Windows-Update legt Outlook lahm und stürzt Systeme ins Chaos

Microsofts erste Sicherheitsupdates des Jahres lösten massive Probleme aus, darunter Systemabstürze und eine unbrauchbare Outlook-App. Trotz Notfallpatches bleibt ein kritischer Fehler ungelöst.

Microsofts erster großer Sicherheitspatch für 2026 hat weltweit massive Probleme ausgelöst. Statt mehr Sicherheit brachten die Updates KB5074109 und KB5073455 Systemabstürze und machten die klassische Outlook-App für viele unbenutzbar. Trotz Notfall-Patches kämpfen Tausende weiter mit den Folgen.

Die Fehlermeldungen überschlugen sich kurz nach dem Rollout am 13. Januar. Unternehmen berichteten von Verbindungsabbrüchen, Privatanwender von einfachen Funktionen wie dem Herunterfahren des PCs, die nicht mehr funktionierten. Microsoft bestätigte mindestens drei kritische Probleme. Zwei wurden mit Eil-Updates behoben – doch der folgenschwerste Bug in Outlook bleibt ungelöst. Nutzer stehen vor der Wahl: Entweder sie deinstallieren den wichtigen Sicherheitspatch und riskieren Lücken, oder sie finden umständliche Workarounds für alltägliche Aufgaben.

Outlook: Festgefroren und unbrauchbar

Der hartnäckigste Fehler betrifft die klassische Outlook-Desktop-Version. Die App friert ein, reagiert nicht mehr oder lässt sich nicht korrekt schließen. Besonders betroffen sind Nutzer mit POP-Postfächern oder denen, die ihre PST-Dateien in Cloud-Diensten wie OneDrive speichern.

Die Symptome sind vielfältig: Outlook reagiert nicht, lässt sich nur über den Task-Manager gewaltsam beenden, gesendete E-Mails erscheinen nicht im „Gesendet“-Ordner, und alte Nachrichten werden immer wieder neu heruntergeladen. Microsoft bestätigt das Problem. Jede App könne einfrieren, wenn sie nach dem Update Dateien in Cloud-Speicher wie OneDrive öffne oder speichere. Für Outlook-Konfigurationen mit PST-Dateien auf OneDrive sei ein Neustart der App oft unmöglich.

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Eine dauerhafte Lösung gibt es noch nicht. Microsoft rät betroffenen Nutzern aktuell zu drei unbefriedigenden Alternativen: E-Mails über den Web-Browser abrufen, PST-Dateien aus OneDrive verschieben oder das fehlerhafte Update KB5074109 komplett deinstallieren.

Notfall-Patches für Neustart- und Remote-Desktopprobleme

Bevor das volle Ausmaß des Outlook-Chaos klar wurde, hatte Microsoft bereits zwei andere kritische Fehler bekämpft. Ein Bug verhinderte, dass einige Windows 11 23H2-Geräte in Enterprise- und IoT-Editionen korrekt herunterfuhren oder in den Ruhemodus gingen. Stattdessen starteten sie unerwartet neu. Schuld war die aktivierte Sicherheitsfunktion System Guard Secure Launch.

Gleichzeitig traf es Unternehmensnetzwerke: Bei Azure Virtual Desktop und Windows 365 kam es zu flächendeckenden Authentifizierungsfehlern. Hybrid arbeitende Belegschaften konnten sich nicht mehr einloggen. Microsoft reagierte hier vergleichsweise schnell und veröffentlichte am 17. Januar außerplanmäßige Updates. Der Patch KB5077797 behebt das Herunterfahr-Problem, KB5077744 stellt die Remote-Desktop-Funktionalität wieder her.

Eine Spur weiterer Störungen

Neben den drei Hauptproblemen meldeten Nutzer eine ganze Reihe weiterer Störungen. Diese ungefixten Fehler nähren das Gefühl einer instabilen Betriebssystem-Umgebung.

Viele berichten von plötzlichen, sekundenlangen Schwarzblitzen des Bildschirms. Andere fanden ihren Desktop-Hintergrund auf einfarbig Schwarz zurückgesetzt. Der Datei-Explorer ignoriert teilweise Anpassungen in desktop.ini-Dateien, und der Ruhemodus funktioniert auf einigen Rechnern nicht mehr. Auch Leistungseinbrüche in Spielen und Probleme mit Drittanbieter-Apps wie Citrix Director wurden gemeldet. Microsoft hat einige dieser Meldungen im Feedback Hub als „in Untersuchung“ markiert – einen Zeitplan für Lösungen gibt es nicht.

Ein beunruhigender Trend setzt sich fort

Der holprige Start ins Jahr 2026 setzt einen besorgniserregenden Trend bei Microsoft fort. Schon 2025 brachten Patches immer wieder Bugs, die Kernfunktionen lahmlegten. Dass so kurz nach einem wichtigen Sicherheits-Update außerplanmäßige Fixes nötig werden, wirft Fragen an die Qualitätskontrolle und Testprozesse des Konzerns auf.

Während die Neustart- und Remote-Desktop-Probleme weitgehend behoben sind, warten alle auf eine dauerhafte Lösung für den lähmenden Outlook-Bug. Die aktuellen Workarounds sind für viele umständlich oder unpraktisch. Ohne einen speziellen Patch müssen Nutzer möglicherweise bis zum nächsten „Patch Tuesday“ am 10. Februar 2026 warten – und wochenlang mit einer beeinträchtigten E-Mail-Erfahrung leben. Microsoft sucht derweil weiter nach der Ursache für die weitverbreiteten App-Abstürze.

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