betrifft Windows 10, 11 und Server 2022. Mit einem CVSS-Score von 9,8 von 10 gilt er als kritisch. Angreifer können Code mit SYSTEM-Rechten ausführen – ohne dass der Nutzer auch nur klicken muss. Die US-Behörde CISA hat den Exploit bereits in ihren Katalog aufgenommen und setzt eine Frist bis zum 7. Juni 2026 zur Schließung.

Streit mit Sicherheitsforschern: Microsoft droht mit Klage

In einem ungewöhnlich scharfen Konflikt steht Microsoft derzeit mit einem Sicherheitsforscher namens Nightmare Eclipse. Der veröffentlichte Proof-of-Concept-Exploits für sechs Zero-Day-Lücken in Windows Defender und BitLocker, darunter die als CVE-2026-33825 und CVE-2026-45585 gelisteten Schwachstellen.

Microsoft wirft dem Forscher unverantwortliches Handeln vor und droht mit rechtlichen Schritten. Branchenexperten zeigen sich besorgt: Ein solcher Kurs könnte künftige Sicherheitsforschung massiv erschweren.

Windows 10 hält sich hartnäckig – 400 Millionen Rechner sind raus

Trotz des Endes des Supports für Windows 10 am 14. Oktober 2025 läuft der Umstieg nur schleppend. Hersteller HP meldete Ende Mai, dass 30 Prozent seiner installierten Basis noch das alte Betriebssystem nutzen. Weltweit sind schätzungsweise 400 Millionen PCs nicht update-fähig – sie scheitern an der Hardware-Anforderung TPM 2.0.

Anzeige

Ihr PC gilt als „inkompatibel“ für Windows 11? Dieser legale Weg funktioniert trotzdem. Die Gratis-PDF zeigt das Upgrade Schritt für Schritt – ohne neue Hardware und ohne Datenverlust. Windows 11 Upgrade-Trick jetzt kostenlos sichern

Für neue Geräte hat Microsoft bereits Windows 11 Version 26H1 angekündigt. Diese hardwareoptimierte Version wird nicht über Windows Update für bestehende Rechner ausgeliefert. Ältere Systeme bleiben auf den Versionen 24H2 und 25H2.

Insider-Tipps: So bleibt das System fit

Für Nutzer, die bereits Windows 11 einsetzen, gibt es gute Nachrichten aus dem Insider-Programm. Build 26220.8544 bringt einheitliche Animationsabläufe für Systemprozesse und eine verbesserte Substring-Suche in der Windows-Suche. Neue Drucker werden standardmäßig über das Internet Printing Protocol (IPP) eingerichtet.

Sollte das System dennoch träge werden, empfehlen Experten vor einer Neuinstallation den Einsatz von Bordmitteln: DISM und SFC helfen oft, beschädigte Systemdateien zu reparieren. Auch ein Blick auf den Speicherplatz lohnt sich – überquellende AppData-Ordner oder alte Mediendateien sind häufige Bremsen auf modernen SSDs.